Novelle des Gebäudeenergie-Gesetzes: Energie sparen nur durch Differenzierung der Gebäude möglich – Industriehallen sind keine Kitas

Wie wird Energie richtig eingesetzt? Was bedeutet Effizienz? In der aktuellen Energiepolitik der Bundesregierung klafft eine große Lücke zwischen Anspruch und Realität. Denn: Industriehallen werden nicht als Industriehallen behandelt, weil sie nur zwei Prozent der Gebäude ausmachen – obwohl sie aber für 15 Prozent der Treibhausgas-Emissionen sorgen. Letzteres spielte bislang keine Rolle. Hinter diesen zwei Prozent verbergen sich 420.000 bis 480.000 Hallengebäude, die in Industrie, Gewerbe und Kommunen als Fertigungshalle, Logistikhalle, Werkstatt, Sporthalle oder Verkaufsstätte genutzt werden. Eine kleine Zahl, die für einen deutlichen Anteil des Energieverbrauchs und der THG-Emissionen in Deutschland verantwortlich ist.

Dass in diesen Hallengebäuden ein enormes Potenzial zur Energieeinsparung steckt, liegt auf der Hand. Mit Deckenhöhen von 4 bis 40 Metern und Flächen bis 10.000 Quadratmetern lassen sich ihre Raumdimensionen nicht mit Wohnungen, Büros oder Kitas vergleichen, die üblicherweise in Geschossbauweise mit lichten Höhen von etwa 2,50 Metern errichtet werden. Das gilt auch für die Beheizung solcher Raumkolosse – sie ist ungleich viel anspruchsvoller als in den sehr viel niedrigeren Geschossbauten. Diese Differenzierung wird im Gebäudeenergie-Gesetz derzeit allerdings kaum berücksichtigt.

„Wenn solche großen Räume energieeffizient geheizt werden sollen, sind ganz spezielle Technologien gefordert. Selten war es so dringend wie heute, alle technologischen Ressourcen zu nutzen, die uns zur Verfügung stehen, um der Energie-Krise wirkungsvoll zu begegnen“, sagt Thomas Kübler, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der KÜBLER GmbH in Ludwigshafen. Er ist ausgewiesener Experte beim Heizen von Industriehallen.
Kübler sagt: „Beim effizienten Heizen geht es darum, Wärme möglichst verlustfrei in den Hallenbereichen zur Verfügung zu stellen, wo Menschen arbeiten und Wärme benötigen. In der Regel ist das nicht in 10 oder 20 Meter Deckenhöhe, sondern in einem Bereich von rund 2,00 Metern über dem Hallenboden.“
Wie effizient spezielle Hallenheizungstechnologien arbeiten, lässt sich an energetischen Sanierungsprojekten von Industriehallen ablesen.

Bis zu 70 Prozent realisierte Einsparungen sind in der Praxis kein Einzelfall.

Die Unternehmen entlastet dies finanziell schon mit Kosteneinsparungen von mehreren zehn- oder sogar hunderttausend Euro pro Jahr, je nach Projektgröße. Entsprechend hoch fallen die Treibhausgas-Minderungen aus. Es werden durch diese enorme Reduzierung des Energieeinsatzes große Beiträge zur notwendigen Erreichung der Klimaziele erreicht.
Durch geeignete Technologien wie dezentrale Infrarot-Hallenheizungen ließen sich rund 50 Prozent Einsparpotenzial erschließen, also rund 65 TWh (65.000.000.000 kWh). Bei einem CO2-Anteil von 0,247 kg /kWh entspräche dies rund 16.055.000 Tonnen des Treibhausgases CO2.

Wenn wiederum nur die Hälfte der entsprechenden Hallengebäude anlagentechnisch saniert würden, läge die CO2-Minderung immer noch bei rund 8 Millionen Tonnen – ein großer Schritt in Richtung Effizienz- und Klimaziele. Dieses Potenzial ist aufgrund der verfügbaren Technologien, einer überschaubaren Anzahl an Entscheidern und der guten Wirtschaftlichkeitsaspekte für die Industrie wie Kosten, ROI, Rendite relativ gut erschließbar.
Aktuell sieht es jedoch so aus, dass diese hocheffizienten Hallenheizungs-Technologien eingebremst werden. Unter dem Druck der durch den russischen Ukraine-Krieg verursachten Gaskrise und der selbstgesteckten Klimaziele verbietet die Bundesregierung beispielsweise den Einbau gasbetriebener Heizungen pauschal ab 2024. Zudem wurden quasi über Nacht die Fördermöglichkeiten für Gas-Hybrid-Heizungen gestrichen.

Kübler sagt: „Diese Entscheidungen haben bei den Verantwortlichen in Industrie und Gewerbe für jede Menge Verunsicherung gesorgt und gehen zudem an der gebäudephysikalischen Realität von Hallen vorbei. Denn dezentrale Infrarot-Heizungstechnologien stellen unter den anspruchsvollen Bedingungen von Hallengebäuden vielfach die einzige ökologisch, wirtschaftlich und funktional sinnvolle Möglichkeit der Wärmeversorgung dar.“

Die Förderung von Wärmepumpen ist im Geschossbau (Wohngebäude und Nichtwohngebäude wie z. B. Büros, Gaststätten, Kindergärten oder Krankenhäuser) ein wirksamer Hebel für die Energiewende. Allerdings leidet der Bereich schon jetzt an der Knappheit der Ressourcen. Um die Ziele der Politik zu erreichen, müssten jeden Tag 2.000 Wärmepumpen eingebaut werden.
„Neben mangelnder Materialverfügbarkeit gibt es auch nicht genügend für Wärmepumpen geeignete Häuser im Gebäudebestand und wir haben es mit einem großen Personalmangel im Handwerk zu tun. Von den vorhandenen Handwerkern ist bisher leider auch nur ein zu kleiner Anteil für den Einbau von Wärmepumpen qualifiziert. Hier klaffen Politik und Realität stark auseinander,“ sagt Martin Oldeland, stellvertretender Vorsitzender des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.)
„In Hallengebäuden der Industrie haben Wärmepumpen neben der Verfügbarkeit zudem den Nachteil, dass sie ihre Stärken kaum ausspielen können“, sagt Kübler.

Der Einsatz von Wärmepumpen ist im Sanierungsbereich von Hallen kaum möglich.

Denn wer könnte ganze Produktions- oder Lagerhallen inklusive Maschinenpark frei räumen, um im Boden die mit Wärmepumpen assoziierten Fußbodenheizung zu verlegen? Auch im Hallenneubau ist der Einsatz warmwasserbasierter Heizungstechnologien wenig funktional. Im Gegensatz zu dezentralen IR-Heizsystemen haben Warmwassersysteme aufgrund ihrer Trägheit den großen Nachteil, dass sie den häufig wechselnden, lokal und zeitlich variablen Wärmebedarf in diesen Gebäuden nicht effektiv bedienen können. Zum Beispiel bei Schichtbetrieb, bei geöffneten Toren, bei der Beheizung einzelner Arbeitsbereiche (z. B. Kommissionierung in Logistikhallen) oder bei der Beheizung einzelner Spielfelder, beispielsweise in Tennishallen. Kübler sagt: „So sinnvoll Wärmepumpen im Wohnungs- und Geschossbau sind, in Hallengebäuden heizen sie dem Wetter hinterher“.

Wie können nun die großen Effizienzpotenziale dezentraler Hallenheizungstechnologien in der Industrie genutzt werden?

Unter Experten sieht man das so: Alles steht und fällt mit der Anerkennung von Hallen als eine eigene Gebäudekategorie, die besondere Anforderungen an die Heiztechnik stellt und demnach entsprechend geeigneter, spezieller Technologien bedarf. Zu den effizientesten zählen dabei moderne Hallenheizungen wie Infrarot-Dunkelstrahler, die mit Erdgas, Flüssiggas oder Biomethan im Mix mit grünem Wasserstoff betrieben werden – häufig mit beeindruckenden Einspareffekten von 30 bis 70 Prozent (s. o.). Die derzeit mögliche Zertifizierung von 20 Prozent H2-Beimischung ist bei den führenden Herstellern erfolgt. Unter Laborbedingungen sind 80 Prozent problemlos möglich. 100 Prozent werden durch Nachrüst-Kits in den nächsten Jahren erreicht werden. Moderne dezentrale Infrarot-Heizungssysteme können über Brennwerttechnik nicht nur die Heizungsabwärme nutzen, sie binden auch die Abwärme aus Produktionsprozessen ein, beispielsweise die von Kompressoren oder Härteöfen. Voll digitalisiert lässt sich ihre Effizienz über den gesamten Heizprozess monitoren und in zertifizierten Energiemanagement-Systemen dokumentieren. Die Bedienbarkeit ist bei diesen modernen Lösungen vorbildlich.

Eine gute Nachricht ist auch: Es gibt bei diesen Hocheffizienzsystemen kein Finanzierungsproblem.

Denn die Hallenheizung kann gemietet werden. Dabei sind die Kosteneinsparungen durch den reduzierten Energieverbrauch in der Regel so hoch, dass sie nicht nur den Mietpreis kompensieren, sondern unter dem Strich Geld für die Unternehmen übrig bleibt. Durch das Mietmodell lassen sich also ohne zu investieren – und übrigens auch ohne Abschreibungsaufwand – moderne Effizienztechnologien nutzen und zudem ein positiver Deckungsbeitrag erwirtschaften. Ein attraktives Mittel, um die lange angestrebte und bislang unerreichte Sanierungsquote von 2 Prozent vielleicht doch noch zu erreichen.


Mann steuert den Energieverbrauch in einem Industriegebiet bei Nacht

Damit Deutschland nicht das Gas ausgeht: Jetzt auf energiesparende Industrieheizung umstellen

Was ist aktuell der wahrscheinlich wirkungsvollste Hebel gegen Gaskrise, Preisdruck und Abhängigkeit von Russland? Die Antwort: Weniger Energie verbrauchen. Die Bundesregierung ist dieser Meinung und ruft in einer großangelegten Kampagne zum Energiesparen auf – unterstützt von Wirtschaft und Verbänden. Dieses Ziel lässt sich erreichen. Wenn es um die hohen Hallen von Industrie und Gewerbebetrieben geht sogar einfacher und schneller, als gedacht.

Gewusst wie – die richtige Technologie macht Energiesparen einfach

Wie Energiesparen einfach wird? Während in privaten Haushalten und anderen Geschossbauten aktuell Wärmepumpen im Trend liegen, stellt sich die Situation bei der Beheizung von hohen Hallengebäuden physikalisch und technisch ganz anders dar. Wer flexibel auf kurzfristig Änderung von Wärmeanforderungen reagieren will und wer variabel für zukünftige Hallen-Umnutzungen bleiben will, entscheidet sich für Industrieheizungen, die speziell zur Beheizung von Hallen entwickelt wurden Zu den Rekordhaltern in der Einsparungs-Disziplin zählen digitalisierte Infrarot-Dunkelstrahler in Verbindung mit Brennwerttechnik (System H.Y.B.R.I.D.). Diese Heizungen sind moderne Hocheffizienz-Systeme und bieten in den Hallengebäuden von Industrie, Gewerbe und Kommunen eine Vielzahl von Vorteilen:

  • 30 – 70 Prozent Energieeinsparung nachhaltig
  • variabel mit Methan, Grünem Wasserstoff und/oder Biogas betreibbar
  • flexible Anpassung an Nutzungsänderungen
  • im Bestand oft die einzig sinnvolle Lösung
  • schnelle Amortisation und hoher Umweltnutzen
  • angenehmes, gleichmäßiges, zugfreies Arbeitsklima
  • präzise regelbar bei wechselnder Heizbedarfe
  • mit Brennwerttechnik als Hybridsystem bis hin zur Digitalen Hallenheizung erweiterbar

Infrarot-Dunkelstrahler sind gezielt für die besonderen Raumdimensionen und Nutzungsbedingungen von Hallen ausgelegt. Sie lassen sich sehr einfach, sehr wirtschaftlich und schnell umsetzen. Wie interessant diese Technologie für Industrie- und Gewerbebetriebe ist, zeigt das Praxisbeispiel eines Maschinenbau-Unternehmens in Nordrhein-Westfalen. Dort konnten die Energiekosten für die Beheizung der rund 6.300 Quadratmeter großen Hallenfläche um rund 65 Prozent reduziert werden. Bezogen auf die aktuellen Energiepreise würde dies einer Kostenreduktion von rund 170.000 Euro auf rund 83.300 Euro bedeuten – etwa 86.700 Euro Einsparung.

Hallen brauchen besondere Heizungen

Hallen unterscheiden sich mit ihrer Deckenhöhe, ihrer Raumgröße und ihren wechselnden Nutzungsprofilen von anderen Gebäuden. Für die Auswahl einer nachhaltigen und effizienten Heiztechnik für Produktions-, Lager-, Sport-, Veranstaltungs- und andere Hallen ist es wichtig, diesen Unterschied zu verstehen. Wohn- und Bürogebäude, Kindergärten, Krankenhäuser und andere Nichtwohngebäude in Geschossbauweise mit ihren lichten Höhen um 2,50 Meter lassen sich relativ einfach beheizen. Hallengebäude mit Raumhöhen von 4 – 40 m und Grundflächen von 100 – X-1.000 m² Fläche sind wegen ihrer besonderen bauphysikalischen Bedingungen eine echte Herausforderung für die Beheizung. Um diese Gebäude funktional, wirtschaftlich und ökologisch vernünftig beheizen zu können, werden speziell für Hallengebäude entwickelte Heizungen genutzt.

Als Technologie der ersten Wahl gelten moderne Industrieheizungen wie Infrarot-Dunkelstrahler, die sich extrem effizient mit Erdgas, Flüssiggas, Biogas oder Wasserstoff betreiben lassen. Mit Gasheizungen, die in Wohnungen oder Büros zum Einsatz kommen, haben diese modernen Hocheffizienz-Technologien nichts gemeinsam. Während warme Luft im Geschossbau nahezu hundertprozentig im Raum nutzbar bleibt, steigt sie in Hallen aus dem Nutzungsbereich raus bis hoch unter das Hallendach. Hier liegt ein Grund für die große Überlegenheit von Infrarottechnik beim Heizen von Hallengebäuden.

 


Industriegebiet mit mehreren Fabriken und Firmen im Sonnenuntergang

Industrieheizungen – wie sicher ist die Gasversorgung?

Die horrend steigenden Energiepreise, die Angst vor Putins Liefer-Stopp, die Forderung nach regenerativen Energien gegen den Klimawandel – all dies sorgt derzeit für viel Verunsicherung. Lohnt es sich überhaupt noch, in gasbetriebene Industrieheizungen zu investieren? Die Antwort auf diese Frage ist wichtig. Denn sie bestimmt mit darüber, wie schnell Gewerbe und Industrie ihren Beitrag zur Energiewende leisten werden. Und wie gut es gelingt, die Zukunftsanforderung Klimaschutz auch wirtschaftlich vernünftig zu erfüllen.

Beim Unterschied zwischen Wohn- und Industriegebäuden fängt das Missverständnis an

Die Unsicherheit ist groß. Lohnt es sich überhaupt noch, in gasbetriebene Hallenheizungen zu investieren? Zweifel werden auch durch die Medienberichterstattung befeuert. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will ein Verbot von neuen Gasheizungen, heißt es beispielsweise plakativ1). Dabei werden schon mal relevante Details überlesen. Denn der Bundesminister sagte zudem, dass es beim „Aus“ für Gasheizungen ausschließlich um neue Gasheizungen für Wohngebäude (mit mehrjähriger Übergangsfrist) geht, ausdrücklich jedoch nicht um gasbetriebene Industrieheizungen. In Produktions-, Lager- und anderen Hallengebäuden stellen Infrarot-Dunkelstrahler durch ihre drastischen Energiesparpotenziale vielfach die einzige sinnvolle Möglichkeit dar, um die enormen Raumvolumina bei vergleichsweise geringen Investitionskosten flexibel, wirtschaftlich und CO2-sparend zu beheizen.

Welche Handlungsoptionen die Industrie hat

Prüft man gewissenhaft die Handlungsoptionen, die sich den Unternehmen bieten, wird schnell deutlich: Jenseits von ideologischen Betrachtungen gibt es in puncto Hallenbeheizung ein eindeutiges Bild. Ganz gleich ob Gas, Strom, Öl oder Wasserstoff: alle Energieträger sind teuer. Am höchsten sind die Kosten für Strom. Erschwerend kommt die teilweise begrenzte Verfügbarkeit hinzu. Das gilt insbesondere für Wasserstoff. Experten gehen davon aus, dass es ungefähr noch zwei Jahrzehnte braucht, bis das grünes Gas fossiles Methan vollständig ersetzen kann.

Welche Fakten eine wirtschaftliche Entscheidung sichern

Betriebswirtschaftliche Fragestellungen haben bei der Suche nach der richtigen Industrieheizung eine große Bedeutung. Denn alle Wirtschaftsunternehmen sind einer Gewinnerzielungsabsicht verpflichtet. Industrieheizungen sind langfristige Investitionen, deren Betriebskosten die der Investition über den Lebenszyklus schon vor der Energiekostenexplosion um das sechs bis 20-fache übersteigen. Eine nachhaltige wie ökonomisch vernünftige Entscheidung für die eine oder andere Heiztechnik stützt sich daher immer auch auf die folgenden Fragen:

  • Wie unterscheiden sich die Gesamtkosten (Verbrauch, Energie, Investition)?
  • Wie flexibel sind die Systeme in puncto
    • Regelung,
    • Anpassungen, z. B. bei geänderter Hallennutzung,
    • Einsatzmöglichkeiten verschiedener Energieträger (auch regenerativ)?
  • Wie genau passt die Heizung zum Hallennutzungsprofil?

Bei der Beantwortung dieser Fragen sollte man sich besser nicht von Spekulationen leiten lassen. Denn was die Industrie braucht, sind verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen und belastbare Fakten.

Warum Hallen besondere Heizungen brauchen

Hallen sind eine Gebäudekategorie für sich. Sie unterscheiden sich aufgrund ihrer hohen Decken, ihrer Raumgröße und ihren wechselnden Nutzungsprofilen grundsätzlich von anderen Gebäuden. Die Kategorisierung nach Gebäudetypen müsste daher wie folgt lauten:

  • Wohngebäude (= Geschossbau),
  • Nichtwohngebäude in Geschossbauweise (z. B. Bürogebäude, Kliniken, Kindergärten),
  • Nichtwohngebäude in Nicht-Geschossbauweise mit Raumhöhen > vier Metern (= Hallengebäude).

Diese Unterscheidung ist relevant für die Auswahl der richtigen Heizungstechnik und Energieträger für Hallen. Geschossbauten wie Wohn- und Bürogebäude, Kindergärten oder Krankenhäuser mit lichten Höhen um 2,50 Meter lassen sich relativ einfach beheizen. Hallen mit Deckenhöhen von vier bis 40 Metern und mehreren hundert oder gar tausend Quadratmetern Grundfläche sind dagegen schon aus bauphysikalischen Gründen heiztechnisch eine echte Herausforderung. Wer diese Gebäude funktional, wirtschaftlich und ökologisch vernünftig beheizen will, nutzt speziell für Hallen entwickelte Heizungstypen.
Zu den effizientesten zählen dabei moderne Industrieheizungen wie Infrarot-Dunkelstrahler, die mit Erdgas, Flüssiggas oder Biogas betrieben werden. Mit Gasheizungen, die in Wohnungen oder Büros zum Einsatz kommen, haben diese modernen Hocheffizienz-Technologien allerdings nichts gemeinsam.

Wie viel CO2-Minderungspotenzial in Industrieheizungen steckt

Zwei Prozent aller Gebäude in Deutschland verursachen 15 Prozent der gebäuderelevanten Energien und der damit einhergehenden Treibhausgas-Emissionen. Es lohnt sich also, Hallengebäude genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn sie spielen eine ganz wesentliche Rolle für den Erfolg der Energiewende. Im Fokus steht dabei die energetische Ertüchtigung von Hallen im Bestand auf aktuelles Neubauniveau. Das hier realisierbare Einsparpotenzial wird in der Studie Gesamtanalyse Energieeffizienz von Hallengebäuden, kurz: GAEEH-Studie3) auf 59 bis 89 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr beziffert, rund 6 bis 14 Prozent des gesamten Jahresenergieverbrauchs Raumwärme! Das Einsparpotenzial verteilt sich ungefähr 1:1 auf anlagen- und auf bauseitige Maßnahmen. Auf einen Schlag ließe sich etwa die Hälfte des Potenzials alleine durch (relativ kostengünstige) Anlagenmodernisierung erschließen – rund 38 Mrd. kWh Energieeinsparung p. a. (Mittelwert). Das entspricht einem Äquivalent von jährlich etwa acht Millionen Tonnen des Treibhausgases CO2. Die Technologien, mit denen sich diese Einsparungen erzielen lassen, sind längst vorhanden und lassen sich relativ einfach und kostengünstig umsetzen.

Welche Heizungssysteme die Industrie (nicht) braucht

In privaten Haushalten und anderen Geschossbauten liegen aktuell Wärmepumpen im Trend. Im Sektor Hallengebäude ist ihr Einsatz allerdings aufgrund der geringen Flexibilität und der relativ hohen Investitions- und Betriebskosten funktional und wirtschaftlich weniger sinnvoll. In diesen Gebäuden markieren dezentrale, gasbetriebene Industrieheizungen wie Infrarot-Dunkelstrahler den Stand der Technik. Diese Heizungen sind moderne Hocheffizienz-Systeme und gelten in den Hallengebäuden von Industrie, Gewerbe und Kommunen als der Golden Standard – ökonomisch und ökologisch. Dafür gibt es mehrere Gründe: diese Industrieheizungen

  • senken den Energieverbrauch nachhaltig um 30 – 70 Prozent4)
  • bieten schnelle Amortisation und hohen Umweltnutzen
  • reagieren schnell präzise auf wechselnde Heizbedarfe
  • lassen sich flexibel an Nutzungsänderungen anpassen
  • sind variabel mit Methan, Grünem Wasserstoff und/oder Biogas betreibbar
  • schaffen ein angenehmes, gleichmäßiges, zugfreies Arbeitsklima
  • lassen sich mit Brennwerttechnik zu Hybridsystemen und bis hin zur Digitalen Hallenheizung erweitern
  • sind im Bestand oft die einzig sinnvolle Lösung

Wie sich explodierende Energiekosten einfangen lassen

Das Einsparpotenzial durch dezentrale Infrarot-Dunkelstrahler im industriellen Wärmesektor liegt zwischen 30 und 70 Prozent. Sie stellen einen sehr wirksamen Hebel dar, die steigenden Energiekosten zu senken. Zu dem Rekordhalter in der Einsparungs-Disziplin zählen digitalisierte Infrarot-Dunkelstrahler, idealerweise in Kombination mit Brennwerttechnik (Hybridsystem). Diese Systeme sind spezifisch für die besonderen Raumdimensionen und Nutzungsbedingungen von Hallen ausgelegt. Sie lassen sich sehr einfach, sehr wirtschaftlich und schnell umsetzen. Wie interessant diese Technologie für Industrie- und Gewerbebetriebe ist, zeigt das Praxisbeispiel eines Maschinenbau-Unternehmens in Nordrhein-Westfalen5). Dort konnten die Energiekosten für die Beheizung der rund 6.300 Quadratmeter großen Hallenfläche um rund 65 Prozent reduziert werden: von jährlich 71.500 Euro auf 25.000 Euro. Bezogen auf die aktuellen Energiepreise würde dies einer Kostenreduktion von rund 170.000 Euro auf rund 83.300 Euro bedeuten – etwa 86.700 Euro Einsparung6).

Flüssig, bio oder grün – moderne Industrieheizungen können jedes Gas

Dezentral betriebene Infrarot-Dunkelstrahler können schon lange regenerativ z. B. mit Biogas betrieben werden. Die neuen Generationen können auch Wasserstoff. Das Grüne Gas macht es möglich, die Wirtschaft klimafreundlich umzugestalten und gleichzeitig den Technologiestandort Deutschland zu stärken. Als „Motor der Energiewende“ wird H2 weltweit als zentraler Baustein für eine Dekarbonisierung der Wirtschaft und damit für das Erreichen der Pariser Klimaschutz-Ziele gesehen. Grüner Wasserstoff gilt dabei als einzige Möglichkeit, bestimmte Prozesse der Industrie klimafreundlich zu gestalten. Deutschland profitiert von seinem hervorragend ausgebauten Gas-Versorgungsnetz und setzt sich im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie ambitionierte Ziele. Bis 2050 soll Wasserstoff aus 100 Prozent erneuerbaren Energien hergestellt werden7).
Klar ist jedoch, dass der Umstellungsprozess nicht über Nacht erfolgt. Es wird noch einige Zeit dauern, bis das Grüne Gas in so großen Mengen zur Verfügung steht, dass der industrielle Bedarf vollständig gedeckt werden kann. Schon in der Übergangszeit spielen Heizungstechnologien wie Infrarot-Dunkelstrahler eine wesentliche Rolle. Sie können Wasserstoff-Beimischungen mit variablen Anteilen verwerten und so die volatile Verfügbarkeit beider Energieträger ausgleichen. Diese Technologien sind bereits heute verfügbar, beispielsweise die Effizienztechnologie Infrarot-Hallenheizungen von KÜBLER.

Wie Deutschland seine Gasversorgung sichert

Warum Gas für die Industrie alternativlos ist

Deutschland ist nach den USA, China und Japan der viertgrößte Industriestandort der Welt. Erdgas ist mit gut 31 Prozent der mit Abstand wichtigste industrielle Energieträger. Von seiner Verfügbarkeit hängen in Deutschland über sieben Millionen Arbeitsplätze ab – und mit über 30 Prozent am Bruttosozialprodukt ein ganz wesentlicher Teil unseres Wohlstands8).
Gas ist kurzfristig nicht ersetzbar, ohne wichtige Produktionsprozesse lahm zu legen, viele Arbeitsplätze zu verlieren, die internationale Wettbewerbsstärke zu gefährden und die soziale Sicherheit im Land zu riskieren. Erdgas ist für die Industrie noch auf längere Sicht alternativlos. Darin ist sich auch die Politik parteien- und länderübergreifend einig.

So sichert Deutschland seine Gasversorgung

Für den vielseitig und flexibel einsetzbaren Energieträger Gas spricht nicht nur seine Bedeutung für den Industriestandort Deutschland. Auch die hohe Effizienz von Gasanwendungen und die hervorragend ausgebaute Infrastruktur machen den kohlestoffarmen Energieträger zu einem wertvollen Gut. Deshalb wird unter Hochdruck daran gearbeitet, die Gasversorgung in Deutschland sicher zu stellen. Von politischer Seite wird in mehrere Richtungen gearbeitet:

  • Energieeffizienz fördern, d. h. so wenig wie möglich Energie verbrauchen,
  • LNG-Verfügbarkeit erhöhen,
  • Gasspeicher füllen,
  • Grünes Gas beschleunigen.

Diesen Maßnahmen zahlen auf gleich drei wichtige Ziele des BWMK ein. Die Politik will Deutschland so schnell wie möglich unabhängig von russischen Energielieferungen machen. Gleichzeitig sollen die Arbeitsplätze und internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Technologiestandorts sicher bleiben. Und drittens soll die Dekarbonisierung der Wirtschaft vorangetrieben werden, um die Pariser Klimaziele zu erreichen.

Deutliche Fortschritte auf dem Weg zur Unabhängigkeit

Auf dem Weg zu einer breiteren Basis für die Energieversorgung in Deutschland hat es inzwischen deutliche Fortschritte gegeben. Die Abhängigkeit von russischem Gas und Öl ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent gesunken. Bei Öl von ca. 35 auf jetzt 12 Prozent, bei Gas von zuvor etwa 55 auf nur noch 35 Prozent. Noch drastischer wurden die Kohleimporte durch das Importverbot von zuvor 50 auf jetzt 8 Prozent reduziert9).

Wie Flüssiggas große Versorgungssicherheit bietet

Europaweit boomt die Planung und Realisierung neuer LNG-Terminals – onshore und offshore. Dabei sind uns Länder wie Frankreich, Italien oder Spanien ein großes Stück voraus. Neben kleineren Anlagen sind in Europa aktuell 29 Anlagen mit relevanten Kapazitäten in Betrieb10). Jetzt zieht Deutschland in Rekordzeit nach. Anfang Mai war der Rammschlag für das erste schwimmende LNG-Terminal in Wilhelmshaven. Deutschlands „Unabhängigkeitserklärung“ von Putins Gas wird in Rekordzeit gebaut und soll bereits Ende 2022 in Betrieb gehen. Schlag auf Schlag werden – forciert durch das am 20. Mai verabschiedete LNG-Beschleunigungsgesetz – weitere Terminals folgen, beispielsweise in Stade und Brunsbüttel.

LNG wird bisher an den Terminals von Belgien und den Niederlanden in das europäische Pipeline-Netz eingespeist und nach Deutschland geleitet. LNG (Liquified Natural Gas) ist Erdgas, das bei Temperaturen um –162 °C verflüssigt wird und dann nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Volumens benötigt (1:600). Mit dem großen Vorteil, dass Flüssiggas praktisch an allen Märkten der Welt gekauft und per Schiff transportiert werden kann. LNG ist der Energieträger, der in der Übergangszeit bis zum großflächigen Einsatz regenerativer Energien eine große Versorgungssicherheit bietet.

So werden die Gasspeicher gefüllt

Was die Versorgungssicherheit mit Gas angeht, wird an mehreren Stellschrauben gedreht, so auch am Füllstand der deutschen Gasspeicher. Schritt für Schritt werden sie derzeit aufgefüllt – bis zum 1. Oktober auf mind. 80 Prozent, bis zum 1. November auf 90 Prozent. Das würde dann einer Leistung von 229,5 Terawattstunden entsprechen – genug um etwa ein Viertel des Jahresverbrauchs an Gas zu decken und gut über den Winter zu kommen, selbst wenn Russland den Gashahn zudrehen sollte.

Praxistipps: Was Experten jetzt raten

Praxistipp 1: Preissteigerungen für Heizenergie schnell und wirksam aushebeln

Die Energiepreise sind in den letzten Monaten in neue Dimensionen gestiegen. Eine Megawattstunde (MWh) kostete im Mai an der niederländischen Börse TTF rund zehn bis 20 Mal so viel wie vor einem Jahr11). Um diese enormen Preissteigerungen im nächsten Winter gut abzufedern, empfehlen Experten:

  • Hallengebäude heiztechnisch verstehen zu lernen mit dem Ziel, alle möglichen Hebel zur Einsparung zu nutzen
  • so schnell wie möglich den Energieverbrauch zu senken,
  • wirtschaftliche und zukunftssichere Technologien einzusetzen,
  • regenerative Energien einzuplanen.

Praxistipp 2: Effizienzpotenziale so schnell wie möglich nutzen

Hallengebäude haben aufgrund ihrer Größe und hohen Decken einen weit höheren Energieverbrauch als beispielsweise Bürohäuser oder andere Geschossbauten, wenn sie im Winter warm sein sollen. Oft wird jedoch viel zu viel Energie verheizt. Die Gründe dafür:

  • veraltete oder zu wenig effiziente Anlagentechnik,
  • ungenaue Steuerung,
  • die Heizung passt nicht zum Nutzungsprofil der Halle,
  • andere wichtige Einsparpotenziale wie z. B. Restwärme werden übersehen.

Dafür bieten spezielle, für den Einsatz in Hallengebäuden entwickelte dezentrale Industrieheizungen mit gasförmigen Energieträgern oft beeindruckende Einsparungen von 30 – 70 Prozent. Diese lassen sich schnell, kostengünstig und wirtschaftlich realisieren.

Praxistipp 3: Nicht dem Wetter hinterher heizen

Industrieheizungen wie Infrarot-Dunkelstrahler lassen sich sehr flexibel an unterschiedliche Nutzungsanforderungen anpassen, unabhängig davon ob sie fossil oder regenerativ betrieben werden. Damit erfüllen sie eine weitere wichtige Anforderung der Industrie, die ihre Prozesse gegebenenfalls spontan an dynamische Marktanforderungen anpassen muss. Infrarot-Dunkelstrahler haben schnelle Aufheizzeiten. Damit lassen sich auch kurzfristig Zusatzschichten fahren, wenn es erforderlich ist. Zudem lassen sich einzelne Hallenzonen individuell ansteuern – geheizt wird nur in den Bereichen, in denen gearbeitet wird.
Die Flexibilität ist einer der wichtigen Punkte, in denen sich gasgeführte Hallenheizungen von warmwasserbasierten Technologien (zum Beispiel Wärmepumpen) unterscheiden. Wärmepumpen sind im Wohnbereich oder in Büros sinnvoll. Die dynamischen Anforderungen der Industrie können diese warmwassergeführten Systeme aufgrund ihrer Reaktionsträgheit kaum erfüllen. Zudem haben sie einen enorm hohen Flächenbedarf entweder unter der Hallendecke oder im Boden und schränken auch hier die Flexibilität ein. Beispielweise bei der Maschinenaufstellung oder einer Umnutzung der Halle. Denn ist die Fußbodenheizung erst einmal installiert, lässt sich der Boden nicht mehr ohne weiteres anbohren, um Maschinen umzustellen oder neu zu installieren.

Praxistipp 4: Optimieren Sie den Betrieb Ihrer Industrieheizung

Die sparsamste Heizung ist die, die Sie nicht brauchen. Experten raten daher:

  • Verwenden Sie nur Systeme, die schnelle Aufheizzeiten bieten und flexibel sind.
  • Heizen Sie nur dort, wo auch wirklich qualitative Wärme für Menschen gebraucht wird.
  • Senken Sie die Temperaturen für nicht frequentierte Hallenbereiche rechtzeitig ab.

Übrigens: Intelligente Heizungssteuerungen mit integrierten Energiemanagement-Systemen (z. B. E.M.M.A. von KÜBLER) schaffen Transparenz über die relevanten Parameter Ihres Heizprozesses und helfen dabei, den Heizbetrieb automatisch auf Ideallinie zu fahren. Alleine in der optimierten Fahrweise des Anlagenbetriebs stecken bis zu 20 Prozent Einsparpotenzial.

Quellenangaben

1) Quelle: https://www.report-k.de/wirtschaftsminister-habeck-will-verbot-neuer-gasheizungen/
2) Grundlage des Preisvergleichs: Günstigster Tarif, Laufzeit 12 Monate.
Strom, Gewerbegas: Verivox, Menge 100.000 kWh; Heizöl: heizoel24.de, Menge 10.000 l (ca. 10 kWh/l); Pellets: HeizPellets24.de, Menge: 20.000 kg (5 kWh/kg).
3) Die Studie "Gesamtanalyse Energieeffizienz von Hallengebäuden" (ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden und Universität Kassel, Fachgebiet Bauphysik, 2009-2011) geht von folgenden Zahlen aus:

  • Gesamtenergieverbrauch für Raumwärme in Deutschland: 625 Milliarden kWh, davon
  • Raumwärmeanteil Wohngebäude (18 Mio.): 428 Mrd. kWh,
  • Raumwärmeanteil Hallengebäude (359.000 von 1,5 Mio. Nichtwohngebäuden, errichtet 1960 bis 2009): 116 Mrd. kWh,
  • Raumwärmeanteil restliche Nichtwohngebäude (1,14 Mio.): 81 Mrd. kWh,

Sanierungspotenzial Hallengebäude: 64 Prozent.
Der dena Gebäudereport 2022 geht nicht gesondert auf Hallengebäude ein. Sowohl der Gebäudebestand als auch der klimabereinigte Wärmeverbrauch sind 2019 jedoch weiter gestiegen.
4) Energiesparende Hallenheizungssysteme von KÜBLER im Vergleich zu konventionellen Geräten.
5) Projekt energetisch saniert mit H.Y.B.R.I.D. (Dunkelstrahler, Brennwerttechnik und Digitalsteuerung von KÜBLER GmbH Energiesparende Hallenheizungen, Ludwigshafen)
6) Berechnungsgrundlage: Ursprünglicher Energiepreis im Mix Gas/Öl Ø ca. 0,05 Euro / kWh, aktueller Energiepreis: Ø 0,13 Euro / kWh
7) https://www.pwc.de/de/energiewirtschaft/wasserstoff-ein-essentieller-baustein-der-energiewende/chance-zur-dekarbonisierung-gruener-wasserstoff-als-motor-der-energiewende.html?utm_source=google.com&utm_medium=cpc&utm_campaign=XM_trustintransformation_SV&utm_content=text&utm_term=gr%C3%BCner%20wasserstoff
8) https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/gasversorgung-energiesicherheit-deutschland-pipelines-russland-100.html
9) Handelsblatt 01.05.2022, https://www.handelsblatt.com/politik/international/import-deutschland-verringert-energieabhaengigkeit-von-russland/28293452.html
10) Quelle: Chemietechnik 25.02.2022, https://www.chemietechnik.de/energie-utilities/interaktive-karte-lng-terminals-in-europa-802.html
11) https://www.handelsblatt.com/politik/energiekrise-gaspreis-bricht-alle-rekorde-forderung-nach-preisdeckel/28139228.html

Laden Sie sich hier das gesamte Whitepaper herunter: Industrieheizung – wie sicher ist die Gasversorgung?

Innovation durch Forschung 2022 / 2023 für die KÜBLER GmbH

Forschungssiegel „Innovativ durch Forschung“ für KÜBLER

Das Siegel „Innovativ durch Forschung" wird an forschende Unternehmen vergeben, die sich mit ihren Entwicklungsleistungen für einen starken Innovationsstandort Deutschland engagieren. KÜBLER zählt erneut zu diesen Unternehmen und erhält das renommierte Siegel.

Seit mehr als 30 Jahren zählt KÜBLER zu den Pionieren energiesparender Hallenheizungen. In Hallengebäuden mit hohen Decken gelten die Infrarotheizungen von KÜBLER mit Energieeinsparungen bis zu 70 % und vielen weiteren Vorteilen als der Golden Standard. Für seine Entwicklungen wird das Unternehmen regelmäßig ausgezeichnet.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird das bekannte Siegel „Innovativ durch Forschung" alle zwei Jahre vom Stifterverband vergeben. Als einer der größten privaten Wissenschaftsförderer in Deutschland ist eine seiner Aufgabe, das deutsche Forschungs- und Innovationssystem zu untersuchen und zu bewerten. Wie viel investiert die Wirtschaft in Forschung und Entwicklung in Deutschland? Welche Auswirkungen hat das auf die Zukunftsfähigkeit dieses Landes? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der alle zwei Jahre stattfindenden Vollerhebung zu Forschung und Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland, die die Wissenschaftsstatistik im Stifterverband im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchführt.


Wärmetauschersystem für Infrarotheizungen von KÜBLER

Brennwerttechnik macht hohe Einsparpotenziale in Unternehmen nutzbar

„Keine Energiewende ohne Energieeffizienz“ betitelt die dena die Rubrik „Themen und Projekte“ auf ihrer Homepage1 „Die beste Kilowattstunde ist die eingesparte“, sagt Thomas Kübler, geschäftsführender Gesellschafter der KÜBLER GmbH. Beide meinen das Gleiche: Es geht darum, den Energieverbrauch im Allgemeinen und besonders in den Unternehmen zu drosseln. Denn hier liegt ein enormer Hebel zum Erreichen der Klimaziele. Und nicht nur das: Energieeffizienz lohnt sich auch wirtschaftlich, wenn sie technologisch richtig angegangen wird. Dabei spielt moderne Infrarotheizungstechnologie eine wichtige Rolle, insbesondere wenn sie intelligent mit Bennwerttechnik kombiniert wird.

Brennwerttechnik verwandelt Abwärme in nutzbare Energie

Das Besondere der Brennwerttechnik ist, dass sie die Kondensationswärme (Brennwert genannt) aus der Abwärme von Heizanlagen entzieht, diesen Energiegehalt nutzbar macht und damit die Gesamteffizienz der Anlagen nennenswert erhöht. Je nach Brennstoff spricht man dabei von Öl- oder Gasbrennwerttechnik. Brennwerttechnik zeichnet sich also kurz gesagt dadurch aus, dass sie den Ausnutzungsgrad von Energie und damit die Energieeffizienz erhöht.

Wie die Abwärmenutzung mit Brennwerttechnik funktioniert

Das Funktionsprinzip der Brennwerttechnik ist im Grunde ganz einfach. Am Beispiel Infrarotheizung erklärt, wird die im Abgas enthaltene Energie bis zur Kondensation abgekühlt und die so gewonnene Wärme an ein Speichermedium (i. d. R. Wasser) übertragen. Das erhitzte Wasser wird einem Pufferspeicher zugeführt und von dort je nach Bedarf in ein gewöhnliches Pumpen-Warmwasser-Heizungsnetz eingespeist. Als Speichermedium eignet sich Wasser ideal, aber auch andere Medien wie Luft können eingesetzt und beispielsweise in Warmluftgebläsen nutzbar gemacht werden.

Beginnen Sie damit, Ihre Abwärmequellen zu identifizieren und zu reduzieren

Nicht nur Heizungen erzeugen Abwärme, je nach Betriebsart entsteht Abwärme an den unterschiedlichsten Stellen. Öfen, Maschinen (insbesondere Druckluftkompressoren), Kühlsysteme und oder ungedämmte Rohre sind wohl die Klassiker. Gehen Sie den Ursachen für ungenutzte Abwärme auf den Grund, indem Sie gründlich den Energieverbrauch im gesamten Unternehmen analysieren und bewerten. Anschließend gilt es, schon einmal unnötige Abwärme durch Prozessoptimierungen zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren. Dabei helfen folgende Fragen:

  • Können Sie Leerläufe vermeiden?
  • Laufen wirklich alle Anlagen/Prozesse effizient, oder lässt sich hier und da noch eine Stellschraube drehen?
  • Sind einige Prozesse vielleicht überdimensioniert?
  • Gibt es Aufheiz- oder Abkühlungsphasen, die in der Praxis gar nicht nötig wären?
  • Warten Sie Ihre Maschinen und Anlagen regelmäßig?
  • Dämmen Sie ausreichend?

Mit einer umfassenden Analyse können Sie schon einiges an Abwärme einsparen. Und der Rest? Den nutzen Sie am besten sinnvoll, je nach Ihren Anforderungen.

Setzen Sie den Energiegewinn aus Brennwerttechnik sinnvoll ein

Das Praktische an der Brennwerttechnik ist: Sie können die Abwärme auf vielfältige Weise für mehr Energieeffizienz im Unternehmen nutzen. „Hybrid heizen“ lautet hier ein wichtiges Stichwort. Denn Abwärme kann eine große Rolle bei der Warmwasseraufbereitung oder dem Beheizen von Räumen spielen. Während sich diese Variante der Abwärmenutzung schon in vielen Privathaushalten etabliert hat, wird sie noch lange nicht überall bei der Beheizung von Hallengebäuden eingesetzt. Dabei steht gerade dieses Gebäudesegment schon wegen seiner Raumdimensionen im Ruf, besonders viel Energie zu verbrauchen. Hier bieten sich hohe Einsparpotenziale. Im industriellen Bereich kann die zurück gewonnene Energie beispielsweise für Brauchwasser oder zur warmwasserbasierten (hybriden) Beheizung verwendet werden. Oft ist dies sinnvoll für Büro- oder Sozialräume, die typischerweise an Hallen angeschlossen sind. Im Sportbereich wird das Warmwasser gerne im Sanitärbereich, insbesondere für die Duschräume verwendet. Warmluft kann – wo sinnvoll – ggf. über Warmluftgebläse ergänzend zur energieeffizienten Infrarotbeheizung eingesetzt werden.

Bündeln Sie Ihre Energieströme für mehr Energieeffizienz

Nicht nur die Abwärme von Heizungsanlagen lässt sich nutzbar machen, auch zahlreiche weitere Wärmeströme im Hallengebäude bieten interessante, effizienzsteigernde Potenziale. Nämlich dann, wenn Sie Brennwerttechnik und Heizung intelligent kombinieren. Ein Beispiel ist das Infrarotheizungssystem H.Y.B.R.I.D. des Ludwigshafener Hallenheizungsspezialisten KÜBLER. Die voll integrierte Lösung bietet viel Flexibilität bei der Integration unterschiedlicher Technologien und Energiequellen. So kann das Hybridsystem gleichzeitig mit der Heizungsabwärme auch die Energieströme aus dem Prozess (Maschinen, Kompressoren etc.) nutzbar machen. Bei einem Textilmaschinenbauer aus Nordrhein-Westfalen wurden so die Energieströme von Heizung, Härteöfen und Kompressoren zusammengeführt. Der Wärmebedarf von 1.200 m² Bürofläche kann seither vollständig durch die Restwärmenutzung abgedeckt werden.

Daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Kombinationsmöglichkeiten. Besonders interessant ist angesichts der meist großen Dachflächen bei Industriehallen, dass das übrigens mehrfach ausgezeichnete Hybridsystem (u. a. „Deutschlands nachhaltigstes Produkt“, Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2012) auch regenerative Energien wie Solarthermie integrieren kann (Stichwort: Helio.B.R.I.D.). Auch Wärmepumpen lassen sich einbinden. Zudem ist das Hybridsystem Grundlage für die Realisierung der Digitalen Hallenheizung (z. B. WÄRME 4.0), die es u. a. durch das Echtzeit-Monitoring aktueller Verbräuche ermöglicht, den Anlagenbetrieb kontinuierlich auf Ideallinie zu fahren. Die Kombination aus Brennwerttechnik und energiesparender Heizungstechnologie erlaubt es Ihnen also, auf vielfältige Weise für mehr Energieeffizienz in Ihrem Unternehmen zu sorgen.

Warum Sie gleichzeitig Ihr Unternehmen und die Klimaziele im Blick haben sollten

Nur etwa die Hälfte deutscher Unternehmen weiß um seine Abwärmepotenziale – das schreibt die dena in ihrer Publikation zur Abwärmenutzung im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz2 . Somit gehen jedes Jahr schätzungsweise 226 TWh nutzbare Wärme ungenutzt flöten. Das sind 36 % des Energieanteils des gesamten produzierenden Gewerbes. Unternehmen kostet das – ganz klar – immens viel Geld, doch gleichzeitig belastet die ungenutzte Abwärme die Umwelt. Rund 60 Mio. t des Treibhausgases CO2 verdampfen damit pro Jahr unnötig in die Atmosphäre. Unternehmen können und wollen sich das heutzutage im Hinblick auf steigende Energiekosten und Klimaschutzziele einfach nicht mehr erlauben.

Machen Sie Umweltschutz zu Ihrer Wirtschaftlichkeitsmaßnahme

Dass die Abwärmenutzung mit Brennwerttechnik nahezu ohne zusätzliche Verbrauchskosten geschieht, dürfte viele Hallenbetreiber sehr interessieren. Insgesamt können durch die integrierte KÜBLER Restwärmenutzung im Hybridsystem bis zu 15 Prozent Wärme zurück gewonnen und nutzbar gemacht werden. Thomas Kübler, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der KÜBLER GmbH Energiesparende Hallenheizungen: „Diese Zahl zusätzlich zu unseren ohnehin extrem energieeffizienten Infrarotsystemen markiert einen Quantensprung in der wirtschaftlichen und umweltschonenden Hallenbeheizung. Im Gesamtsytem lassen sich bis zu 70 Prozent* Energieeinsparung realisieren.“

* Im Vgl. zu konventionellen Technologien

So zahlt sich die Kombi aus Brennwerttechnik und IR-Heizung in der Praxis aus

Wie sich diese Werte konkret für Hallenbetreiber auszahlen, zeigen Beispiele aus der Praxis. Um rund 65 % wurden die CO2-Emissionen durch die Heizungsmodernisierung mit dem KÜBLER System H.Y.B.R.I.D. in einer Fertigungshalle der Firmengruppe AZO in Osterburken reduziert. Konkret von ca. 226.400 kg p. a. auf jährlich ca. 79.800 kg. Mehr Energieeffizienz stand auch im Mittelpunkt bei Reiners + Fürst. Ebenfalls rund 65 % hoch waren die Energieeinsparungen, die der Textilmaschinenbauer bei der energetischen Sanierung seiner Produktions- und Lagerflächen realisieren konnte. Die Einsparungen belaufen sich hier konkret auf rund 46.5000 Euro und 299 t CO2-Emissionen pro Jahr. Übrigens: Reiners + Fürst wurde für die Sanierung der Hallenheizung und die Integration von Restwärmenutzung bei Hallenheizung, Druckluft und Härteofen im System H.Y.B.R.I.D. 2014 mit dem 1. Platz beim Energy Masters Award in der Kategorie Gebäude ausgezeichnet.

Unterm Strich: Hybrides Heizen mit Brennwerttechnik lohnt sich – besonders in finanzieller Hinsicht!

Wer weniger Energie zur Wärmeerzeugung beziehen muss, spart bares Geld. Das ist glasklar. Wie sich das konkret in Zahlen ausdrückt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa:

  • Art und Größe Ihres Unternehmens
  • Das zu beheizende Volumen
  • Die Anzahl der Prozesse, die Abwärme erzeugen
  • Der Heizung, die Sie einsetzen

Fazit: Optimierungspotenziale finden sich an den verschiedensten Stellen

Hallenmodernisierung, ordentliche Dämmung, hocheffiziente Heizsysteme und eben auch die Brennwerttechnik und andere Möglichkeiten der zeitgemäßen Abwärmenutzung: Es gibt viele Wege, die Energieeffizienz Ihres Betriebs zu steigern und Kosten zu senken. Kontaktieren Sie uns gerne und lassen Sie uns besprechen, wie Sie die Abwärme aus Ihren Heiz- und Produktionsprozessen sinnvoll weiterverwenden können, anstatt sie ungenutzt durch den Schornstein zu entsorgen.

1 Weblink: https://www.dena.de/themen-projekte/energieeffizienz/

2 Vgl. 1445_Broschuere_Abwaermenutzung.pdf (dena.de)


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KÜBLER zum Deutschen Innovationpreis für Klima und Umwelt 2022 nominiert

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz würdigt mit dem IKU – dem Deutschen Innovationpreis für Klima und Umwelt – seit vielen Jahren das Engagement von Wirtschaft und Forschung für Klima- und Umweltschutz. Zu den 21 Nominierten zählt neben vielen große Namen auch ein mittelständisches Unternehmen: Die KÜBLER GmbH aus Ludwigshafen. Spezialisiert auf die Entwicklung energiesparender Hallenheizungen und angetreten mit HeizWerk, einem smarten Lösungspaket für die Industrie. Dahinter verbirgt sich nicht weniger als ein kluges Konzept für die energetische Sanierung in Produktions-, Lager- und anderen Hallengebäuden ohne Investitionsaufwand.

HeizWerk ist der Name für ein neues, sehr wirtschaftliches und einfach umzusetzendes Dienstleistungskonzept und bedeutet auf den Punkt gebracht: „Hallen-Wärme mieten“. Damit bietet sich Betreibern von Hallengebäuden erstmals eine Alternative zur Investition in moderne, energiesparende Hallenheizungstechnik. Denn der große Vorteil ist: Für den Nutzer entstehen keine Investitionskosten, kein Abschreibungsaufwand und auch kein nennenswerter personeller und zeitlicher Aufwand. HeizWerk ist deshalb gerade dort attraktiv, wo der Sanierungsbedarf zwar erkannt ist, aber Budgets aus unterschiedlichen Gründen nicht freigegeben werden. Dies gilt für den Neubau wie für die Modernisierung von Bestandsgebäuden in Gewerbe, Industrie, Veranstaltung, Sport und in vielen anderen Hallengebäuden.

„In HeizWerk bündeln wir unsere effizientesten, mit fünf Patenten innovativsten, voll digitalisierten und vernetzten Heizungssysteme“, so Thomas Kübler, Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens. Das Leistungsportfolio umfasst neben der Heizungstechnologie selbst und der Digitalsteuerung auch das Engineering, die Installation, Wartung und Instandhaltung sowie den Betrieb und das permanente Monitoring der Heizungsanlage.

Die Effizienz im Zusammenspiel der KÜBLER Technologien ist so hoch, dass Energieeinsparungen zwischen 30 bis 70 Prozent erreicht werden und diese nicht nur die Anlagenmiete bezahlen, sondern noch für ein deutliches Plus in der Kasse sorgen. Unter dem Strich in Höhe i. d. R. von 10 bis 25 Prozent, verglichen mit den bisherigen Heizkosten. Die Verbrauchskosten werden durch die Modernisierung also so stark gesenkt, dass sie trotz Mietzins unter dem bisherigen Aufwand liegen.

„HeizWerk ist ein wichtiger Hebel, mit dem wir zum Erreichen der Klimaziele beitragen wollen“, sagt Thomas Kübler. Schließlich macht es das Energiesparen im Hallensektor attraktiver. Denn trotz des hohen Sanierungsbedarfs von Gebäuden und Anlagentechnik im Bereich Nichtwohngebäude, werden Investitionen gescheut. In der Praxis fließen die Gelder primär in Produktionsprozesse oder werden gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten – wie aktuell die Pandemie – zurückgehalten. Zudem ist eine Investition steuerlich wenig attraktiv, da die Abschreibung den Unternehmensgewinn senkt und damit dem Auftrag des Managements entgegensteht. Es kommt zu einem Sanierungsstau. HeizWerk macht den Einsatz energieeffizienter Heiztechnologien in Neubau und Sanierung für viele Unternehmen überhaupt erst realisierbar. Dann, wenn z. B. Hallengebäude angemietet sind, kein Budget vorhanden ist oder die Investition aus anderen Gründen nicht attraktiv erscheint, z. B. wegen kurzfristiger Ergebnis- und Finanzziele.

KÜBLER hat sich seit über 30 Jahren auf Effizienztechnologien spezialisiert und gilt als Innovationsführer für die wirtschaftliche und umweltschonende Beheizung von Gebäuden mit Raumhöhen ab vier Metern. Das mittelständische Unternehmen aus Ludwigshafen baut dabei konsequent auf die Weiterentwicklung der Infrarottechnik als das sinnvollste Wärmeprinzip für Hallen. Mit seinen Innovationsleistungen setzt KÜBLER immer wieder die Benchmarks in der Branche und wird regelmäßig ausgezeichnet. Beispiele sind der Deutsche Nachhaltigkeitspreis, der Innovationspreis Rheinland-Pfalz oder jüngst als Hidden Champion in der Pfalz.
Das Mietmodell löst viele Probleme für Hallenbetreiber auf einen Streich und ist auch im Rahmen der Klimapolitik hoch attraktiv. HeizWerk erlaubt es, ohne eigene Investitionskosten auch unter schwierigen Gebäudebedingungen höchste Energieeffizienz ertragsreich zu realisieren. Unterstrichen wird dies u. a. durch Kundenstimmen.

Hans Fuhrmann, Direktor Produktion bei der Dexion Gonvarri Material Handling:

„Die Lösung von KÜBLER ist ein tolles Angebot für Unternehmen, die große Investitionen vermeiden und trotzdem von moderner Heiztechnologie profitieren wollen. […] Die Modernisierung der alten Heizungsanlage hätten wir ohne das Mietmodell niemals in die Hände genommen.“

„Die hochrangig besetzte Jury unter Leitung von Prof. Ottmar Edenhofer (unter anderem Direktor und Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)) traf ihre Entscheidungen auf Basis wissenschaftlicher Bewertungen durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung.“ 1 Insgesamt 150 Bewerbungen wurden geprüft, nur 21 Innovationen wurden nominiert. Der Deutsche Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) wird aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert und wurde für 2022 zum 8. Mal ausgeschrieben.

„Die vielen Einreichungen zeigen das enorme Potenzial in den Bereichen Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft oder Ressourcenschonung, das mit guten Ideen noch gehoben werden kann!“, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz Oliver Krischer. „Es freut mich zu sehen, dass immer mehr Unternehmen bereit sind, ihren Beitrag für Klima und Umwelt zu leisten. Der IKU lenkt seit vielen Jahren die Aufmerksamkeit auf Technologien, Produkte und Dienstleistungen, die einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigem Wirtschaften leisten können.“

1 Pressemitteilung des BMWI „21 Projekte für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt von Jury nominiert“, Berlin, 17. Januar 2022. Weblink: https://www.bmwi.de/SiteGlobals/BMWI/Forms/Listen/Medienraum/Medienraum_Formular.html?resourceId=184318&input_=184194&pageLocale=de&templateQueryStringListen=&to=&from=&documentType_=PressRelea-se&documentType_.GROUP=1&cl2Categories_LeadKeyword=&cl2Categories_LeadKeyword.GROUP=1&selectSort=&selectSort.GROUP=1&selectTimePeriod=&selectTimePeriod.GROUP=1#form-184318


modernes Heizungssteuerungssystem zur Maximierung der Energieeffizienz im Vordergrund, im Hintergrund befindet sich eine Halle.

Wie Sie Ihre Hallenheizung in der Weihnachtpause regeln – und wie Sie damit steigenden Energiepreisen clever begegnen

Weihnachten steht wieder einmal überraschend schnell vor der Tür – und leider auch die eine oder andere Herausforderung. Angefangen von 3G und 2G plus bis zu den nächsten Erhöhungen der Energiepreise. Herzlichen Glückwunsch, wenn Sie Ihre Hallenheizung bereits auf ein sparsames System von KÜBLER umgestellt haben. In mehrfacher Hinsicht ist dies eine wirklich gute Entscheidung.

Was die Preise für Gas und für Öl angeht: sie haben sich in den letzten Monaten gut verdoppelt. Und auch der Strompreis wurde auf ein neues Rekordniveau angehoben. Wir haben unseren Geschäftspartnern die neuen Konditionen mit Wirkung zum Jahreswechsel angekündigt. Aber natürlich kann es sein, dass bei Ihnen die neuen Preise bereits voll durchschlagen.

Umso wichtiger wird das Einsparen von Energie. Hier drei wichtige Experten-Tipps für Sie:

  1. Schauen Sie sich die Betriebszeiten der Hallenheizungen genau an und überprüfen Sie, ob die Schichtzeiten noch mit den Heizzeiten synchron sind. Jede Heizstunde, die Sie im Normalbetrieb einsparen können, wird bei den hohen Preisen wirklich belohnt.
  2. Klären Sie frühzeitig den Urlaubsbetrieb in der Festzeit und nutzen Sie die Einstellung „Urlaubsbetrieb“ Ihrer Steuerung. Sie können Ihre Heizungsanlage während der Weihnachtspause auf 8 °C runter regeln, sofern dies Ihre Rahmenbedingungen zulassen. Diese Temperatur reicht aus, damit der Gebäudekörper nicht vollständig auskühlt und sich die Betriebstemperatur bei Bedarf schnell wieder erreichen lässt. Die Einstellungen für Weihnachten und die anderen Feiertage können Sie bereits jetzt schon vornehmen.
  3. Schalten Sie am Wochenende vor Arbeitsbeginn zurück auf Normalbetrieb. Die Anlage wird entsprechend Ihrer Einstellungen auf Absenktemperatur fahren und  am Montag den Normalbetrieb wiederaufnehmen.

Je nach Größe Ihrer Anlage spart Ihnen die Temperaturabsenkung einige Tausend Euro. Eine Summe, die sich sicherlich im kommenden Geschäftsjahr gut einplanen lässt. Vielleicht sogar, um gemeinsam mit Ihren Mitarbeiter:innen zu feiern und fröhlich auf das neue Jahr anzustoßen?

Sollten Sie Hilfe bei der Einstellung brauchen und Fragen dazu haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Und auch wenn Sie mehr über die Temperaturabsenkung und die Möglichkeiten moderner Heizungsregelung erfahren möchten, nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit und kommen Sie gut in ein glückliches und gesundes 2022!


Weltkugel, die von einer Hand gehalten wird. Im Hintergrund sieht man den Himmel und eine Stadt.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität – was Sie über die Hallenheizung der Zukunft wissen sollten

Ob in der Industrie oder im privaten Wohnungsbau – wer sich heute für eine Heizung bzw. Hallenheizung der Zukunft entscheidet, steht vor jeder Menge Fragezeichen. Welche Energieszenarien werden die Zukunft tatsächlich bestimmen? Welche Technologien werden dann relevant? Lohnt es sich noch, in fossil betriebene Systeme zu investieren? Was sagt die Ampel? Und was ist unter Berücksichtigung all dieser Fragestellungen langfristig die funktional und wirtschaftlich beste heiztechnische Lösung für das Hallengebäude?

Dass etwas passieren muss, um den menschengemachten Klimawandel unter Kontrolle zu bekommen, zweifelt wohl kaum jemand noch an. Das ambitionierte Ziel im novellierten Klimaschutzgesetz heißt daher: Nicht 2050, sondern 2045 bereits will Deutschland Klimaneutralität erreichen. Das bedeutet, sämtliche Treibhausgas (THG)-Emissionen von der Stromerzeugung über die Industrie bis hin zu Gebäuden, Verkehr und Landwirtschaft sollen so weit wie möglich reduziert werden. Nicht vermeidbare Emissionen sollen durch Treibhausgas-Senken ausgeglichen werden. Um das zu erreichen, legt das Klimaschutzgesetz ein konkretes Zwischenziel für die THG-Emissionsminderung bis 2030 fest, nämlich um mindestens 65 % gegenüber 1990. Das Ziel ist soweit also klar.
Aber der Weg dahin? Der wirft jede Menge Fragen auf und sorgt für große Verunsicherung. Besonders bei all jenen, die über Investitionen entscheiden sollen, die weit in die Zukunft reichen. Ein Beispiel für solche Investitionen sind industriell genutzte Hallenheizungen mit einem Lebenszyklus von 15 Jahren und mehr.

Endlich mehr Klarheit auf dem Weg zur Klimaneutralität

Am 11. Oktober 2021 wurde der Report des Kopernikus-Projekts Ariadne1) veröffentlicht, eine Studie von mehr als 50 Forschenden aus 10 Instituten, die verschiedene Transformationsszenarien zur Klimaneutralität beleuchtet und bewertet haben. Damit liegt erstmals ein umfassender und detaillierter Modellvergleich mit robusten Erkenntnissen zu Transformationspfaden, Spielräumen und Engpässen vor. Folgende zentrale Einsichten lassen sich über alle Szenarien und Modelle hinweg ableiten:

  1.  Die zentralen Energieträger in einem klimaneutralen Energiesystem sind hauptsächlich erneuerbarer Strom, grüner Wasserstoff und grüne E-Fuels sowie nachhaltig erzeugte Biomasse.
  2.  Eine zunehmend erneuerbare Stromversorgung ist die tragende Säule der weiteren Dekarbonisierung des Energiesystems.
  3.  Allein die Steigerung der Energieeffizienz führt in den Zielszenarien bis 2045 zu einem Rückgang des Endenergieverbrauchs um 34-59 % gegenüber 2019.
    Und klar ist auch, so der letzte Punkt: Die Klimaschutz-Ziele für 2030 und 2045 sind extrem herausfordernd und können nur mit massiven Investitionen, zusätzlichen politischen Maßnahmen und Infrastrukturaufbau in allen Sektoren erreicht werden.

1) Quelle: Deutschland auf dem Weg zur Klimaneutralität 2045: Szenarien und Pfade im Modellvergleich. https://ariadneprojekt.de/publikation/deutschland-auf-dem-weg-zur-klimaneutralitat-2045-szenarienreport/

Hallenheizung der Zukunft – das Wichtigste aus dem Koalitionsvertrag der Ampel zusammengefasst

Seit kurzem liegt nun der Koalitionsvertrag der Ampel mit dem Titel „Mehr Fortschritt wagen“ auf dem Tisch. Trotz konstruktivem Zukunftsgeist birgt er noch jede Menge Unsicherheiten, so die DIHK in ihrer ersten vorläufigen Gesamtbewertung2). Dennoch zeichnet sich jetzt mehr Klarheit ab, wie der Weg zur Klimaneutralität gestaltet werden kann. Relevant für Investitionen in energieintensive Technologien wie Hallenheizungen sind vor allem die Kernaussagen im Koalitionsvertrag. Wir haben sie für Sie mit Bezug auf Seite und Absatz des Koalitionsvertrags zusammengefasst:

S. 27 – Kapitel „Wirtschaft“ Stichwort „Industrie“

  • Wir setzen uns für die Gründung einer Europäischen Union für grünen Wasserstoff ein.
  • Dazu wollen wir […] Investitionen in den Aufbau einer Wasserstoffnetzinfrastruktur finanziell fördern.
  • So wollen wir bis 2030 Leitmarkt für Wasserstofftechnologien werden.
  • […] für eine Initiative zur Gründung eines für alle Staaten offenen internationalen Klimaclubs mit einem einheitlichen CO2-Mindestpreis und einem gemeinsamen CO2-Grenzausgleich.

S. 59f – Kapitel „Klima, Energie, Transformation“ Stichwort: „Gas und Wasserstoff“

  • Eine Energieinfrastruktur für erneuerbaren Strom und Wasserstoff ist eine Voraussetzung für die europäische Handlungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit im 21. Jahrhundert.
  • Wir beschleunigen den massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien und die Errichtung moderner Gaskraftwerke, um den im Laufe der nächsten Jahre steigenden Strom- und Energiebedarf zu wettbewerbsfähigen Preisen zu decken.
  • Die bis zur Versorgungssicherheit durch Erneuerbare Energien notwendigen Gaskraftwerke müssen so gebaut werden, dass sie auf klimaneutrale Gase (H2-ready) umgestellt werden können.
  • Erdgas ist für eine Übergangszeit unverzichtbar.
  • Wir wollen den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffwirtschaft und die dafür notwendige Import- und Transportinfrastruktur möglichst schnell vorantreiben.

S. 60 – Kapitel „Klima, Energie, Transformation“ Stichwort: „Netze“

  • Strom- und Wasserstoffnetze sind das Rückgrat des Energiesystems der Zukunft

S. 90 – Kapitel „Bauen und Wohnen“ Stichwort: „Klimaschutz im Gebäudebereich“

  • [Wir] ändern das Gebäudeenergiegesetz (GEG) wie folgt: Zum 1. Januar 2025 soll jede neu eingebaute Heizung auf der Basis von 65 Prozent erneuerbarer Energien betrieben werden3).
  • Im GEG werden die Neubau-Standards zum 1. Januar 2025 an den KfW-EH 40 angeglichen.
  • Daneben können im Rahmen der Innovationsklausel gleichwertige, dem Ziel der THG-Emissionsreduzierung folgende Maßnahmen eingesetzt werden.
  • Wir setzen auf passgenaue und technologieoffene Maßnahmen […]
  • Die Förderprogramme werden wir den Zielen und Bedarfen entsprechend weiterentwickeln und umschichten.

Zusammengefasst bedeutet dies: Grüner Strom und grünes Gas (Wasserstoff) sind die Energieträger auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dabei wird die Bedeutung von Erdgas als Brückentechnologie bestätigt – der kohlestoffärmste fossile Energieträger wird auch weiterhin einsetzbar sein. Und auch dies wird betont: Neben regenerativen Energien sind gleichwertige, dem Ziel der THG-Emissionsreduzierung folgende Maßnahmen, wie z. B. die Steigerung der Energieeffizienz, anerkannt.

2) Ampel-Koalitionsvertrag im Bund 2021. Erste, vorläufige Gesamtbewertung © Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V. (DIHK) | Berlin | Brüssel, Stand: November 2021
3) Dezentral beheizte Hallen(zonen) mit Raumhöhe > 4 m sind von der Nutzungspflicht erneuerbarer Energien zur Deckung des Wärme- und Kälteenergiebedarfs ausgenommen (GEG).

Hoch effizient und flexibel: Dezentrale gasbetriebene Hallenheizungen flankieren den Weg in die Klimaneutralität

Diese Aussagen geben Klarheit darüber, dass erdgasbetriebene dezentrale Infrarot-Hallenheizungen auf längere Sicht der Golden-Standard in der Hallenbeheizung bleiben werden. Dafür gibt es gute Gründe, denn die speziell für die bauphysikalischen Bedingungen von Hallengebäuden entwickelten Heizungssysteme sind bei Raumhöhen > 4 m in puncto Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit den meisten technischen Alternativen deutlich überlegen. Aufgrund ihrer hohen Energieausbeute und sehr geringen peripheren Verlusten realisieren Infrarotheizungs-Technologien Typ Dunkelstrahler wie die von KÜBLER Energieeinsparungen zwischen 30 und 70 Prozent. Sie können bereits heute die Anforderungen der Klimaziele von 2030 erfüllen. Hinzu kommen die relativ geringen Investitionskosten. Und übrigens lassen sich die Highefficiency-Technologien des Ludwigshafener Hallenheizungsspezialisten bereits heute mit Biogas4) betreiben und sind H2-ready. Das bedeutet: sobald Ihnen Wasserstoff zur Verfügung steht, können Sie diesen mit einem zuverlässigen Anteil von 20 Vol.-% (und zunehmend mehr) problemlos beimischen.
Auch durch ihre Flexibilität überzeugen Hallenheizungen des Typs Dunkelstrahler bei der Beheizung von Produktions-, Lager- und anderen Hallengebäuden. Die dezentralen gasbetriebenen Lösungen haben im Vergleich zu warmwasserbasierten Technologien extrem kurze Aufheiz- bzw. Abschaltzeiten. Ihre Hallenheizung kann damit unmittelbar auf zusätzlich notwendige Schichtbetriebe oder auch auf Änderungen der Außentemperatur reagieren – Sie heizen also nicht dem Wetter von gestern hinterher. Weil die Geräte nur geringen Platzbedarf unter der Decke haben, bleibt dort genügend Nutzungsfreiraum. Und auch Ihr Hallenboden lässt Ihnen – anders als bei Fußbodenheizungen – die volle Flexibilität, z. B. für Änderungen der Maschinenaufstellung.

4) Aufbereitet auf Erdgasqualität

Wie sieht die Hallenheizung der Zukunft aus?

Die Energieträger der Zukunft heißen erneuerbarer Strom und grüner Wasserstoff. Was bedeutet dies für die Technologiefrage? Beim Innovationsführer für Energiesparende Hallenheizungen KÜBLER sieht man hier im Wesentlichen diese Optionen. Erstens: Die Hallenheizung der Zukunft wird aufgrund ihrer hohen Effizienz auf lange Sicht weiterhin erd- bzw. flüssiggasbasiert funktionieren. Zweitens: Den fossilen Gasen wird ein zunehmend steigender Anteil grüner Gase beigemischt – solange bis die technischen Herausforderungen der Produktion und Verteilung von Wasserstoff gelöst sind und die Systeme zu 100 % mit Wasserstoff betrieben werden. Wann genau dies sein wird, bleibt derzeit offen.


Junge Frau, die in einer Werkstatthalle steht, die mit einer Hallenheizung von KÜBLER beheizt werden soll

Werkstattheizung – worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Ob in Schlossereien, Schreinereien, Schweißereien, Autohäusern oder Bahnbetrieben – Werkstattheizungen sorgen für warme Arbeitsbedingungen in den Werkhallen, wenn’s draußen kalt wird. Aber welche Anforderungen – außer natürlich der Wärmeerzeugung – können Sie an ein modernes Heizsystem heute stellen? Und worauf müssen Sie achten, wenn sich Ihre Investition auch in vielen Jahren noch für Sie auszahlen soll?

Das Wichtigste zuerst: Die richtige Werkstattheizung sollte zu Ihren Anforderungen passen

Wenn Sie in Suchmaschinen nach Werkstattheizung suchen, bekommen Sie eine Vielzahl von Technologien genannt. Heizlüfter, Heizkanonen, Elektroheizungen und Standheizstrahler zählen dazu ebenso wie Infrarotheizungen. Bevor Sie sich jedoch genauer mit den Technologien befassen, sollten Sie sich erst einmal über Ihre Anforderungen im Klaren sein. Die folgenden Fragen können Ihnen hierbei behilflich sein:

Gebäude

  • Welche Höhe, Länge und Breite hat das Hallengebäude?
  • Wie ist der Dämmzustand?
  • Wie ist die Hallenatmosphäre (z. B. staubig, feucht, zugig)?
  • Wie viele Fenster und Tore hat die Halle?
  • Gibt es angrenzende Büroräume

Nutzungsprofil

  • Wie wird die Halle genutzt?
  • Zu welchen Zeiten – gibt es Arbeitsschichten?
  • Gibt es verschiedene Nutzungszonen?

Energieträger

  • Welche Energieträger stehen zur Verfügung?

Weitere Anforderungen

  • Welche Ziele möchten Sie mit der Heizung erreichen?
    - Wirtschaftlichkeit
    - Hohen Wärmekomfort
    - Flexibilität
    - Zukunftssicherheit
    - andere?

Haben Sie diese Fragen erst einmal für sich beantwortet, kommen einige Heizungssysteme vielleicht schon gar nicht mehr in Frage und die Auswahl wird für Sie überschaubarer. Auf jeden Fall können Sie Ihrem Heizungsbauer ein klares Anforderungsprofil übergeben, anhand dessen er Ihnen die passende Heizung für Ihre Werkstatt empfehlen kann.

Bringen Sie ein sauberes und zugfreies Arbeitsklima in die Werkstatt

Gerade bei staubintensiven Arbeiten, wie sie z. B. oft in Schreinereien anfallen, sollten Sie darauf achten, dass Ihre neue Werkstattheizung nicht auch noch zusätzlich zur Luftbelastung beiträgt. Aber auch in anderen Werkstattbetrieben sind saubere Luft und ein zugfreies Raumklima wichtig, alleine schon damit sich Ihre Mitarbeiter wohlfühlen und produktiv arbeiten können. Sie sollten sich also für ein System entscheiden, dass möglichst keine Zugerscheinungen auslöst, die Staub aufwirbeln könnten. Gerade hier haben sich Infrarotheizungen vom Typ Dunkelstrahler besonders bewährt, denn sie wärmen – ähnlich wie das natürliche Wärmeprinzip der Sonne – durch Infrarotstrahlen und eben nicht durch erhitzte Luft. Und sie haben noch einen weiteren entscheidenden Vorteil für ein gutes Raumklima, denn sie verfügen über eine direkte Abgasführung, d. h. die Abwärme wird kontrolliert nach außen geführt, ohne die Hallenatmosphäre zu belasten.

Achten Sie bei der Werkstattheizung auf hohe Energieeffizienz – dann profitieren die Umwelt & Ihr Bankkonto

Gerade im Wärmesektor stellt die Gesetzgebung immer höhere Anforderungen an die eingesetzten Technologien. Aber auch Ihnen persönlich ist es sicherlich wichtig, den teuren Ressourceneinsatz so gering wie möglich zu halten. Achten Sie deshalb besonders auf die Verbrauchswerte Ihrer neuen Werkstattheizung. Über den Lebenszyklus betrachtet kommt ein hoher Energieverbrauch nämlich nicht nur der Umwelt teuer zu stehen, sie belastet auch unnötig ihr Budget. Speziell für die Hallenbeheizung entwickelte Infrarotsysteme liegen im Verbrauch i. d. R. prinzipiell 30 – 40 % niedriger als bei konventionellen Warmluftanlagen. Zur Wirtschaftlichkeit der Heizung in Ihrer Werkstatt tragen aber auch diese Faktoren ganz entscheidend bei:

  1. die genaue Auslegung der Heizungsanlage am Nutzungsprofil (s. o.)
  2. eine kontrollierte direkte Abgasführung
  3. die Einbindung weiterer Energien wie z. B. Restwärme und
  4. eine gute und transparente Steuerung

Profitieren Sie von den Möglichkeiten intelligenter Steuerungssysteme

Moderne Heizungsanlagen lassen sich heute bedarfsgerecht und flexibel steuern. So können Sie beispielsweise Produktionsbereiche und Lagerflächen in der Werkstatt als unterschiedliche Heizzonen definieren und einzeln beheizen. Mit Dunkelstrahlern können Sie Lagerbereiche in Ihrer Halle niedriger temperieren als die Produktion – damit lässt sich einiges an Energiekosten einsparen. Auch Schwankungen der Außentemperatur, Tag- und Nachtzyklen, Zusatzschichten oder Feiertage können mit intelligenten Steuerungssystemen abgebildet und der Heizbetrieb entsprechend optimiert werden. Über das Display oder über PC erhalten Sie als Nutzer jederzeit Einblick in Performance und wichtige Parameter der Anlage, wie Betriebszeit oder Energieverbräuche. Smarte Zusatzmodule sorgen automatisch dafür, dass im Bereich geöffneter Werkstatttore die Energie nicht unnötig verheizt wird. Gerade in Kfz-Werkstätten mit hohem Luftwechsel kann das sehr lukrativ sein. Steuerungssysteme sind heute wichtig, um den Betrieb von Werkstattheizungen so optimal wie möglich zu fahren – sie helfen ganz entscheidend dabei Energie, CO2 und Energiekosten einzusparen.

Planen Sie bei Ihrer Werkstattheizung zukünftige Veränderungen ein

Werkstattheizungen sind eine Investition in die Zukunft. Vorausgesetzt, Sie haben sich für ein Qualitätsprodukt entschieden. Dann kann der Lebenszyklus schon mal 20 Jahre betragen. In dieser Zeit kann viel passieren. Deshalb ist es wichtig, dass Ihnen Ihre neue Werkstattheizung möglichst viele Optionen offen lässt. Dazu zählen so wichtige Punkte wie:

  • die Flexibilität, Ihre Heizung jederzeit umzuhängen, zu erweitern oder fernzusteuern
  • die Decke möglichst offenzuhalten, z. B. für Krane oder Beleuchtungsänderungen
  • den Hallenboden möglichst freizuhalten, z. B. für Änderungen der Maschineninstallationen
  • Schrittweise mehr regenerative Energieträger (z. B. grüne Gase) nutzen, sobald sie zur Verfügung stehen

Gerade der letzten Punkt muss gut bedacht sein, denn ein Kompromiss zwischen Klimaauflagen und Nutzungsprofil kann Sie teuer zu stehen kommen. Technologien, die ausschließlich regenerative Energien nutzen sind immer warmwasserbasiert und daher relativ träge. Wenn Ihre Werkstattheizung schnell und flexibel steuerbar sein soll, empfehlen sich gasbefeuerte Infrarotheizungstechnologien. Abgesehen davon, dass sie i. d. R. mit Biogas betrieben werden können, wird auch Methan u. a. durch Beimischungen von Wasserstoff H2 zunehmend zum grünen Energieträger.