Hallengebäude sind eine Welt für sich. Besonders im Winter. Denn die hohen Räume stellen eine echte Herausforderung dar für alle, die dort für ein möglichst angenehmes Arbeitsklima sorgen möchten. Doch es gibt Lösungen – zum Beispiel die Infrarot-Hallenheizung. Aber fangen wir mit der Frage an: Was heißt angenehmes Raumklima überhaupt? Und welche Faktoren sind dafür entscheidend?

Dazu gibt es verschiedene Darstellungen, die im Grunde auf diese vier Faktoren hinauslaufen:

  • Temperatur
  • Luftfeuchtigkeit
  • Luftbewegung
  • Luftqualität

Während die Temperatur in starkem Maß abhängig von der Art der Tätigkeit ist (18 °C Empfindungstemperatur sind bei körperlicher Arbeit ausreichend, im Sitzen sind mindestens 20 °C nötig) ist man sich bei den Faktoren Luftfeuchtigkeit, -bewegung und -qualität einig. 40 – 60 % Luftfeuchtigkeit, eine Luftbewegung von höchstens 0,15 m/s (bei 21 °C) und ein Sauerstoffgehalt von 21 % sind Richtwerte, die von den meisten als angenehmen empfunden werden.

Das richtige Raumklima beeinflusst die Produktivität Ihrer Mitarbeiter

Dass sich ein schlechtes Raumklima negativ auf die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit Ihrer Mitarbeiter auswirkt, ist erwiesen. Sie merken es spätestens, wenn Beschwerden eingehen oder der Krankenstand ansteigt. Neben vielen anderen Stellen hat sich die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua) damit beschäftigt und schreibt dazu in einem 2016 veröffentlichten Bericht:

„Geringe Abweichungen vom „Klimaoptimum“ führen zunächst zu Befindlichkeitsstörungen, Beschwerden über das Klima (zu warm, zu kalt, es zieht) sind die Folge. Verstärken sich diese Effekte und kommt noch Klimamonotonie oder das Unvermögen, das Klima selbst beeinflussen zu können, hinzu, kann das zu einem hohen Maß an Unzufriedenheit, Stress und psychischen Beanspruchungen führen; Motivation und Zufriedenheit mit der eigenen Arbeit sinken. Letztlich nimmt die Anstrengungsbereitschaft ab, die Beschäftigten fühlen sich weniger leistungsfähig und es können objektiv messbare Produktivitätseinbußen und erhöhte Fehlerraten auftreten.“ 

Problem 1: Hallengebäude sind eine echte Herausforderung für das Arbeitsklima

In Büroräumen ist es noch relativ einfach, das Raumklima positiv zu beeinflussen. Produktionshallen dagegen stellen die Verantwortlichen vor ganz andere Herausforderungen. Denn das Unternehmensziel „Gutes Arbeitsklima“ bekommt hier gleich von verschiedenen Richtungen aus Gegenwind:

  • Große Deckenhöhen von 4, 10 und mehr Metern
  • Lange Toröffnungszeiten
  • Verschiedene Arbeitsbereiche und Hallenzonen
  • Unterschiedliche Gebäudegrundrisse und -aufteilungen
  • Dynamische Temperaturanforderungen
  • Unzureichende Dämmung, insbes. alter Hallen
  • Hoher Druck zur Betriebskostensenkung

Alleine schon den Wohlfühlfaktor Temperatur in einem solchen Gebäude auf angenehmem Niveau zu halten, ist alles andere als trivial. Insbesondere weil eine gute und gleichmäßige Beheizung auch vor dem Hintergrund der Energieeffizienz betrachtet werden muss. Von Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung und Luftqualität ganz zu schweigen.

Problem 2: Nicht jede Heizung trägt auch zu einem guten Raumklima bei

Zur Hallenbeheizung werden die unterschiedlichsten Technologien genutzt. Nicht immer mit dem gewünschten Ergebnis was Funktionalität, Wärmekomfort und Wirtschaftlichkeit betrifft. Sie unterscheiden sich nach Art des Energieträgers (Heizöl, Gas, Holz, Strom, Sonne) und nach Art der Bereitstellung: zentral oder dezentral. Dezentral beheizte Systeme sind heute in vielen Anwendungsbereichen die Technologie der Wahl. Dabei nehmen insbesondere gasbetriebene Infrarot-Hallenheizungen des Typs Dunkelstrahler eine herausragende Rolle ein, weil sie speziell für die Beheizung hoher Räume zugeschnitten sind und dort wichtige Vorteile bieten.

Keine heiße Luft: Warum Infrarot-Hallenheizungen so gut für das (Raum-) Klima sind

Infrarot-Hallenheizungen sind Strahlungsheizungen. Diese Heizungssysteme übertragen Wärme, indem sie Infrarotstrahlung emittieren. Sobald die Strahlen auf Körper oder Objekte treffen, werden sie in Wärme umgewandelt. Damit ähnelt die Wirkung von Infrarot-Hallenheizungen dem Wärmeprinzip der Sonne, die nicht die Luft, sondern unmittelbar Menschen, Raumfassung, Maschinen und andere Gegenstände in der Halle erwärmt. Das hat in hohen Räumen einen entscheidenden Vorteil: denn wo keine Luft erwärmt wird, kann auch keine Warmluft hoch unter das Hallendach steigen und dort – außerhalb des Arbeitsbereiches – ungenutzte Warmluftpolster bilden. Infrarot-Hallenheizungen sind speziell dafür gemacht, Wärme gleichmäßig in den Nutzungsbereich zu bringen. Und sonst nirgendwohin. Das ist übrigens auch der entscheidende Grund, warum diese Systeme so energiesparend und damit so wirtschaftlich und umweltfreundlich sind.

Infrarot-Hallenheizungen können mehr als gleichmäßig wärmen

Doch die gleichmäßige gezielte Temperaturführung ist nicht der einzige Grund, warum Infrarot-Hallenheizungen für ein angenehmes Raumklima sorgen. Wichtig ist auch: Weil keine Warmluft entsteht, verursachen diese Systeme keine unangenehmen Zugerscheinungen. Und wo keine Zugluft ist, gibt es keine Staubaufwirbelungen, die die Luftqualität belasten könnten. Staub ist fast überall – daher ist dies ein wichtiger Pluspunkt für das Wohlgefühl und die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter ebenso wie für den Schutz Ihrer Produktionsmaschinen. Ein Vorteil für die Luftqualität ist auch die geschlossene Verbrennung der Infrarot-Hallenheizung in Form eines Dunkelstrahlers – und damit verbunden ihre Eigenschaft, dass Abluft gezielt nach außen abgeführt wird und nicht im Hallengebäude verbleibt. So lässt sich diese Abwärme übrigens – effizienzsteigernd – für weitere thermische Prozesse nutzen, z. B. zur Warmwasseraufbereitung (Stichwort: hybride Systeme).

Wie Sie gutes Raumklima mit einer Infrarot-Hallenheizung ganz gezielt steuern

Infrarot-Hallenheizungen wie die Technologien von KÜBLER sind heute nur noch selten einfache Stand-alone-Lösungen. Sie sind digital in Systeme eingebunden, die eine Vielzahl smarter Funktionen ermöglichen. So lassen sich in den Hallen verschiedene Nutzungsbereiche definieren, gezielt ansteuern und bedarfsgerecht temperieren (Stichwort: Zonenbeheizung). Intelligente Effizienzmodule erkennen z. B. offene Hallentore und schalten die Heizung automatisch ab bis die Tore wieder geschlossen werden. Je nach Länge der Toröffnungszeiten lassen sich so nennenswerte Energieeinsparungen erzielen. Ein- und Abschaltzeiten werden heute digital optimiert und gesamte Heizprozesse im Monitoring überwacht und für Audits z. B. nach DIN EN ISO 50001 analysiert. Ebenso lässt sich auch die Luftfeuchtigkeit regeln – das ist sinnvoll, wenn Sie z. B. korrosionsempfindliche Waren wie Coils lagern.

Mit Infrarot-Hallenheizungen lassen sich die vielfältigen klimatischen Herausforderungen von Hallengebäuden lösen – schließlich sind sie speziell für diesen besonderen Anwendungsfall entwickelt worden. Aber sie sind mehr als die Grundlage für ein gutes und produktives Arbeitsklima. Infrarot-Hallenheizungen sind heute darauf ausgelegt, ein Maximum an Energieeffizienz in Ihre Hallen zu bringen. Sie sind digitale Hochleistungslösungen, die den Energieverbrauch so niedrig halten, dass sie sich ökologisch wie ökonomisch bezahlt machen. Durch geringe CO2-Emissionen, günstige Betriebskosten und niedrige TCO (Total Costs of Ownership). Deshalb zählen sie heute zu den zentralen Bausteinen einer nachhaltigen Finanz- und Unternehmensstrategie.