Weitwinkelaufnahme einer Industriehalle von innen, die mit einer Infrarot-Hallenheizung beheizt wird.

Wie Sie mit der Infrarot-Hallenheizung das richtige Raumklima für Ihre Produktion schaffen

Hallengebäude sind eine Welt für sich. Besonders im Winter. Denn die hohen Räume stellen eine echte Herausforderung dar für alle, die dort für ein möglichst angenehmes Arbeitsklima sorgen möchten. Doch es gibt Lösungen – zum Beispiel die Infrarot-Hallenheizung. Aber fangen wir mit der Frage an: Was heißt angenehmes Raumklima überhaupt? Und welche Faktoren sind dafür entscheidend?

Dazu gibt es verschiedene Darstellungen, die im Grunde auf diese vier Faktoren hinauslaufen:

  • Temperatur
  • Luftfeuchtigkeit
  • Luftbewegung
  • Luftqualität

Während die Temperatur in starkem Maß abhängig von der Art der Tätigkeit ist (18 °C Empfindungstemperatur sind bei körperlicher Arbeit ausreichend, im Sitzen sind mindestens 20 °C nötig) ist man sich bei den Faktoren Luftfeuchtigkeit, -bewegung und -qualität einig. 40 – 60 % Luftfeuchtigkeit, eine Luftbewegung von höchstens 0,15 m/s (bei 21 °C) und ein Sauerstoffgehalt von 21 % sind Richtwerte, die von den meisten als angenehmen empfunden werden.

Das richtige Raumklima beeinflusst die Produktivität Ihrer Mitarbeiter

Dass sich ein schlechtes Raumklima negativ auf die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit Ihrer Mitarbeiter auswirkt, ist erwiesen. Sie merken es spätestens, wenn Beschwerden eingehen oder der Krankenstand ansteigt. Neben vielen anderen Stellen hat sich die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua) damit beschäftigt und schreibt dazu in einem 2016 veröffentlichten Bericht:

„Geringe Abweichungen vom „Klimaoptimum“ führen zunächst zu Befindlichkeitsstörungen, Beschwerden über das Klima (zu warm, zu kalt, es zieht) sind die Folge. Verstärken sich diese Effekte und kommt noch Klimamonotonie oder das Unvermögen, das Klima selbst beeinflussen zu können, hinzu, kann das zu einem hohen Maß an Unzufriedenheit, Stress und psychischen Beanspruchungen führen; Motivation und Zufriedenheit mit der eigenen Arbeit sinken. Letztlich nimmt die Anstrengungsbereitschaft ab, die Beschäftigten fühlen sich weniger leistungsfähig und es können objektiv messbare Produktivitätseinbußen und erhöhte Fehlerraten auftreten.“ 

Problem 1: Hallengebäude sind eine echte Herausforderung für das Arbeitsklima

In Büroräumen ist es noch relativ einfach, das Raumklima positiv zu beeinflussen. Produktionshallen dagegen stellen die Verantwortlichen vor ganz andere Herausforderungen. Denn das Unternehmensziel „Gutes Arbeitsklima“ bekommt hier gleich von verschiedenen Richtungen aus Gegenwind:

  • Große Deckenhöhen von 4, 10 und mehr Metern
  • Lange Toröffnungszeiten
  • Verschiedene Arbeitsbereiche und Hallenzonen
  • Unterschiedliche Gebäudegrundrisse und -aufteilungen
  • Dynamische Temperaturanforderungen
  • Unzureichende Dämmung, insbes. alter Hallen
  • Hoher Druck zur Betriebskostensenkung

Alleine schon den Wohlfühlfaktor Temperatur in einem solchen Gebäude auf angenehmem Niveau zu halten, ist alles andere als trivial. Insbesondere weil eine gute und gleichmäßige Beheizung auch vor dem Hintergrund der Energieeffizienz betrachtet werden muss. Von Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung und Luftqualität ganz zu schweigen.

Problem 2: Nicht jede Heizung trägt auch zu einem guten Raumklima bei

Zur Hallenbeheizung werden die unterschiedlichsten Technologien genutzt. Nicht immer mit dem gewünschten Ergebnis was Funktionalität, Wärmekomfort und Wirtschaftlichkeit betrifft. Sie unterscheiden sich nach Art des Energieträgers (Heizöl, Gas, Holz, Strom, Sonne) und nach Art der Bereitstellung: zentral oder dezentral. Dezentral beheizte Systeme sind heute in vielen Anwendungsbereichen die Technologie der Wahl. Dabei nehmen insbesondere gasbetriebene Infrarot-Hallenheizungen des Typs Dunkelstrahler eine herausragende Rolle ein, weil sie speziell für die Beheizung hoher Räume zugeschnitten sind und dort wichtige Vorteile bieten.

Keine heiße Luft: Warum Infrarot-Hallenheizungen so gut für das (Raum-) Klima sind

Infrarot-Hallenheizungen sind Strahlungsheizungen. Diese Heizungssysteme übertragen Wärme, indem sie Infrarotstrahlung emittieren. Sobald die Strahlen auf Körper oder Objekte treffen, werden sie in Wärme umgewandelt. Damit ähnelt die Wirkung von Infrarot-Hallenheizungen dem Wärmeprinzip der Sonne, die nicht die Luft, sondern unmittelbar Menschen, Raumfassung, Maschinen und andere Gegenstände in der Halle erwärmt. Das hat in hohen Räumen einen entscheidenden Vorteil: denn wo keine Luft erwärmt wird, kann auch keine Warmluft hoch unter das Hallendach steigen und dort – außerhalb des Arbeitsbereiches – ungenutzte Warmluftpolster bilden. Infrarot-Hallenheizungen sind speziell dafür gemacht, Wärme gleichmäßig in den Nutzungsbereich zu bringen. Und sonst nirgendwohin. Das ist übrigens auch der entscheidende Grund, warum diese Systeme so energiesparend und damit so wirtschaftlich und umweltfreundlich sind.

Infrarot-Hallenheizungen können mehr als gleichmäßig wärmen

Doch die gleichmäßige gezielte Temperaturführung ist nicht der einzige Grund, warum Infrarot-Hallenheizungen für ein angenehmes Raumklima sorgen. Wichtig ist auch: Weil keine Warmluft entsteht, verursachen diese Systeme keine unangenehmen Zugerscheinungen. Und wo keine Zugluft ist, gibt es keine Staubaufwirbelungen, die die Luftqualität belasten könnten. Staub ist fast überall – daher ist dies ein wichtiger Pluspunkt für das Wohlgefühl und die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter ebenso wie für den Schutz Ihrer Produktionsmaschinen. Ein Vorteil für die Luftqualität ist auch die geschlossene Verbrennung der Infrarot-Hallenheizung in Form eines Dunkelstrahlers – und damit verbunden ihre Eigenschaft, dass Abluft gezielt nach außen abgeführt wird und nicht im Hallengebäude verbleibt. So lässt sich diese Abwärme übrigens – effizienzsteigernd – für weitere thermische Prozesse nutzen, z. B. zur Warmwasseraufbereitung (Stichwort: hybride Systeme).

Wie Sie gutes Raumklima mit einer Infrarot-Hallenheizung ganz gezielt steuern

Infrarot-Hallenheizungen wie die Technologien von KÜBLER sind heute nur noch selten einfache Stand-alone-Lösungen. Sie sind digital in Systeme eingebunden, die eine Vielzahl smarter Funktionen ermöglichen. So lassen sich in den Hallen verschiedene Nutzungsbereiche definieren, gezielt ansteuern und bedarfsgerecht temperieren (Stichwort: Zonenbeheizung). Intelligente Effizienzmodule erkennen z. B. offene Hallentore und schalten die Heizung automatisch ab bis die Tore wieder geschlossen werden. Je nach Länge der Toröffnungszeiten lassen sich so nennenswerte Energieeinsparungen erzielen. Ein- und Abschaltzeiten werden heute digital optimiert und gesamte Heizprozesse im Monitoring überwacht und für Audits z. B. nach DIN EN ISO 50001 analysiert. Ebenso lässt sich auch die Luftfeuchtigkeit regeln – das ist sinnvoll, wenn Sie z. B. korrosionsempfindliche Waren wie Coils lagern.

Mit Infrarot-Hallenheizungen lassen sich die vielfältigen klimatischen Herausforderungen von Hallengebäuden lösen – schließlich sind sie speziell für diesen besonderen Anwendungsfall entwickelt worden. Aber sie sind mehr als die Grundlage für ein gutes und produktives Arbeitsklima. Infrarot-Hallenheizungen sind heute darauf ausgelegt, ein Maximum an Energieeffizienz in Ihre Hallen zu bringen. Sie sind digitale Hochleistungslösungen, die den Energieverbrauch so niedrig halten, dass sie sich ökologisch wie ökonomisch bezahlt machen. Durch geringe CO2-Emissionen, günstige Betriebskosten und niedrige TCO (Total Costs of Ownership). Deshalb zählen sie heute zu den zentralen Bausteinen einer nachhaltigen Finanz- und Unternehmensstrategie.


Riesige leere Produktionshalle, die mit Dunkelheizstrahlern beheizt wird.

Warum Dunkelheizstrahler die maximal effiziente Lösung zum Beheizen Ihrer Industrie- und Gewerbehalle sind

Wenn Sie diesen Beitrag lesen, sind Sie vermutlich gerade auf der Suche nach einer effizienten Möglichkeit, Ihre Industrie- oder Gewerbehalle zu beheizen. Während Ihrer Recherche sind Sie schon auf die eine oder andere Technik wie Dunkelheizstrahler oder Heißluft gestoßen. Nun möchten Sie wissen, warum gerade Dunkelheizstrahler immer wieder als besonders effizient hervorgehoben werden. Wir verraten es Ihnen!

Der größte Effizienzfaktor lässt sich nur nachvollziehen, wenn Sie die Funktionsweise von Infrarot-Dunkelstrahlern kennen. Die ist schnell erklärt.

SO FUNKTIONIEREN DUNKELHEIZSTRAHLER

Dunkelstrahler sind dezentrale, direkt wirkende Heizungen. Sie werden an der Hallendecke montiert und dort mit Erd-, Flüssig- oder Biogas versorgt. Dunkelheizstrahler nutzen eine geschlossene Verbrennung in einem Rohrsystem. Die entstehende Wärme wird als Infrarotstahlen in die zu beheizenden Bereiche gelenkt. Damit wirken Dunkelstrahler auf ähnliche Weise wie die Sonne.Infrarotstrahlen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur das Objekt oder die Person erwärmen, auf die sie treffen. Und das führt uns bereits zum ersten Punkt, warum Dunkelstrahler die maximal effiziente Lösung für Ihre Halle sind.

GRUND 1: DUNKELHEIZSTRAHLER HEIZEN NUR, WAS NÖTIG IST

Bleiben wir beim Vergleich mit der Sonne. Wenn Sie an einem schönen Sommerabend draußen sitzen, ist es noch so lange angenehm warm, wie die letzten Sonnenstrahlen über den Horizont scheinen. Sobald die Sonne weg ist, müssen Sie sich etwas überziehen – denn obwohl sich die Lufttemperatur in den vergangenen Minuten nicht verändert hat, fühlt es sich plötzlich deutlich kälter an. Das liegt daran, dass die Sonnenstrahlen eben nicht die Luft an sich heizen, sondern in diesem Fall Ihren Körper.

Genau das tun auch Dunkelheizstrahler. Die Lufttemperatur bleibt von den Infrarotstrahlen völlig unberührt und es werden gezielt beispielsweise nur der Hallenboden, die Raumfassung und die Menschen im Arbeitsbereich erwärmt. Warum das so effizient ist? Weil es dann keine warme Luft gibt, die physikalisch bedingt, völlig nutzlos unter die Hallendecke steigt! Dunkelstrahler heizen also nur das, was auch warm sein soll – und Sie sparen dadurch Heizkosten und Energie.

GRUND 2: FLEXIBLES WÄRMEMANAGEMENT ERLAUBT GEZIELTES HEIZEN

In engem Zusammenhang damit steht unser zweiter Grund, warum Dunkelheizstrahler so effizient sind. Mit den richtigen Steuerungs-Tools lassen sie sich nämlich besonders flexibel verwalten und einsetzen. Das ist besonders praktisch, wenn Ihre Halle z. B. in verschiedene Nutzzonen unterteilt ist. Moderne Dunkelstrahler lassen sich im Betrieb gezielt an die verschiedenen Zonen anpassen: Bei den Kommissionierern wird wahrscheinlich etwas mehr geheizt als im Bereich, wo die Schweißer arbeiten. Über den Regalen mit den temperaturempfindlichen Gütern können Sie die Temperatur ebenfalls gezielt anpassen – und direkt im Torbereich wird die Heizung beispielsweise automatisch ausgeschaltet, sobald das Tor offen steht. So wird auch auf diese Weise wirklich nur so geheizt, wie es sinnvoll ist. Wir sagen dazu gerne: Eine Heizung verbraucht dann am wenigsten Energie, wenn sie nicht läuft. Also lassen Sie Ihre Heizung doch einfach an den Stellen aus, wo sie gerade nicht gebraucht wird!

GRUND 3: MIT DUNKELHEIZSTRAHLERN GEHT SO GUT WIE KEINE WÄRME VERLOREN

Vielerorts werden Industrie- und Gewerbehallen noch immer mit der klassischen Warmluftheizung beheizt. Zwei entscheidende Eigenschaften sollten Sie kennen:

  1. Konvektion: Die Gesetze der Natur machen auch vor den Heizkosten nicht halt. Warme Luft steigt nach oben. In Hallen mit typischerweise großen Deckenhöhen geradewegs aus dem Arbeitsbereich weit nach oben unter das Dach, wo sie sich sammelt und ein Wärmepolster bildet. Mit Warmluftheizungen müssten Sie deshalb quasi die gesamte Halle beheizen, auch wenn der eigentliche Nutzraum nur etwa 20 % in Anspruch nimmt. Das ist weder effizient noch sinnvoll.
  2. Wärmeaustausch: Sobald das Tor geöffnet wird, es eine undichte Stelle in der Halle gibt oder die Halle schlecht gedämmt ist, verschwindet die Wärme nach draußen. Die Warmluftheizung muss auch deshalb ständig nachheizen und verbraucht unnötig viel Energie und Geld.

Dank der Infrarot-Technik von Dunkelheizstrahlern gehören diese Probleme für Sie nur noch der Vergangenheit an. Denn wenn keine warme Luft entsteht, kann auch keine warme Luft entweichen. Auch hier gilt also wieder: Der Dunkelheizstrahler heizt nur das, was geheizt werden muss – und der Deckenbereich Ihrer Halle oder die Umgebung gehören eben nicht dazu.

Grund 4: Dunkelstrahler sind gut für Ihre Mitarbeiter

Ein Effizienzfaktor, den viele ähnliche Beiträge zu diesem Thema unterschlagen: Dunkelheizstrahler kommen auch Ihren Mitarbeitern zugute. Warum?

  • Es wird kein Staub durch Luftaufstieg aufgewirbelt.
  • Es gibt keine unangenehmen Zugerscheinungen.
  • Die Luft ist angenehmer zu atmen und reizt weder Haut noch Atemwege.
  • Die Hälfte Ihrer Mitarbeiter in der Halle muss nicht schwitzen, damit es der anderen Hälfte nicht zu kalt wird – dank Zonierung und flexibler Steuerung.

Insgesamt schaffen Dunkelheizstrahler damit ein verbessertes Arbeitsklima, was die Zufriedenheit Ihrer Belegschaft und damit auch deren Produktivität erheblich steigert. Hätten Sie gedacht, dass Infrarotstrahler auch auf diese Weise einen echten Vorteil bedeuten?

FAZIT

Infrarotstrahler zahlen sich auf verschiedenste Weise ausAus welchem Blickwinkel Sie es auch betrachten: Dunkelheizstrahler sind in jedem Fall die hoch effiziente Lösung für Ihre Industrie- und Gewerbehalle. Und mit bis zu 70 % Energieeinsparung wirkt sich das auch direkt positiv auf die Heizkosten und die CO2-Bilanz aus. Wenn Sie sich noch weiter über effizientes Heizen informieren möchten, empfehlen wir Ihnen unseren Ratgeber. Dort finden Sie genaue Details zu Dunkelheizstrahlern, effizienten Heizungen und wie das mit den Vorgaben aktueller Gebäude- und Umweltschutzgesetze zusammenhängt. Schauen Sie doch mal rein!


Weitwinkelaufnahme einer Industriehalle von oben, mit Blick auf die Infrarot Dunkelstrahler.

Heizen mit Infrarot-Dunkelstrahlern: Diese Fakten sollten Sie kennen!

Ein neues Heizsystem für die Produktion Ihres Unternehmens ist eine Entscheidung, die wohl überlegt sein will. Schließlich geht es hier nicht allein um warme Hallen. Es steckt noch viel mehr dahinter:

  • Heizkosten sinnvoll einsparen
  • Energieeffizienz erhöhen
  • Wärmekomfort am Arbeitsplatz schaffen
  • Flexibilität im Betrieb sichern und
  • Umweltschutz-Vorgaben sowie gesetzliche Auflagen erfüllen

Sie denken darüber nach, ob Infrarot-Dunkelstrahler die richtige Wahl sind? Dann dürften Ihnen diese nachfolgen Fakten die Entscheidung erleichtern!

So funktionieren Infrarot-Dunkelstrahler

Bevor wir uns an die harten Fakten wagen, sollten wir zunächst zwei grundsätzliche Fragen klären und mit verbreiteten Missverständnissen aufräumen. Was sind Strahlungsheizungen und was unterscheidet Infrarot-Dunkelstrahler von Hellstrahlern?

Viele Antworten, die Sie im Internet dazu finden, sind wenig erhellend oder einfach Unsinn. Richtig ist: Sowohl Hell- und Dunkelstrahler sind Strahlungsheizungen, da bei ihnen die Wärmeübertragung nahezu ausschließlich durch Infrarotstrahlung erfolgt. Hierzu werden in der Regel Erd- oder Flüssiggas als Energieträger verwendet. Aber auch Biogas oder Wasserstoff z. B. aus regenerativen Quellen haben für die Zukunft großes Potenzial.

Dunkelstrahler nutzen eine geschlossene Verbrennung in einem Rohrsystem. Hellstrahler arbeiten mit offener Verbrennung. Der wesentliche Unterschied besteht folglich im Umgang mit den Verbrennungsabgasen: Bei Hellstrahlern verbleiben diese zunächst in der Hallenatmosphäre. Deshalb muss bei diesen Systemen für ausreichende Be- und Entlüftung gesorgt werden. Bei Infrarot-Dunkelstrahlern wird die Abluft über ein Abgassystem nach draußen abgeführt – ohne die Hallenatmosphäre zu belasten. Deshalb ist die Nutzung von Dunkelstrahlern heute in den meisten Anwendungen die bevorzugte Wahl.

Die entstehende Wärme wird bei beiden Systemen als Infrarotstahlen in die zu beheizenden Bereiche gelenkt. Ähnlich wie bei Sonnenstrahlen entsteht Wärme, sobald die Infrarotstrahlen auf Körper oder Gegenstände treffen. So werden u. a. der Hallenboden, die Raumfassung und die Menschen im Arbeitsbereich direkt erwärmt.

Das Besondere daran: Dunkelstrahler erhitzen durch ihre Infrarotstrahlung also keine Umgebungsluft, sondern nur unmittelbar das, was wirklich beheizt werden soll. So gibt es auch so gut wie keine warme Luft, die physikalisch bedingt unter das Hallendach steigt, anstatt im Arbeitsbereich zu bleiben. Genau hier liegt der entscheidende Vorteil von Infrarot-Strahlern in puncto Effizienz.

Keine heiße Luft – keine Luftbewegung

Wo gehobelt wird, fallen Späne. Oder es entsteht eben eine Menge Staub. Dieser Staub wird durch in Hallen oft genutzte, konventionelle Warmluftheizungen aufgewirbelt. In vielen Betrieben ist das ein Problem, dem sich jedoch mit Infrarot-Dunkelstrahlern leicht entgegenwirken lässt. Diese erwärmen keine Luft und deswegen kann auch keine Zugluft entstehen oder Staub aufwirbeln. Für Ihre Mitarbeiter und Besucher bedeutet das eine gesunde, staub- und zugfreie Arbeitsatmosphäre.

Infrarot-Dunkelstrahler heizen besonders effizient

Bleiben wir noch kurz bei den Warmluftheizungen, die üblicherweise in Industrie- und Gewerbehallen zum Einsatz kommen. Einfache Physik macht schnell deutlich, dass diese nicht besonders effizient zum Heizen großer Hallen sind: Die erwärmte Luft steigt schließlich geradewegs nach oben. Damit es nicht nur unter dem Dach, sondern auch in der eigentlichen Nutzzone der Halle warm ist, muss kontinuierlich nachgeheizt werden. Wenn dann noch das Hallentor ständig offen steht oder die Halle veraltet und nicht ausreichend gedämmt ist, entsteht enorme Energie- und Geld-Verschwendung.

Infrarot-Dunkelstrahler dagegen erwärmen nur – wie bereits beschrieben – die Objekte und Körper, auf die sie treffen. Und wenn keine warme Luft entsteht, kann auch keine warme Luft entweichen. Darüber hinaus lässt sich der Betrieb von Dunkelstrahlern über eine entsprechend intelligente Steuerung flexibel an die verschiedensten Situationen anpassen, die die Arbeit in Hallen mit sich bringt:

  • Toröffnungszeiten
  • Arbeits- und Schichtzeiten
  • Unterschiedliche Nutzzonen der Halle, in denen auch unterschiedlich viel Wärme benötigt wird

Mit Infrarot-Dunkelstrahlern heizen Sie also besonders effizient. In klaren Zahlen ausgedrückt: Sie verbrauchen bis zu 70 % weniger Energie im Vergleich zu konventionellen Systemen. Moderne Infrarot-Dunkelstrahler sind damit aktuell die wohl effizientesten Heizsysteme für Industrie- und Gewerbehallen. Und dadurch holen Sie nicht nur die Anschaffungskosten schnell wieder rein, sondern tun auch der Umwelt etwas Gutes.

Keine Sorge vor GEG & Co.: Selbst hohe Effizienz-Anforderungen lassen sich durch moderne Infrarot-Dunkelstrahler sicher erfüllen

Apropos Umweltschutz: Wer sich in den vergangenen Jahren nicht um effiziente Heizsysteme und andere Einspar-Maßnahmen in seinen Hallen gekümmert hat, kommt mehr und mehr in Zugzwang. Denn um die Ziele des Klimaschutzplans 2050 zu erreichen, fordert der Gesetzgeber auf verschiedenen Wegen den sparsamen Einsatz von Energien. Wichtig sind hier:

  • das GEG –Gebäudeenergiegesetz (seit 01.11.2020) und
  • die CO2-Steuer (seit 01.01.2021)

Und was Energiemanagement Zertifizierungen angeht: Wer auch nach Mitte 2021 die Audits nach der dann gültigen verschärften DIN EN ISO 50001 (2018) erfüllen will, muss auch hier steigende Effizienzanforderungen erfüllen.

Das GEG, welches die bisherigen komplexen Energieeinspargesetze zusammenfasst, fordert unter anderem die verstärkte Nutzung regenerativer Energiequellen. Dass Infrarot-Dunkelstrahler mit Gas arbeiten, scheint dem zu widersprechen. Oder?

Nein, im Gegenteil. Dieser weitverbreitete Irrtum ist aufgrund missverständlicher Formulierungen in der alten Gesetzgebung entstanden und sorgt immer noch für einige Verunsicherung. Fakt ist jedoch: moderne Infrarot-Dunkelstrahler wurden aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz schon immer gesetzeskonform eingesetzt – im Neubau wie in der Sanierung. Im GEG wird diese hohe Effizienz jetzt verstärkt gewürdigt, indem dezentral beheizte Hallen mit Raumhöhen von über vier Metern von der Pflicht zum Einsatz regenerativer Energien entbunden werden. Zudem weist der Energieträger Gas nicht nur einen guten Primärenergiefaktor auf. Gas ist die Technologie der Zukunft mit großen Potenzialen, sobald das Thema Power-to-Gas, also die Herstellung von Wasserstoff, in großindustriellen Prozessen verfügbar sein wird. Gasbetriebene Infrarot-Dunkelstrahler bleiben also auch zukünftig der Goldstandard zur energieeffizienten Beheizung von Hallengebäuden. Und das zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus.

Dunkelstrahler sind eine Investition, die sich auszahlt. Von Anfang an.

Ein Fehler, der bei der Planung von Hallenheizungen besonders häufig gemacht wird, ist die mangelnde Sicht aufs große Ganze. Die neuen Geräte sollen in der Investition möglichst günstig sein – und das rächt sich auf lange Sicht, wenn dabei die Verbrauchskosten außer Acht gelassen werden. Schließlich verbraucht eine Hallenheizung über ihren Lebenszyklus ein x-Faches ihrer Investitionskosten. Wichtig ist es daher, den Fokus auch auf die Lebenszykluskosten zu legen. Das Stichwort ist hier: niedrige TCO – Total Costs of Ownership. Sie können eine Menge Geld am falschen Ende sparen (oder auch ausgeben!), ohne dass es am Ende wirklich effektiv ist.

Welche Heizung lohnt sich nun – auch auf lange Sicht? Die Antwort lautet: die Heizung, die am besten zu Ihrem Nutzungsprofil passt und Ihre wirtschaftlichen Anforderungen erfüllt. Infrarot-Dunkelstrahler zeichnen im Vergleich zu vielen anderen Systemen durch geringe Investitionskosten aus. Dies belegen die Ergebnisse einer Studie, die wir gemeinsam mit der TU Kaiserslautern durchgeführt haben. Investitionskosten für den Einsatz von regenerativen Energien wie z. B. Wärmepumpe in Verbindung mit Fußbodenheizung oder Holzpelletofen gekoppelt mit Deckenstrahlplatten liegen zwischen Faktor 1, 8 bis 4,0 – im Schnitt um Faktor 3,0! – höher als bei einem Dunkelstrahler System mit Restwärmenutzung.

Regenerative Energien sind zwar im Wohnungsbau gut und richtig, in Hallen stehen diese jedoch deutlich hinter den speziell hierfür entwickelten Dunkelstrahlern zurück. Denn regenerative Energien unterscheiden sich funktional in einem wichtigen Punkt von klassischen Energieträgern und das ist das geringe Temperaturniveau. Dieses niedrige Temperaturniveau fesselt erneuerbare Energien immer an hydraulische Lösungen, an deren Ende warme Luft steht. Und warme Luft als Wärmeübertragung in hohen Räumen ist dysfunktional, wie wir ja schon gesehen haben. Wem nützt es, viel regenerative Energie für viel Geld zu generieren, die dann nicht die nötige Wärme am Arbeitsplatz entfaltet? Hallen haben aufgrund der deutlich höheren Räume ganz andere Voraussetzungen.

Zudem punkten Infrarot-Dunkelstrahler – wie schon erwähnt – durch hohe Effizienz und geringen Jahresendenergiebedarf. Schon nach wenigen Jahren amortisieren sich die Investitionskosten. Ein Dunkelstrahler zahlt sich deshalb in den meisten Hallen ganz klar aus.

Erreichen Sie mit Dunkelstrahlern persönliche und energiepolitische Ziele

Egal ob Ihre Halle vier, zehn oder mehr Meter hoch ist: Dunkelstrahler sind eine nachhaltige Investition, mit der Sie nicht nur die Zufriedenheit und Produktivität Ihrer Mitarbeiter stärken, sondern durch die hohe Effizienz auch die Ziele der Energiepolitik einhalten. Informieren Sie sich hier gerne. Falls Sie jetzt bereits über konkrete Pläne sprechen möchten, lassen Sie uns ein Gespräch führen und die unterschiedlichen Anforderungen Ihrer Branche besprechen.