„Die beste Referenz für unser Hallenheizungssystem waren wir selbst.“

Robert Zimmermann, AZO GmbH + Co. KG

Wer von der A81 Richtung Osterburken abbiegt, erfährt den Begriff „Hidden Champion“ gleich im doppelten Sinn des Wortes. Denn mitten im Odenwald versteckt liegt der Stamm- sitz der AZO Firmengruppe, eines der weltweit führenden Unternehmen in der Automation von Rohstoffen und Weltmarktführer in der Mischerbeschickung. Das familiengeführte Unternehmen plant, fertigt und montiert Maschinen und Anlagen für das Lagern, Austragen, Sieben, Fördern, Dosieren und Wiegen von Schüttgütern, pulverförmigen Komponenten, Aromen, Additiven, Kleinstmengen oder Flüssigkeiten. Mit über 920 Mitarbeitern an 9 Standorten auf allen Kontinenten erwirtschaftet das innovationsgetriebene Unternehmen rund 140 Mio. Euro Jahresumsatz.

Das Firmengelände der AZO Gruppe in Osterburken erstreckt sich über rund 60.000 m². Seit der Erschließung 1963 wurde ein Gebäudekomplex nach dem anderen errichtet. Neben den Verwaltungsgebäuden und dem hochmodernen, 2006 eingeweihten Kundencenter zählen 7 Fertigungs- und Lagerhallen dazu. 2007 fiel die Entscheidung der Geschäftsführung, die älteren Gebäudestrukturen schrittweise zu modernisieren, zu erweitern oder komplett zu ersetzen und somit fit für zukünftiges Firmenwachstum zu machen.

Projekt 1: Der Hallenneubau 2010

Die Montage- und Lagerhalle von 1963 war das erste Modernisierungsprojekt. Die Shedhalle wurde abgerissen und 2010 durch einen Neubau ersetzt. Gleich- zeitig sollten der angrenzende Silobau erweitert und die Arbeitsplätze in der Lagerhalle beheizt werden. Mit diesen Modernisierungsmaßnahmen stellte sich für AZO die Heizungsfrage: Welche Technologie kann die zeitgemäßen Anforderungen an Funktionalität, Komfort, Umweltfreundlichkeit und Effizienz für die kommenden Jahre am besten erfüllen?

Die beste Heizungslösung für den Neubau: das System H.Y.B.R.I.D. Eingesetzt wurden insgesamt 15 Geräte der Hochleistungs-Infrarotheizungsserie OPTIMA plus mit einer Gesamtleistung von 466 kWh, das Digitalsteuerungssystem R.O.S.S.Y* sowie die Restwärmenutzung O.P.U.S.X. Wegen der Belastung der Luft durch Schweißrauch im Silobau wurden die Geräte mit einer Sammelfrischluftanlage ausgestattet.

Die Aufgabe

Zunächst wollte man auf Bewährtes set- zen. Die Hallen wurden bislang zentral durch eine ölbetriebene Warmluftanlage beheizt. Andererseits sollten jedoch die hohen Energiekosten deutlich gesenkt werden. Bislang verbrannte die 900 kW starke Kesselanlage in dem Hallenkomplex rund 73.000 l Heizöl und damit rund 62.000 Euro pro Jahr. Diese Kosten sollten sich deutlich reduzieren. Neben den für Produktionshallen besonders wichtigen Faktoren Zuverlässigkeit und gleichmäßige Wärmeverteilung war eine möglichst hohe Energieeffizienz die Hauptanforderung. Schon früh kam des- halb eine ganz andere Technologie ins Gespräch: die Infrarotheizungssysteme von KÜBLER.

Die Entscheidungskriterien

Nach eingehender Prüfung der Alter- nativen erwies sich das Infrarotheizungskonzept von KÜBLER als die effizienteste und wirtschaftlichste Lösung. Neben den Vorteilen dieser Technologie

überzeugte bei AZO vor allem der zusätzliche Effizienzgewinn durch die innovative Restwärmenutzung O.P.U.S.X. Im Juli 2010 erfolgte der Auftrag an KÜBLER, die insgesamt 3.851 m² umfassenden Hallenflächen neu zu beheizen.

Projekt 2: Die Heizungsmodernisierung 2011

Das zweite Modernisierungsprojekt startete mit der Auftragsvergabe im Juni 2011. Die Fertigungshalle C 10 aus dem Jahr 1980 sollte komplett neu beheizt werden. Ein Volumen von insgesamt

6.200 m² Hallenfläche zzgl. zwei Büro- räumen. Aufgrund der guten Erfahrungen mit H.Y.B.R.I.D. im Neubauprojekt wurde das Heizkonzept überhaupt nicht mehr in Frage gestellt.

Das Heizungssystem

Mit H.Y.B.R.I.D. setzt AZO auf das Heizsystem der Zukunft. Das innovative Wärmesystem von KÜBLER ist in je- der Komponente auf ein Maximum an

Wirkungsgrad und damit auf höchste Energieeffizienz ausgelegt. Passend für die unterschiedlichen Nutzungen und Gebäudestrukturen der Hallen, wurden bei AZO fast ausschließlich Geräte der energiesparenden Hochleistungsserie OPTIMA plus eingesetzt. Sie sorgen in den Arbeits- und Lagerbereichen unabhängig von den Außentemperaturen für ein gleichmäßiges zugfreies Klima bei definierten 18° C Raumtemperatur.

15 % Restwärme genutzt

Mit O.P.U.S.X nutzt AZO ein zusätzliches Plus an Energieeffizienz. Über eine Sammelabgasführung wird die Abwärme der Infrarotheizungssysteme einem Wärmetauschersystem zugeführt und nahezu kostenlos für die Warmwasser- Heizungen im Kundencenter und in den Büroräumen genutzt. Die Heizkosten für diese Räume konnten so in den Wintermonaten um bis zu 15 % reduziert werden.

Intelligent gesteuert

Gesteuert wird die gesamte Heizungs- anlage bei AZO via PC durch das Ressourcen optimierende Steuerungssystem R.O.S.S.Y* mit Energiesparmodul SmarTec sowie Park-Off-Steuerung. Das Modul SmarTec sorgt dafür, dass die Anlage außentemperaturgesteuert erst zum spätest möglichen Zeitpunkt von Nachtabsenkung auf Tagtemperatur umstellt. Das Modul Park-off schaltet bei Verschattung durch Hallenkräne automatisch die Heizungen ab. AZO spart sich so unnötigen Energieverlust.

Jeweils zwei Heizgeräte OPTIMA plus wurden zu einer Heizzone zusammen- gefasst. AZO kann den Heizbedarf jetzt höchst flexibel auf unterschiedliche Nutzungen und Hallenbelegungen anpassen, z. B. in den Ferienzeiten. Ein- und Ausschaltzeiten sowie die Temperatur lassen sich für jede Zone punktgenau an den Bedarf anpassen. Bedient wird die gesamte Heizungsanlage inkl. Restwärmenutzung von jedem beliebigen PC aus, auf dem sich der Verantwortliche einloggt.

Rund 65 % weniger CO2 im Neubauprojekt

Ausgehend von den Verbrauchswerten der Altanlage berechnet sich die CO2- Emission vor der Modernisierungsmaßnahme auf ca. 226.400 kg pro Jahr. Das System H.Y.B.R.I.D. emittiert jährlich ca. 79.800 kg. Daraus ergibt sich eine jährliche Einsparung von ca. 65 %.

Aufgrund der guten Erfahrungen mit H.Y.B.R.I.D. war klar: Das effizienteste Wärmekonzept von KÜBLER kommt auch bei der Heizungsmodernisierung in Halle C 10 zum Einsatz. Installiert wurde eine Gesamtleistung von 582 kW, verteilt auf 15 OPTIMA plus sowie 1 Standardgerät der Serie AR. Die Warmwasserheizungen der Büroräume werden durch 2 Geräte der Restwärmenutzung O.P.U.S.X unterstützt. Ab Juli wurden die Fuhrparkhalle, der Messebau und die Ausbildungswerkstatt neu beheizt. Ingesamt 4 Geräte der Serie OPTIMA plus kamen zum Einsatz.

Eindrücke, Erfahrungen, Ergebnisse: mit AZO im Gespräch

Robert Zimmermann, geschäftsführender Gesellschafter, Harald Zimmermann, Hauptabteilungsleiter Investitionsplanung Produktion und Hartmut Eckert, Betriebsleiter, schildern ihre Eindrücke über das neue integrierte Heizungssystem H.Y.B.R.I.D. bei AZO.

War von Anfang an klar, dass Sie die Heizungstechnik wechseln würden?

Robert Zimmermann

Nein. Wir hatten bisher immer hydraulische Heizungen im Einsatz und gute Erfahrungen damit gemacht. Im Grunde wollten wir gar nicht weg davon. Deswegen waren wir uns anfangs auch sicher, dass der Hallenneubau wieder mit einem Warmluftgebläse oder alternativ mit Wärmeplatten beheizt werden würde.

Wie sind Sie auf KÜBLER aufmerksam geworden?

Harald Zimmermann

Ich hatte mich schon länger mit Alter- nativen zu unseren Warmluftheizungen beschäftigt. Der Hinweis auf die Infrarottechnik von KÜBLER kam von mehren Seiten, u. a. von unserem Heizungsbauer und von den Stadtwerken. Ich habe mir das System auf Messen angeschaut in Nürnberg und auf der ISH. Als es bei uns dann konkret wurde, haben wir natürlich das Gespräch gesucht und uns ein Konzept ausarbeiten lassen.

Warum haben Sie sich für dieses Heizkonzept entschieden?

Robert Zimmermann

Die Entscheidung für die neue Hallenheizung sollte für uns weit in die Zukunft reichen. Wir haben deshalb ein Team aus sieben Führungskräften zusammengestellt, um die verschiedenen Varianten zu bewerten. Letztendlich haben uns viele Faktoren überzeugt: Der sehr fundierte und sachverständige Eindruck, den KÜBLER hinterlassen hat. Hinzu kamen gleich mehrere Empfehlungen, u. a. durch unseren langjährigen Heizungsbauer Fischer aus Adelsheim, durch die Stadtwerke Buchen und schließlich durch Sanitärtechnik Friedlein aus Adelsheim.

Hartmut Eckert

Entscheidend war dann der Besuch bei dem Metallbearbeitungsunternehmen KWM Weisshaar in Mosbach. Man muss die Sache einfach erlebt haben, wie so etwas funktioniert und sich anfühlt. Der Besuch bei Weisshaar hat unsere letzte Unsicherheit weggewischt. Und schließlich bot KÜBLER ganz klar auch das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Wie haben Sie die heiße Montagephase erlebt?

Harald Zimmermann

Beide Heizungsprojekte – der Neubau und ein Jahr später die Modernisierung – liefen reibungslos bei laufender Produktion. Wir hatten ja in beiden Fällen bewusst zeitlichen Vorlauf eingeplant und konnten die Montage in die ruhigeren Sommerwochen legen. Überhaupt lief die Zusammenarbeit Hand in Hand. Auch mit den langjährigen Partnern, die wir einbinden wollten, die Heizungsbaufirma Fischer und Friedlein Sanitärtechnik aus Adelsheim. KÜBLER hat das perfekt koordiniert und jede Absprache bis zur Übergabe präzise eingehalten. Es lief einfach rund.

Wie haben Ihre Mitarbeiter das neue Heizungssystem wahrgenommen?

Hartmut Eckert

Einigen war es anfangs zu heiß. Das konnte aber schnell geregelt werden, indem die Temperaturfühler etwas weiter von den Fenstern weg montiert wurden. Jetzt kann ich einfach nur sagen: Je größer

die Halle ist, je wohler fühlen wir uns. Nicht nur weil die Zugerscheinungen weggefallen sind, wir haben jetzt auch viel weniger Staubbelastung. Ganz interessant ist auch, dass der Krankenstand jetzt deutlich zurückgegangen ist. Wohl wegen der geringeren Staubbelastung.

Wo sehen Sie die deutlichsten Unterschiede zu Ihrer Altanlage?

Harald Zimmermann

Wir haben jetzt deutlich weniger Heiz- kosten, wir haben einen zusätzlichen Raum gewonnen durch den ehemaligen Heizungskeller, wir haben eine gut funktionierende Kombination von neuen und herkömmlichen Systemen durch die Restwärmenutzung und wir haben jetzt ein richtig gutes Gewissen, was die Umwelt angeht. Die Qualität unseres neuen Systems ist eigentlich überall spürbar. Beim Raumklima, bei der Verlässlichkeit, bei der Heizkostenabrechnung. Aber auch in Bezug auf den Bedienkomfort und die Möglichkeit, die Anlage bedarfsgerecht zu steuern.

Wenn Sie zurückblicken, welches Fazit ziehen Sie unter das Heizungsprojekt?

Robert Zimmermann

Wir haben das Non-plus-ultra an Hallenheizungstechnologie installiert und wir haben jetzt ein richtiges Vorzeigeprojekt. Darauf sind wir stolz. Die Investition hat sich für uns absolut gelohnt und wir würden sie jederzeit wieder vornehmen.

Was würden Sie anderen Hallenbetreibern empfehlen, die auf der Suche nach einer neuen Heizung sind?

Harald Zimmermann

Das gleiche, was für uns ausschlaggebend war. Ich würde sagen: „Schauen Sie sich andere Anlagen an. Dann sehen Sie selbst, was die Vorteile dieser besonderen Hybridtechnologie sind und bekommen ein viel besseres Gespür als durch abstrakte Konzepte und Berechnungen“. Deshalb lohnt sich jeder Besuch bei einer Referenzanlage.

Über KÜBLER

Die KÜBLER GmbH entwickelt und ver- treibt mit ihren innovativen Infrarotsystemen die moderne und wirtschaftliche Technologie zur Beheizung von Großräumen und stellt als Komplettanbieter schlüsselfertiger Lösungen das umfassende Produktspektrum für unterschiedliche Hallentypen und Raumwelten. KÜBLER hat in Deutschland wesentlich zum Durchbruch moderner Infrarot-Technologie beigetragen. Das Unternehmen treibt mit seinen Innovationen die Entwicklung in der

Branche voran und wird regelmäßig für seine Innovationsleistungen aus- gezeichnet. Zu den nationalen und internationalen Preisen zählen: Indus- trieheizung des Jahres 1996, Bundes- preis für hervorragende innovatorische Leistungen 2004, Unternehmen des Jahres in Ludwigshafen, Finalist beim Entrepreneur des Jahres 2005, Baye- rischer Staatspreis 2006, Großer Preis des Mittelstandes 2008 sowie der Innovationspreis Rheinland-Pfalz 2008. 2012 ist KÜBLER als Premier für die höchste Auszeichnung des Großen

Preises des Mittelstandes nominiert. KÜBLER hat sechs Patente sowie zwölf Marken angemeldet. Das 1989 ge- gründete Unternehmen beschäftigt rund 100 Mitarbeiter und zählt mit den Standorten Ludwigshafen, Dres- den, Hagen, Hamburg, Ingolstadt, Prag (Tschechien), Fegyvernek (Ungarn), zahlreichen Auslandsvertretungen und einem bundesweit flächendeckenden Servicenetz zu den Top-Unternehmen der Branche in Europa.