Hallenneubau: Aufbau einer neuen Halle

Sechs Fehler, die Sie bei der Heizungsplanung im Hallenneubau vermeiden sollten

Sie suchen eine wirtschaftliche und zukunftsfähige Heizung für Ihren Hallenneubau? Dann sollten Sie genügend Zeit in die Planung investieren. Und dabei folgende Fehler vermeiden.

Eine Hallenheizung beeinflusst mehr denn je die Wirtschaftlichkeit und Handlungsfreiheit von Unternehmen. Warum? Weil Energiepreise steigen und Umweltauflagen strenger werden. Doch welche Heizlösung ist am energieeffizientesten und zukunftssichersten? Viel Spielraum zum Experimentieren bleibt Unternehmen nicht. Einmal installiert, bleiben Heizungen in der Regel bis zu 20 Jahre in Betrieb. Umso wichtiger: Vor der Investition viel Zeit in die Heizungsplanung zu investieren. Eine Phase, in der Sie folgende Fehler vermeiden sollten.

Fehler Nr. 1: Relevante Gesetze für den Hallenneubau nur oberflächlich studieren

Gesetze sind in der Regel komplex. Ein oberflächliches Studium kann hier zum Fallstrick werden. Dies gilt auch für das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG), das seit November 2020 gilt. Denn obwohl es die bisherigen Gesetzgebungen vereinfacht und zusammenfasst – namentlich das Energieeinspargesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) sowie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEWärmeG) – verwirrt es nicht selten Unternehmen. Viele Verantwortliche gehen beispielsweise davon aus, dass sie beim Hallenneubau nur noch regenerative Energien einsetzen dürfen. Ein Trugschluss, der die Wahl der Technologie einengt. Und nicht selten zu Kompromissen führt, die nachweislich zu teuer sind – sowohl in Anschaffung als auch Betrieb. Dabei offenbart ein genauer Blick: Hallenbetreiber müssen bei dezentral beheizten Zonen mit Deckenhöhen über vier Metern keine regenerativen Energien einsetzen. Sie können auch gasbetriebene Infrarotheizungen nutzen, sofern deren Wirkungsgrad bzw. Energieeffizienz hoch genug sind.

Fehler Nr. 2: Eine Halle wie ein Bürogebäude behandeln

Bei Büros handelt es sich in der Regel um gut gedämmte Räume mit niedriger Deckenhöhe. Ihr Volumen ist mit der Nutzzone nahezu identisch. Daher ist es auch keine Energieverschwendung, den gesamten Raum zu heizen. Ganz anders verhält es sich allerdings mit Industrie- und Gewerbehallen. Wer hier mit dem Heizansatz für Geschossbauten herangeht, verschenkt Wärme und Geld. Denn es reicht meist völlig, wenn der Arbeitsbereich warm ist. In der Regel also die unteren zwei Meter der Halle – bei einer Halle mit einer Deckenhöhe von zehn Metern also nur 20 Prozent des Raumvolumens. Oder sogar nur der Teil, in dem Personen arbeiten.

Bei einem solchen gezielten Heizansatz gilt der Grundsatz: Je kleiner das Verhältnis zwischen Nutzbereich und Gesamtvolumen, desto entscheidender ist die Qualität der Wärmeübertragung. Eine hohe Qualität erreichen dabei Infrarotheizungen. Anstatt die Luft per se zu erwärmen, erzeugen die dezentralen Heizungen elektromagnetische Wellen, die sich erst dann in Wärme umwandeln, sobald sie auf Festkörper treffen. In Kombination mit intelligenten Steuerungen lassen sich im Vergleich zu klassischen Heizungen bis zu 70 Prozent Energie sparen. Ein bedeutender Faktor, denn es ist davon auszugehen, dass sich Energie in den nächsten Jahren verteuern wird.

Fehler Nr. 3: Nutzungsprofil und Anforderungen werden nicht spezifiziert

Einfach eine Heizung installieren und einschalten, bis es überall halbwegs warm ist? Auf diese Weise haben Unternehmen jahrzehntelang Energie verschwendet. Eine Vergeudung, die in Zeiten steigender Energiepreise zu einem Wettbewerbsnachteil werden kann. Überlegen Sie deshalb im Vorfeld, was Ihren Hallenneubau auszeichnet: Wo genau in der Halle benötigen Mitarbeiter Wärme, wo kann es kühler bleiben? Wie viel Luftaustausch findet wann in der Halle statt? Wie viel Abwärme produzieren bereits Maschinen und Anlagen? Wie lässt sich diese intelligent nutzen?

Wenn Sie diese Parameter kennen, Anforderungen spezifizieren und ein detailliertes Nutzungsprofil erstellen, kann sich eine reaktionsschnelle Heizung mit einer intelligenten Steuerung der Halle bedarfsgerecht anpassen wie ein Maßanzug. Und viel Energie sparen. Denn die günstigste Heizung im Verbrauch ist die, die der Betreiber gar nicht anschalten muss.

Fehler Nr. 4: Beim Hallenneubau auf Vernetzung und eine intelligente Steuerung verzichten

Eine intelligente Steuerung ist Luxus? Vernetzung ein überflüssiger Gimmick? Nein, vielmehr ist die Digitalisierung essenziell, um Hallen energieeffizient zu heizen und zukünftig enorm zu sparen. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, ob das Heizsystem für Ihren Hallenneubau im Digitalisierungszeitalter angekommen ist. Vernetzte Geräte, moderne Steuerungen und Analysesoftware machen es möglich, Heizsysteme an die Hallendynamik anzupassen und dadurch Energie zu sparen. Zudem können Hallenbetreiber mit softwaregestützten Heizungen den Anforderungen der DIN-Norm 50001 besser gerecht werden. Mit dieser Zertifizierung (oder einem registrierten Umweltmanagementsystem gem. EMAS-Verordnung) erfüllen Sie die Voraussetzungen für eine Teilbefreiung von der EEG-Umlage bzw. der zukünftigen Entlastung von der Strom- und Energiesteuer.

Fehler Nr. 5: Nur Investitionskosten in den Blick nehmen

Nur anfängliche Investitionskosten für die Entscheidungsfindung fokussieren? Auch das kann ein Fehler sein. Denn viel wichtiger noch sind die Gesamtkosten, die während des gesamten Lebenszyklus der Heizung anfallen – Kosten für Service, Wartung und Instandsetzung inklusive. Ein besonders interessanter Teil dieser Total-Cost-of-Ownership (TCO): die Verbrauchskosten. Hier sollten Sie den Anbieter auf keinen Fall mit einer Pi-mal-Daumen-Schätzung davonkommen lassen. Denn heutzutage ist es problemlos möglich, detaillierte und verlässliche Angaben gemäß DIN V 18599 zu machen – unter anderem zum jährlichen Primärenergiebedarf, zu Energiekosten und CO2-Emissionen. Auskünfte, die Ihnen Planungs- und Entscheidungssicherheit geben.

Fehler Nr. 6: Anbieter nicht genau unter die Lupe nehmen

Auf dem Weg zu einer wirtschaftlichen Heizung für Ihren Hallenneubau sollten Sie nicht nur die Qualität der Geräte genau unter die Lupe nehmen, sondern auch die Kompetenz des Herstellers. Recherchieren Sie, ob das Unternehmen glaubwürdige Referenzen vorweisen kann. Ebenso wichtig: Um von langen Ausfallzeiten verschont zu bleiben, sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass der Anbieter auch in fünfzehn Jahren noch Servicedienstleistungen und eine Ersatzteilversorgung anbietet. Schließlich ist es ärgerlich, wenn Sie bei der Wartung Ihrer Hallenheizung nach wenigen Jahren auf sich gestellt sind. Sie können sich auch erkundigen, ob die Firma eine eigene Abteilung für Forschung und Entwicklung hat. Ein solcher Bereich ist – besonders in Kombination mit überzeugenden Referenzen – in der Regel ein zuverlässiger Indikator für Kompetenz und Erfahrung. Zwei Punkte, die wichtig sind, um eine wirtschaftliche und zukunftssichere Hallenheizung zu finden und zu betreiben.


Arbeiterin, die einen Konstruktionsplan erstellt für einen Kunden, der Dunkelstahler kaufen möchte.

Dunkelstrahler kaufen: Überzeugende Technologien im Überblick

Energiekosten sparen und die Umwelt schonen: Dunkelstrahler zählen zu den effizientesten Heizsystemen für Hallen, die Sie kaufen können. Doch welches Infrarotsystem kommt für Sie in Frage? Wir geben Ihnen einen Überblick.

Dunkelstrahler, auch Infrarotstrahler genannt, bieten Ihnen mehr Flexibilität als klassische Heizsysteme. Warum? Weil die Systeme nicht die Luft per se erwärmen – eine Heizart, die vergleichsweise ineffizient ist. Dunkelstrahler übertragen stattdessen Energie in Form von elektromagnetischen Wellen. Treffen diese Wellen auf einen Festkörper, wandelt sich die Energie in Wärme um. So wird es möglich, mit dem Nutzungsprofil einer Halle zu heizen und Luftschichten oberhalb des Nutzungsbereichs auszusparen.

Ein weiterer Vorteil: Da die Wärme keinen Umweg über die Luft nimmt, lassen sich die Systeme ähnlich schnell an- und ausschalten wie das Licht. Die Heizungen passen sich mit dieser Reaktionsschnelligkeit perfekt an die Dynamik des Alltags an, etwa bei Toröffnungen. Sie heizen nur dort, wo Wärme gebraucht wird und sparen somit Energie. Bis zu 70 Prozent der Energiekosten lassen sich im Vergleich zu konventionellen Heizsystemen einsparen. Mitarbeiter empfinden die Wärme zudem als besonders angenehm, weil sie dem natürlichen Wärmeprinzip der Sonne ähnelt. Entsprechend produktiv können sie arbeiten. Soweit die Vorteile. Doch welche Technologie sollten Sie kennen, wenn Sie einen Dunkelstrahler kaufen möchten?

Einsteigerlinie PRIMA überzeugt mit 60 % Strahlungswirkungsgrad

Müssen Sie bei einem schmalen Budget auf Infrarottechnologie verzichten? Keinesfalls, beweist PRIMA. Auch mit geringem Budget können Sie einen Dunkelstrahler kaufen und so die zahlreichen Vorteile für sich nutzen. Die Einsteigerlinie von KÜBLER ist kostengünstig und trotzdem leistungsstark. So kommt die beste Brennertechnologie zum Einsatz, die wir ursprünglich für die High-End-Serie MAXIMA entwickelt haben. Das Ergebnis ist für eine Heizung der Standardklasse bemerkenswert. PRIMA bringt einen Strahlungswirkungsgrad von rund 60 Prozent in Form von direkt nutzbarer Infrarotwärme in die Halle.

Das zahlt sich für Nutzer der Technologie unmittelbar aus. Sie sparen bei den Heizkosten im Vergleich zu herkömmlichen Standard-Infrarotgeräten rund zehn Prozent. Geeignet ist die Einsteigerlinie gleichermaßen für Hallenneubauten und Sanierungsobjekte. Wichtig ist dabei lediglich die Deckenhöhe. Sie sollte mindestens vier Meter betragen.

Hochleistungs-Infrarotheizungsserie OPTIMA: 72 % Strahlungswirkungsgrad

Einen Schritt weiter geht OPTIMA plus. Die Infrarotheizungsserie zählt seit ihrer Einführung zu den effizientesten und leistungsstärksten Dunkelstrahlern, die Sie kaufen können. KÜBLER hat speziell für diese Serie eine Brennertechnologie entwickelt, die für eine homogene Aufteilung des Gas-Luftgemisches sorgt. Sie erzeugt eine lange Flamme und punktet mit einer hervorragenden Energieübertragung von Flamme zu Strahlungsrohr. Somit überträgt sich die Infrarotwärme gleichmäßig auf die Raumumgebung – egal, ob die Hallenhöhe vier oder 35 Meter beträgt.

Die äußere Hülle der High-End-Heizung ist zudem geschlossen und voll isoliert. Brenner- und Strahlungsrohr sind geometrisch so optimiert, dass möglichst wenig Wärme nach oben entweicht. Unterm Strich erreicht OPTIMA plus einen Strahlungswirkungsgrad von 72 Prozent. Betreiber können je nach Hallenprojekt im Vergleich zu konventionellen Infrarottechnologien bis zu 30 Prozent Energie einsparen. Die Investition in OPTIMA plus amortisiert sich deshalb in zwei bis fünf Jahren.

MAXIMA: So können Sie einen Dunkelstrahler kaufen, der 80 % Strahlungswirkungsgrad erreicht

Die Serie MAXIMA ist die Hocheffizienzlinie von KÜBLER. In sechs Jahren Entwicklungszeit ist es den Ingenieuren gelungen, mit neuen Technologien Benchmarks in der Welt der Dunkelstrahler zu setzen. Sie haben beispielsweise eine neue Brennertechnologie entwickelt – inklusive eines Systems, das die Verbrennungsluft vorwärmt. Sie erreicht bei minimierten Konvektionsverlusten einen enorm hohen Strahlungswirkungsgrad von 80 Prozent (gemessen nach DIN EN 416-2). Somit sparen Anwender im Vergleich zu Standard-Infrarotheizungen bis zu 45 Prozent Energiekosten. Zudem schonen sie die Umwelt dank niedriger Verbrauchswerte und das Gehör ihrer Mitarbeiter. Denn keine Infrarotheizung ist leiser. Nicht zuletzt überzeugt die Serie MAXIMA mit ihrem Design. Das bestätigen nicht nur länderübergreifend zahlreiche Kunden, sondern auch der internationale Designwettbewerb „Design Plus powered bei ISH“. Er hat MAXIMA mit einem Qualitätssiegel prämiert.

Neben den Dunkelstrahlern der Serie MAXIMA, OPTIMA plus und PRIMA bietet KÜBLER auch weitere Infrarotsysteme an, die sich individuell an Hallengeometrien anpassen lassen: Etwa das Multibrennersystem NRV. Dabei handelt es sich um Multibrenner, die in Reihe geschaltet sind – mit einem durchgängigen Strahlungsrohr. Sie eignen sich optimal für große Flächen und geringe Deckenhöhen.

Kaufen Sie ergänzend zum Dunkelstrahler intelligente Steuerungssysteme für mehr Effizienz

Damit Sie einen Dunkelstrahler kaufen, der sein volles Energiesparpotenzial entfalten kann, benötigen Sie neben den Geräten eine weitere zentrale Komponente: intelligente Steuerungssysteme. KÜBLER ist auf deren Entwicklung spezialisiert. Um die Regelung von Hallenheizungssystemen zu optimieren, haben wir eine modulare Steuerung namens CELESTRA entwickelt. Dabei handelt es sich um ein hochfunktionales, intuitiv bedienbares Steuerungs-Cockpit, mit dem Anwender den Anlagenbetrieb an wechselnde Anforderungen anpassen und auf optimalem Effizienzniveau fahren. Bis zu 20 % zusätzliche Einsparungen lassen sich auf diese Weise generieren – je nach Projekt sogar mehr.

Eines der wichtigsten Module: E.M.M.A. (Energy Monitoring & Management Application). Mit dem intelligenten Software-Tool analysieren, archivieren, vergleichen und dokumentieren Anwender Temperaturverläufe, Heizleistungen und Verbrauchsdaten. So gewinnen Sie wichtige Informationen zur kontinuierlichen Optimierung des Heizprozesses und schaffen die Grundlage für Zertifizierungen bzw. Audits, beispielsweise nach DIN EN ISO 50001.

Noch mehr Energie sparen: Gesamtsystem H.Y.B.R.I.D. gewinnt Wärme aus Abgas von Hallenheizungen und Produktionsprozessen zurück

KÜBLER bietet viel mehr als nur Einzelkomponenten. Um ein Maximum an Energieeffizienz erreichen zu können, haben wir ein Gesamtsystem namens H.Y.B.R.I.D. entwickelt. Die Hybridtechnologie verbindet Infrarot- und hydraulische Systeme. Als Gesamtsystem integriert H.Y.B.R.I.D. Hocheffizienz-Infrarotheizungen wie MAXIMA, Digitalsteuerungen (z. B. CELESTRA) und einen Wärmetauscher namens O.P.U.S. X. Eine Kombination, die es erstmals möglich macht, die Restwärme von Hallenheizungsanlagen beispielsweise zur Beheizung von Büros einzusetzen. Und mehr: auch die Energieströme aus Produktionsprozessen oder aus Solarthermie (System HelioB.R.I.D.) lassen sich im Hybridsystem zusammenführen und nutzen.

Dafür entzieht O.P.U.S. X dem Abgas die Energie und überträgt sie an ein Speichermedium, in der Regel an Wasser. Über einen Pufferspeicher lässt sich das Heißwasser dann in den Heizkreisrücklauf einer Pumpe-Warmwasser-Heizung einspeisen. Bis zu 15 Prozent Energie, die bislang an die Umgebung verloren ging, gewinnen Sie auf diese Weise zurück.

In puncto Energieeffizienz ist die Kombination aus Dunkelstrahler, Steuerung und Restwärmenutzung nahezu unschlagbar: Bis zu 70 % Energieeinsparung wurden in Referenzprojekten bisher nachgewiesen. Nicht umsonst wurde H.Y.B.R.I.D. als Deutschlands nachhaltigstes Produkt mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Fazit: Kaufen Sie Dunkelstrahler, die sich auszahlen

Wenn Sie Dunkelstrahler kaufen möchten, können Sie auf dem Markt aus zahlreichen Produkten auswählen. Um den richtigen zu finden, sollten Sie sich zunächst einen Überblick über die Besonderheiten, Anforderungen und die Nutzweise Ihrer Halle verschaffen. Nutzen Sie anschließend unseren kostenlosen Konfigurator, damit wir Ihnen ein individuelles Angebot machen erstellen können!


Große Produktionshalle im Weitwinkel mit Heizsystemen zur Beheizung von Hallen.

Beheizung von Hallen: 6 Heizsysteme im Überblick

Warmluft, Flächenheizung oder doch lieber Infrarot? Zur Beheizung von Hallen stehen die verschiedensten Heizsysteme zur Auswahl. Je nach Anforderung eignet sich das eine mehr, das andere weniger. In diesem Beitrag erhalten Sie einen ersten Überblick über die sechs relevantesten Systeme für Industrie- und Gewerbehallen und deren Funktionsweise.

Zum Einstieg – darin unterscheiden sich zentrale und dezentrale Systeme

Systeme zur Beheizung von Hallen unterscheiden sich in zentrale und dezentrale Systeme. Zentral arbeitende Systeme benötigen einen separaten Heizraum, in dem Wärme erzeugt wird. Diese Wärme wird dann zu den Heizgeräten geleitet, wo sie das darin geführte Heizmedium erhitzt, was wiederum Wärme zum Heizen bereitstellt. Dieser Vorgang wird auch als „indirektes Heizen“ bezeichnet. Durch den Transport geht jedoch bereits ein Teil der Wärme verloren.

Dezentrale Systeme hingegen nutzen die Primärenergie direkt im Nutzraum bzw. dem Heizgerät selbst, welches die Wärme erst dort erzeugt, wo die Mitarbeiter sie brauchen. Sie benötigen keinen separaten Heizraum, sind flexibler und schneller einsetzbar.

Warmluftbeheizung von Hallen: Diese Möglichkeiten haben Sie

Das Grundprinzip hinter Warmluftheizungen ist denkbar einfach und schnell erklärt: Ein Gebläse leitet warme Luft in einen Raum und erwärmt ihn auf diese Weise. Wer bei der Beheizung von Hallen auf Warmluft setzen will, hat dazu zwei Möglichkeiten:

Dezentrale Wärmeversorgung via Warmlufterzeuger

Bei direkt befeuerten Warmlufterzeugern  erzeugt der Brenner die Wärme direkt dezentral. Mittels eines Wärmeübertragers wird auf der Sekundärseite angesaugte Luft dann erwärmt und in die Halle geblasen.

Bei der Beheizung von Hallen mithilfe von Warmlufterzeugern kann auf raumluftabhängige und -unabhängige Betriebsweise zurückgegriffen werden. Das heißt: Das Gerät saugt entweder Frischluft an oder erwärmt die Luft aus der Halle selbst. Letzteres ist besonders praktisch. Denn da warme Luft bekannterweise nach oben steigt, ist die Luft im Arbeits- bzw. Fußbodenbereich tendenziell kälter. Raumluftabhängige Warmlufterzeuger führen genau diese kühle Luft wieder zurück in die Warmlufterzeugung und sorgen so für Nachschub. Raumluftunabhängige Geräte hingegen nutzen oftmals zusätzlich die Wärme der Abgasführung, um die von außen zugeführte Luft zu erwärmen.

Zentrale Beheizung von Hallen mit einem Lufterhitzer

Indirekt beheizte Lufterhitzer, auch Luftheizer genannt, erwärmen die Luft nicht selbst. Vielmehr wird hier ein separater Heizkessel oder eine Zentralheizung angeschlossen, der den Wärmetauscher extern beheizt. Der Lufterhitzer saugt ebenfalls Luft an und leitet sie dann über den Wärmetauscher, der sie erwärmt. Dann kann die Warmluft in die Halle geblasen oder über Luftkanäle verteilt werden. Wenn Sie zur Beheizung von Hallen einen Lufterhitzer einsetzen möchten, sollten Sie auch hier wieder die Konvektion bedenken und entsprechend eine Warmluftrückführung oder Deckenventilatoren einplanen.

Flächenheizungen zur Beheizung von Hallen

Flächenheizungen können Sie grundsätzlich im Fußboden, in der Decke oder in den Wänden einbauen. Am weitesten verbreitet ist wohl die Fußbodenheizung, doch das System dahinter ist im Grunde gleich. Für die Fußbodenheizung werden beim Bau der Halle dünne Rohre flächendeckend und schlangenförmig im Boden verlegt. Auch nachträglich kann die Fußbodenheizung noch in einer zusätzlichen Estrichschicht eingebracht werden.

Zur Beheizung von Hallen wird durch diese Rohre ein extern erhitztes Heizmedium (z. B. Wasser) geleitet. Die somit erzeugte Wärme ist direkt im Boden spürbar und wird erst langsam an den Raum abgegeben, hält sich dort jedoch auch bei kurzzeitigem Ausschalten der Heizung noch eine Weile.

Bitte beachten Sie bei diesem Heizsystem, dass zu tiefe Verankerungen von Regalen oder Maschinen die Heizschläuche beschädigen können.

Nicht zu vergessen: Die Strahlungsheizungen

Bei der Beheizung von Hallen via Strahlungswärme wird zwischen Hell- und Dunkelstrahlern unterschieden. Hinzu kommen die Deckenstrahlplatten.

Deckenstrahlplatten

Auch bekannt als „Warmwasserdeckenstrahlplatte“, werden bei diesem System Rohre auf einer Metallplatte direkt unter der Decke verschweißt. Ähnlich wie bei der Fußbodenheizung fließt durch diese Rohre heißes, über einen externen Wärmeerzeuger erhitztes Wasser, das die Wärme auf die gesamte Konstruktion überträgt. Ein Strahlblech leitet die Wärme dann nach unten in den Raum, wo sie die Oberflächentemperaturen aller Flächen erhöht.

Zwischen Decke und Deckenstrahlplatte sollten Sie eine Dämmschicht anbringen, um den Wärmeverlust nach oben zu verringern. Wer Deckenstrahlplatten zur Beheizung von Hallen einsetzen will, sollte außerdem eine große Heizfläche von ca. 15-20 % der Deckenfläche einplanen.

Dunkelstrahler zur effizienten Beheizung von Hallen

Dunkelstrahler, auch als Schwarzstrahler bekannt, sind eine Variante der Infrarot-Strahlungsheizungen. Die Beheizung von Hallen erfolgt hier dezentral durch einzelne Geräteeinheiten, die durch einen Brenner eine lange Flamme in einem Strahlrohr erzeugen. In der Regel handelt es sich beim Energieträger um Erd- oder Flüssiggas, aber auch Biogas und Wasserstoff haben für die Zukunft Potenzial.

Reflektoren am Strahlungsrohr lenken die entstandene Wärme in Form von Infrarot-Strahlung in die zu beheizenden Bereiche. Dort sorgt diese erst für Wärme, wenn sie auf die Raumfassung und Oberflächen von Objekten oder Personen trifft – ähnlich wie die Sonne. Der entscheidende Vorteil von Strahlungsheizungen dieser Art ist daher, dass keine warme Luft physikalisch bedingt unter die Decke steigt und zurückgeleitet werden muss.

Hellstrahler: Wärmeerzeugung über Keramik

Hellstrahler arbeiten auf ähnliche Weise wie Dunkelstrahler. Ein Gas-Luft-Gemisch wird auf Keramikplatten verbrannt, erzeugt Wärme und emittiert Infrarotstrahlung. Reflektoren leiten die Strahlen auch hier gezielt in den Arbeitsbereich. Der grundsätzliche Unterschied besteht jedoch in der Verbrennung. Die erfolgt bei Hellstrahlern offen – und damit verbleiben die Abgase zunächst im Raum. Eine indirekte Abführung der Abgase ist somit erforderlich. Wer bei der Beheizung von Hallen auf Hellstrahlersysteme setzt, muss deshalb für ausreichende Be- und Entlüftung sorgen.

Was lohnt sich zur Beheizung von Hallen besonders?

Welches Heizsystem nun für Sie die richtige Wahl ist, hängt ganz von Ihrem Nutzungsprofil und Ihren wirtschaftlichen Anforderungen ab. Bei Raumhöhen ab 4 Meter empfehlen sich an dieser Stelle jedoch Infrarot-Dunkelstrahler, da diese besonders gut auf die gebäudephysikalischen Besonderheiten von Hallen ausgelegt sind und sich durch vergleichsweise geringe Investitionskosten bei hoher Effizienz, Flexibilität und Betriebssicherheit auszeichnen. Lassen Sie uns gerne in einem persönlichen Gespräch darüber sprechen – oder finden Sie mit unserem Konfigurator heraus, welches Heizsystem für Ihr Objekt am besten geeignet ist!