Bauleiter steht in einer Produktionshalle und plant neue Heizung für die Hallen.

Heizung für Hallen: Herausforderungen und Lösungen

Raumvolumen, Mitarbeiterbedürfnisse, Klimaschutzziele, Heizkosten und, und, und: Bei der Auswahl der richtigen Heizung für Ihre Hallen müssen Sie eine ganze Reihe an Faktoren bedenken. Welche das im Detail sind und wie Sie diese Herausforderungen mit einem modernen System meistern, lesen Sie in diesem Beitrag.

Erste Herausforderung bei der Beheizung für Hallen: Die baulichen Besonderheiten

Die größte Herausforderung hinsichtlich der Heizung für Hallen ist wohl das enorme Raumvolumen von Hallengebäuden und ihre Deckenhöhen von vier, zehn oder mehr Metern. Diese Gebäude im Winter auf gleichmäßiger Arbeitstemperatur zu halten, ist alles andere als trivial. Vor allem, wenn die Energiekosten dabei nicht ausufern sollen. Hinzu kommt die Schwierigkeit, dass keine Industrie- oder Gewerbehalle im Aufbau der anderen gleicht. Hochregale, Deckenkrane, unterschiedlichste Grundrisse und Nutzungsprofile stellen ganz eigene Anforderungen an das zu installierende Heizsystem.

Einfach einige Heizgeräte im Raum zu verteilen, reicht hier nicht aus. Hallengebäude haben aufgrund ihrer Größe und Höhe bauphysikalisch nämlich ganz besondere Anforderungen, die sich grundlegend vom Geschossbau unterscheiden. Deshalb lohnt sich hier der Weg zu einem ausgewiesenen Hallenheizungsexperten, um in puncto Funktionalität nicht mit Kompromissen leben zu müssen und am Ende unnötig viel Geld für ungenügende Leistung zu investieren.

Nicht immer im Blick, aber ein relevanter Faktor bei der Beheizung für Hallen: Mitarbeiterbedürfnisse und ein produktives Raumklima

Die baulichen Besonderheiten von Hallengebäuden erschweren es zudem, das Raumklima wunschgerecht zu beeinflussen und so für eine gute Arbeitsatmosphäre zu sorgen. Gerade die ist jedoch ein bedeutender Faktor für die Produktivität Ihrer Mitarbeiter: 18 bis 20 °C sollte die Temperatur im Arbeitsbereich nämlich idealerweise betragen. Doch nicht jeder Mitarbeiter benötigt dieselben Temperaturen: Wer körperlich arbeitet, hätte es natürlich gerne kühler als der Kollege mit einer ruhigen Tätigkeit im Sitzen oder Stehen. Für die Auswahl der richtigen Heizung für Ihre Hallen stellt das eine weitere Herausforderung dar, denn es bedeutet, dass Sie unterschiedliche, flexibel beheizbare Zonen einplanen müssen. Sowohl was Arbeitsbereiche betrifft, als auch im Hinblick auf Nutzzonen.

Verschiedenste Hallenzonen fordern flexible Systeme

Schauen wir doch einmal genauer hin, wie der Alltag in Industrie- und Gewerbehallen aussieht: In einem Bereich der Halle werden temperatur- und kondensatempfindliche Güter gelagert, die gleichmäßig temperiert sein müssen. Am anderen Ende bleibt ein Tor trotz klirrender Außentemperatur offen stehen – warum sollte man es auch schließen, wenn es dann doch wieder geöffnet werden muss? Hier braucht die Heizung nicht zu laufen. Es wäre reine Energie- und Geldverschwendung. Dazwischen die bereits erwähnten Arbeitsplätze mit unterschiedlichen Temperaturanforderungen.

Hinzu kommen Deckenkrane, die hin und wieder unter dem Heizgerät geparkt werden und die Wärmestrahlung blockieren. Vielleicht wird die Heizung über Nacht außerdem abgeschaltet, um die Betriebskosten niedrig zu halten – und muss am nächsten Morgen pünktlich zu Betriebsbeginn wieder heizen. Ohne lange Vorlaufzeiten, versteht sich. Es ist in Anbetracht all dieser Punkte wenig sinnvoll, für Hallen auf Heizungen zu setzen, die kontinuierlich die Luft erwärmen. Flexible Systeme müssen her!

Die Energie- und Klimapolitik rückt stärker in den Fokus

Mit Blick auf Heizungen für Hallen zählt jedoch längst nicht mehr allein, was sich in der Halle abspielt. Zunehmend relevanter wird auch das, was außerhalb der Gebäude geschieht. Wir sprechen hier von Klimaschutz und damit dem Energieverbrauch. Bis 2030 soll der Primärenergieverbrauch in Deutschland im Vergleich zu 2008 um 30 % gesenkt werden, bis 2050 halbiert – so steht es in der Energieeffizienzstrategie 2050 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Besonders im Gebäudebereich will die Bundesrepublik die Energieeffizienz dabei vorantreiben.

Für Hallenbesitzer, die eine neue Heizung planen, bedeutet das die nächste Herausforderung: Es gilt, auf möglichst effiziente Heizsysteme und Brennstoffe mit geringen Emissionen zu setzen, um den Energieverbrauch auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Idealerweise wird auch die Restwärme genutzt, um wirklich alles aus der Heizung für Ihre Hallen herauszuholen. Wer auf diese Weise Energie optimal nutzt, schont dabei einerseits die Umwelt und handelt im Sinne der Klimaschutzziele. Denn klar ist: Weniger Brennstoffverbrauch – weniger Emissionsausstoß. Doch auch in Ihrem eigenen Interesse sollten Sie auf energiesparende Hallenheizungen setzen. Denn:

Die Frage nach der richtigen Heizung für Ihre Hallen hängt eng zusammen mit der Kostenfrage

Hallenheizungen verbrauchen über ihren Lebenszyklus hinweg das sechs- bis zwanzigfache an Energiekosten im Vergleich zu den Investitionskosten. Das macht den Betrieb dieser Heizungen zu wesentlichen Kostentreibern für Hallenbesitzer, die ohne ein effizientes, flexibel arbeitendes System nur schwer in den Griff zu bekommen sind. Gehen wir dazu doch noch einmal auf die Aspekte zurück, die sich aus den baulichen Besonderheiten und dem Arbeitsalltag ergeben.

Das gesamte Raumvolumen heizen: Unnötiger Energieverbrauch. Durch Warmluftheizungen erwärmte Luft, die sich unter der Hallendecke staut: Unnötiger Energieverbrauch. Beheizen von nicht genutzten Hallenzonen: Unnötiger Energieverbrauch. Überheizte Hallenbereiche, weil sich die Heizung nicht flexibel steuern lässt: Unnötiger Energieverbrauch. Heizungen, die auch bei offenen Hallentoren weiterheizen: Unnötiger Energieverbrauch. Heizgeräte, die seit Stunden nur den gerade darunter geparkten Deckenkran aufwärmen: Unnötiger Energieverbrauch. Insgesamt am Nutzungsprofil der Halle vorbeiheizen – unnötiger Energieverbrauch.

Die Liste ließe sich endlos fortführen, doch es ist sicherlich schon deutlich geworden: Nur moderne, intelligent arbeitende Heizsysteme, die ganz gezielt als Heizung für Hallen entwickelt wurden, helfen Ihnen, genau solche Energieverschwendungs-Fallen zu umgehen und somit sowohl die Investitions- als auch die laufenden Kosten gering zu halten. Und dies auch mit Blick auf die Zukunft. Denn in den kommenden Jahren werden die Heizkosten weiter steigen. Grund dafür ist die seit 01. Januar 2021 gültige CO2-Steuer für den Einsatz fossiler Brenn- und Kraftstoffe. Es ist also sinnvoll, zum einen auf einen besonders CO2-armen Brennstoff wie Gas zu setzen und zum anderen auf eine hocheffiziente Heizung für Ihre Hallen – es sei denn, Sie wollen die steigenden Kosten in Kauf nehmen.

Damit wird klar: Bei der Auswahl von Heizungen für Hallen gibt es eine ganze Reihe von Herausforderungen. Gut, wenn man sie kennt und so gezielt umgehen kann. Somit stellt sich abschließend die Frage:

Welche Lösung gibt es für diese Herausforderungen?

Wie eingangs beschrieben, gleicht keine Halle der anderen. Auch die Auswahl der richtigen Heizung für Ihre Hallen muss deshalb unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Umstände erfolgen. Es gibt keine Pauschallösung. Grundsätzlich können Sie jedoch ab einer Deckenhöhe von vier Metern all die genannten Herausforderungen mit einem modernen, gasbetriebenen Infrarotstrahler-System meistern. Mithilfe intelligenter Steuerungstechnik und modularer Erweiterungen können Probleme wie offene Hallentore erkannt und die Heizung in diesem Bereich abgeschaltet werden.

Zonenbezogen kann die Heizung unterschiedliche Temperaturanforderungen erfüllen. Da Infrarotstrahler nicht die Luft per se erwärmen, kommt es dabei weder zu Staubaufwirbelungen noch zu unangenehmen Zugerscheinungen. Auch staut sich keine Warmluft ungenutzt unter der Hallendecke. Einfach ausgedrückt, heizt eine solche Heizung nur das, was wirklich nötig ist. In Kombination mit dem Brennstoff Erdgas (der einen hohen Primärenergiefaktor aufweist und zunehmend grün wird) und kluger Restwärmenutzung (beispielsweise zum Beheizen angrenzender Büroräume) schlagen Sie so alle Fliegen mit einer Klappe: Überschaubare Investitionskosten. Hohe Energieeffizienz. Zufriedene Mitarbeiter. Geringe Total Cost of Ownership. Umweltschutz. Setzen Sie also bei der Auswahl der Heizung für Ihre Hallen von Anfang an auf die richtige Lösung!


Eine Hand die auf eine Darstellung der Energieeffizienzklassen von einem Heizsystem zeigt.

4 gute Gründe, in ein energiesparendes und umweltfreundliches Hallenheizsystem zu investieren

Wie alle Sektoren muss auch die Industrie ihren Teil zum Klimaschutz und gegen die Erderwärmung beitragen. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Investition in ein energieeffizientes, umweltfreundliches Heizsystem. Lesen Sie in diesem Beitrag, welche Gründe konkret dafür sprechen.

Die Säulen der Energiewende

Die Energiewende spielt eine zentrale Rolle in Industrie und Politik: Weg von fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energien und zu mehr Effizienz lautet das Motto, mit dem die Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten umgestellt werden soll. Auf drei Säulen stützt sich die Energiewende dabei:

  1. Ausbau erneuerbarer Energien.
  2. Erhöhen der Energieeffizienz bei Strom-, Wärme- und Kälteversorgung.
  3. Verstärktes Energiesparen.

Sie bestimmen maßgeblich, wie Hallenbetreiber zukünftig ihre Heizsysteme planen sollten: Energiesparend und umweltfreundlich. Das gilt sowohl für Neubauten als auch für Sanierungsprojekte. Aus diesen Säulen lassen sich vier Gründe ableiten, warum Sie damit so früh wie möglich beginnen sollten.

1. Zahlreiche Zuschüsse fördern die energetische Sanierung

Besonders bei der energetischen Modernisierung Ihrer Hallengebäude können Sie auf zahlreiche Förderprograme und Zuschüsse zurückgreifen, die Ihnen den Weg zu mehr Klimaschutz ebnen. Beispielsweise werden bis zu 80 % der Kosten für Beratungsleistungen durch einen Energieberater gedeckt. Dieser zeigt Ihnen auf, wo in Ihrem Unternehmen Einsparpotenziale stecken. Ob es sich dabei um technische oder um bauliche Maßnahmen handelt, ist gleich. Denn als Bemessungsgrundlage wird die energetische Gesamtbilanz des Gebäudes betrachtet. Zu den Fördermöglichkeiten des Bundes zählen die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) oder die Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft.

2. Mit umweltfreundlichen Heizsystemen wirkt sich die CO2-Steuer geringer aus

Um Verbrauchern einen Anreiz zu geben, stärker auf regenerative Energiequellen zu setzen, ist zum 01. Januar 2021 die CO2-Bepreisung bzw. CO2-Steuer in Kraft getreten. Ab 2021 steigen damit jedes Jahr die Preise für fossile Brennstoffe wie Heizöl, Flüssig- und Erdgas, Kohle, Benzin und Diesel. Denn Hersteller bzw. Vertreiber müssen nun Emissionsrechte erwerben, deren Kosten sie auf die Verbraucher umlegen. Das bedeutet: Wer sein Heizsystem mit fossilen Brennstoffen betreibt und dabei den Energieverbrauch nicht optimiert, muss mit steigenden Kosten rechnen. Setzen Sie daher beim Neubau und der Modernisierung Ihrer Hallengebäude auf effiziente, umweltfreundliche Heizsysteme, die wenig Energie verbrauchen, möglichst mit dem kohlenstoffärmsten fossilen Energieträger Gas betrieben werden und in Zukunft verstärkt regenerativ betrieben werden können. So sparen Sie Heizkosten und tragen gleichzeitig zum Klimaschutz bei.

3. Energieeffizienz ist zentraler Bestandteil der Energiewende

Die Energieeffizienzstrategie 2050 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie setzt klare Ziele: Bis 2030 soll der Primärenergieverbrauch in Deutschland im Vergleich zu 2008 um 30 % gesenkt werden, bis 2050 halbiert. Die Maßnahmen dafür werden im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE 2.0) gebündelt. „Die sauberste und günstigste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird“, lautet das Motto der Energieeffizienz-Strategie. Um diese Ziele zu erreichen, will Deutschland die Energieeffizienz vor allem im Gebäudebereich vorantreiben, Energieeffizienz als Rendite- und Geschäftsmodell etablieren sowie die Eigenverantwortlichkeit für Energieeffizienz steigern.

Zusammengefasst bedeutet das für Sie als Hallenbetreiber: Um Energieeffizienz kommen Sie in Zukunft nicht mehr herum. Hallenheizungen verbrauchen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg etwa das sechs- bis zwanzigfache an Energiekosten im Vergleich zu den Investitionskosten. Mit Blick auf Total Cost of Ownership, auf die steigenden Preise für fossile Brennstoffe sowie die wachsenden Anforderungen an die Energieeffizienz Ihres Unternehmens ist es deshalb auch aus wirtschaftlicher Sicht kaum sinnvoll, in herkömmliche Heizsysteme zu investieren. Planen Sie daher beim Neubau bzw. der Sanierung Ihrer Hallengebäude langfristig, um Ihr Heizsystem nicht in wenigen Jahren wieder austauschen zu müssen.

Moderne Hallenheizungen überzeugen durch eine effiziente Arbeitsweise, mit der sich die Investitionskosten schon in kürzester Zeit amortisieren. Sie lohnen sich daher nicht nur aus energiepolitischer Sicht, sondern auch mit Blick auf die Total Cost of Ownership. Ein moderner gasbetriebener Infrarotstrahler arbeitet beispielsweise so effizient, dass Sie bis zu 70 % Energieeinsparung verzeichnen können. Zudem lassen sich Industrieheizungen längst mit anderen Technologien vernetzen und so das Maximum an Effizienz herausholen: mit Restwärme wird beispielsweise warmes Wasser erzeugt, das dann u. a. zum Heizen von angrenzenden Büroräumen genutzt werden kann. Abwärme aus Produktionsprozessen lässt sich in die Systeme ebenso einbinden wie Energie aus Solarthermie. Und eines ist klar: Je weniger Energie Sie ungenutzt verpuffen lassen, desto umweltfreundlicher ist Ihr Unternehmen.

4. Das GEG lässt Ihnen Spielraum bei der Planung Ihres Heizsystems

Besitzer von neu errichteten Gebäuden sind verpflichtet, regenerative Energien zu nutzen – im Bereich Hallengebäude sieht das jedoch ganz anders aus. Das mag überraschen, denn seit EnEV und EEWärmeG vor über 10 Jahren im Schnellschuss verabschiedet wurden hält sich hartnäckig das Gerücht, dass auch in Nichtwohngebäuden kein Weg an erneuerbaren Energien vorbeiführt – obwohl sie vielfach nicht die effizienteste Wahl darstellten.

Diese vermeintliche Vorgabe ist in den Köpfen vieler Planer noch immer verankert, denn die zweite Säule der Energiewende – namentlich die Energieeffizienz – ließ der Gesetzgeber damals außer Acht. Ebenso wie die Tatsache, dass Hallengebäude physikalisch und heiztechnisch völlig andere Anforderungen stellen als der Geschossbau. Dies wurde jedoch mit den Novellen von EnEV und EEWärmeG schrittweise behoben. Und zuletzt im November 2020 durch Inkrafttreten des neuen Gebäudeenergiegesetzes: Das GEG rückt den Grundsatz „Effizienz statt Substitution“ in den Fokus. Ab einer Hallenhöhe von 4m brauchen Sie beim Betreiben von dezentralen Heizsystemen keine regenerativen Energien einsetzen.

Ihnen stehen daher beim Planen Ihres Heizsystems zahlreiche Möglichkeiten offen, dieses sowohl umweltfreundlich als auch effizient zu gestalten. Und dies auch mit dem kohlenstoffarmen fossilen Energieträger Erdgas, solange Ihre Industrieheizung effizient arbeitet. Denn dieser Brennstoff weist einen guten Primärenergiefaktor auf, ist durch die kommende Synthetisierung zunehmend grün und gilt als Brückentechnologie auf dem Weg in die klimaneutrale Zukunft.

Fazit: Vieles spricht für effizientere, umweltfreundliche Hallenheizungen

Besonders die Energie- und Kosteneinsparungen sprechen für sich, wenn Sie über die Investition in ein modernes Heizsystem nachdenken. Zudem drängt auch die Gesetzgebung immer stärker dazu, im Sinne des Klimaschutzes auf effizientere, umweltfreundliche Technologien zu setzen und unterstützt dies durch zahlreiche Förderprogramme. Ausreden für eine energetische Sanierung oder eine umweltfreundliche Neuplanung gibt es daher keine mehr. Also zögern Sie nicht länger und nehmen Sie das Projekt so früh wie möglich in Angriff. KÜBLER unterstützt Sie dabei gerne.


Straßenschild in Form eines Vorfahrt gewären Schildes, mit der Aufschrift CO2-Steuer.

Die neue CO2-Steuer: Was bedeutet sie für Ihr Unternehmen?

Seit 01. Januar 2021 gilt die CO2-Bepreisung, auch bekannt als „CO2-Preis“ oder „CO2-Steuer“. In den Augen vieler Unternehmer und Verbraucher eine zusätzliche Belastung, lässt die neue Abgabe doch die Energiepreise in die Höhe schnellen dadurch unter anderem die Heizkosten steigen. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr über die neue CO2-Steuer und ihre Folgen.

Jetzt hat CO2 auch in Deutschland einen Preis

Zum Schutz unserer Lebensgrundlagen hat die Weltgemeinschaft auf der UN-Klimaschutzkonferenz 2015 im Übereinkommen von Paris beschlossen, die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst auf 1,5 °C, zu beschränken. Dazu müssen wir ab 2050 treibhausgasneutral sein. Seitdem wurden mehr und mehr Maßnahmen entwickelt, um dieses Ziel zu erreichen – sowohl international als auch auf europäischer und nationaler Ebene. Die Europäische Union will die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent senken (Vergleichsjahr ist 1990). Mit dem sogenannten EU ETS (European Union Emissions Trading System) gibt es einen Emissionshandel für fast die gesamte Energiewirtschaft. Das Ziel: die klimaschädlichen Gase zu reduzieren, indem als Anreiz dafür eine begrenzte Zahl an Emissionsrechten ausgegeben und frei auf dem Markt gehandelt werden. Außerhalb des europäischen Emissionshandels fehlte jedoch bisher ein solcher Anreiz. Im nationalen Klimaschutzprogramm 2030 wurden von der Bundesregierung daher neben Förderprogrammen und ordnungsrechtlichen Maßnahmen auch preisliche Anreize verabschiedet.

Besondere Bedeutung kommt den Sektoren Verkehr und Wärme zu, denn hier werden rund ein Drittel der klimaschädlichen Emissionen verursacht. Um 80 % soll der CO2-Ausstoß alleine im Wärmesegment bis 2050 sinken. Der Weg dahin wurde mit Inkrafttreten des Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG) Ende 2019 geebnet. Basierend darauf hat der Ausstoß von Treibhausgasen nun auch in Deutschland einen Preis. Seit 2021 setzt Deutschland mit dem nationalen Emissionshandel (nEHS) auf ein eigenes, zusätzliches Instrument zur Reduzierung der CO2-Emissionen, bekannt als CO2-Steuer. Der Bund setzt damit klare Ziele:

  • Die Mindestziele der EU-Klimaschutzverordnung erreichen
  • Die nationalen Klimaschutzziele erfüllen, v. a. Treibhausgasneutralität bis 2050
  • Die Energieeffizienz verbessern

Wie funktioniert die CO2-Steuer?

Die neue, seit 01. Januar 2021 gültige CO2-Steuer bezieht sich auf die Sektoren Verkehr und Gebäudewärme. Sie legt fest, dass die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Heizöl, Flüssiggas, Erdgas, Kohle, Benzin und Diesel ab sofort durch einen festen, schrittweise steigenden Preis „besteuert“ werden. Das soll Anreize schaffen, weniger Energie zu verbrauchen und auf umweltfreundlichere Alternativen umzusteigen.

Wie funktioniert die CO2-Steuer nun aber? Unternehmen, die diese Brennstoffe in den Verkehr bringen, müssen sich mit Zertifikaten sogenannte „Emissionsrechte“ erwerben. Diese Zertifikate basieren auf einer zuvor festgelegten Grenzmenge an Emissionen; ihre Anzahl wird von Jahr zu Jahr reduziert. Wer diese Zertifikate erwirbt, unterscheidet sich je nach Brennstoff. Beim Erdgas sind dies z. B. die Stadtwerke als diejenigen, welche die Endverbraucher beliefern. Zertifikate für Mineralöl-Produkte müssen überwiegend von Produzenten (z. B. Raffinerien) und Händlern erworben werden. Die Kosten für diese Emissionsrechte werden auf die Endverbraucher, d. h. Privatkunden und Unternehmen umgelegt, mit dem Ergebnis, dass die Preise für Heizmittel und Kraftstoffe von 2021 an steigen.

Was kommt mit der CO2-Steuer an Zusatzkosten auf Sie zu?

Damit sich Wirtschaft und Verbraucher schrittweise auf das neue System einstellen können, gelten für die CO2-Steuer zunächst Festpreise. Sie starten 2021 bei 25 Euro pro Tonne CO2 und steigen bis 2025 schrittweise an. Ab 2026 sieht die Regelung vor, dass sich die Kosten der CO2-Steuer marktabhängig zunächst in einem Preiskorridor zwischen 55 Euro (Minimum) und 65 Euro (Maximum) pro Tonne CO2 entwickeln und ab 2027 in eine freie Handelsphase übergehen. 2025 will man auf politischer Ebene über die weitere Preisbildung entscheiden. Die Kosten für fossile Brennstoffe werden sich also schrittweise erhöhen, am moderatesten bei Erdgas mit 6 Cent je 10 kWh im ersten Jahr.

Tabelle über den nationalen Emissionshandel und zeigt die Preiserhöhung nach Energieträger.
Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (2021)

Was bedeutet die CO2-Steuer nun konkret und was sollten Sie tun?

In erster Linie bedeutet die CO2-Steuer zweierlei:

  1. Heizen und Mobilität werden teurer.
  2. Energieträger, Energienutzung und Technologien müssen neu beurteilt und deutlich effizienter gestaltet werden, um die steigenden Kosten abzufangen.

Nach dem Motto „Die sauberste und günstigste Energie ist die, die gar nicht erst verbraucht wird“ setzt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie u. a. mit seiner Kampagne Deutschland macht’s effizient auf Ressourcenschonung. Dabei gilt der Grundsatz „Effizienz vor Substitution“. Wenn Sie beispielsweise aktuell bereits moderne, dezentrale Effizienz-Technologien zum Heizen nutzen, die zwar mit fossilen Brennstoffen, aber dafür sehr energiesparend arbeiten, besteht weniger Handlungsbedarf. Ab einer Höhe von über vier Metern sind Sie übrigens beim Heizen mit dezentralen Technologien im Neubau von Hallengebäuden von der Erneuerbare-Energien-Pflicht des GEG befreit.

Energieeffizienz ist nicht nur aus ökologischer Sicht eine Notwendigkeit, sondern zunehmend auch ökonomisch von Bedeutung. Deshalb sollten Sie natürlich langfristig nicht zögern, Ihre Heizung zu modernisieren bzw. auf alternative Energiequellen umzusteigen. Das kann auch zukünftig Erdgas sein – denn: Durch die kommende Zuspeisung von Wasserstoff (Power-to-Gas) und die Möglichkeit, Erdgas synthetisch herzustellen, wird dieser Energieträger zunehmend grüner und regenerativer. Lesen Sie dazu am besten unseren weiterführenden Beitrag zu Zukunftstechnologien für die Heizungsmodernisierung!

Welche Möglichkeiten hat die Wirtschaft, trotz CO2-Steuer Kosten zu sparen?

Das Gute am BEHG und der neuen CO2-Steuer: die Politik setzt damit echte Anreize, um Unternehmen und Verbrauchern mehr Energieeffizienz, den Einsatz klimafreundlicher Energieträger und die Entwicklung innovativer Produkte schmackhaft zu machen. Zudem besteht mit der festgelegten Preisregelung bis 2026 Planungssicherheit und ein ausreichend großes Zeitfenster, um zu reagieren. Als Unternehmen oder Verbraucher entscheiden Sie also selbst: Ist es für Sie sinnvoller, die CO2-Besteuerung zu bezahlen oder der Kostensteigerung durch passende Maßnahmen entgegenzuwirken? Unser Tipp: versuchen Sie, Ihre Ziele mit möglichst wenig Energie zu erreichen und prüfen Sie langfristig den Einsatz regenerativer Energien. So profitieren beide Seiten: das Klima und Ihr Unternehmen. Im Folgenden nennen wir Ihnen Beispiele, wie Sie die Energieeffizienz erhöhen können:

  • Erhöhte Wärmedämmung
  • Der Einsatz energieeffizienter Technologien
  • Die Nutzung von Wärmerückgewinnung und Restwärme
  • Der Einsatz intelligenter Steuerungstechnik
  • Die Umstellung auf Energieträger mit niedrigeren Emissionswerten (z. B. Erdgas statt Heizöl)
  • Die Einbindung von Solarthermie und anderen regenerativen Energien

Wie lassen sich die steigenden Kosten umgehen?

  • § 11 des BEHG sichert Unternehmen per Härtefallregelung einen finanziellen Ausgleich zu, wenn diese unzumutbar stark von den steigenden Preisen betroffen sind. Voraussetzungen sind:
  • Die Brennstoffkosten machen mehr als 20 % der Gesamtkosten des Betriebs aus.
  • Zusatzkosten, die mit der Einführung des BEHG auf das Unternehmen zukommen, würden 20 % der Bruttowertschöpfung übersteigen.

Darüber hinaus sollen Doppelbelastungen infolge des Einsatzes von Brennstoffen in einer dem EU-Emissionshandel unterliegenden Anlage möglichst vermieden werden.

Geplant ist zudem, diejenigen Unternehmen zu entlasten, die auf dem internationalen Markt durch die CO2-Besteuerung Nachteile erfahren würden. Denn für etliche ausländische Wettbewerber fallen CO2-Bepreisung bzw. dadurch steigende Brenn- und Kraftstoffkosten weg. Die Lösung kommt in Form der sogenannten „Carbon Leakage Verordnung“: Wer durch die CO2-Steuer Nachteile auf dem internationalen Markt hat, erhält einen finanziellen Ausgleich. So will Deutschland das Abwandern von Unternehmen verhindern. Betroffene Unternehmen müssen jedoch nachweisen, dass sie über ein Energiemanagement-System verfügen und bereits daran arbeiten, ihre CO2-Emissionen zu verringern. Sie müssen die Vergünstigungen dann für die weitere Senkung ihres CO2-Ausstoßes einsetzen.

Werden meine Maßnahmen in den Klimaschutz gefördert?

Auf nationaler Ebene unterstützt der Bund die Investitionen in den Klimaschutz durch eine Reihe umfassender, teilweise aktualisierter Förderprogramme und Zuschüsse. Dazu zählen zum Beispiel die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) oder die Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft. Diese Programme können Sie entweder als Zuschuss über die BAFA oder als Kreditförderung über die KfW beantragen. Zusätzlich werden auch Kosten, die für Energieberatung anfallen, bezuschusst.

Welche Möglichkeiten können Unternehmen nutzen, wenn die Investitionskosten zu hoch sind?

Wer nicht investieren kann oder will, aber trotzdem moderne Effizienztechnologien zum Heizen von Produktions- und Lagerhallen einsetzen und damit die Zusatzkosten durch die CO2-Steuer senken will, ist mit HeizWerk gut beraten. Dieses Mietmodell ist wirtschaftlich gleich doppelt interessant – zum einen, weil für die Unternehmen weder Investitions- noch Abschreibungsaufwand entstehen. Zum anderen, weil bei der energetischen Sanierung von Bestandsanlagen die Energiekosteneinsparung durch die Effizienztechnologien meist deutlich höher ist als der Mietbetrag. Mit dem positiven Ergebnis, dass den Unternehmen nach der Modernisierung sogar Extra-Geld in der Kasse bleibt.

Fazit: Fangen Sie an, den CO2-Ausstoß Ihres Unternehmens zu reduzieren!

Auch wenn die CO2-Steuer die Preise nur langsam steigen lässt, sollten Sie nicht zu lange warten. Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Einsparpotenziale und senken Sie gezielt CO2-Emissionen und Energieverbrauch. Gerade in Hallengebäuden verspricht eine Heizungsmodernisierung große Einsparmöglichkeiten. Rechnen Sie gerne mit unserem kostenlosen CO2-Rechner nach und erhalten Sie eine erste Einschätzung, wo und wie Sie noch reduzieren können!


Große Produktionshalle im Weitwinkel mit Heizsystemen zur Beheizung von Hallen.

Beheizung von Hallen: 6 Heizsysteme im Überblick

Warmluft, Flächenheizung oder doch lieber Infrarot? Zur Beheizung von Hallen stehen die verschiedensten Heizsysteme zur Auswahl. Je nach Anforderung eignet sich das eine mehr, das andere weniger. In diesem Beitrag erhalten Sie einen ersten Überblick über die sechs relevantesten Systeme für Industrie- und Gewerbehallen und deren Funktionsweise.

Zum Einstieg – darin unterscheiden sich zentrale und dezentrale Systeme

Systeme zur Beheizung von Hallen unterscheiden sich in zentrale und dezentrale Systeme. Zentral arbeitende Systeme benötigen einen separaten Heizraum, in dem Wärme erzeugt wird. Diese Wärme wird dann zu den Heizgeräten geleitet, wo sie das darin geführte Heizmedium erhitzt, was wiederum Wärme zum Heizen bereitstellt. Dieser Vorgang wird auch als „indirektes Heizen“ bezeichnet. Durch den Transport geht jedoch bereits ein Teil der Wärme verloren.

Dezentrale Systeme hingegen nutzen die Primärenergie direkt im Nutzraum bzw. dem Heizgerät selbst, welches die Wärme erst dort erzeugt, wo die Mitarbeiter sie brauchen. Sie benötigen keinen separaten Heizraum, sind flexibler und schneller einsetzbar.

Warmluftbeheizung von Hallen: Diese Möglichkeiten haben Sie

Das Grundprinzip hinter Warmluftheizungen ist denkbar einfach und schnell erklärt: Ein Gebläse leitet warme Luft in einen Raum und erwärmt ihn auf diese Weise. Wer bei der Beheizung von Hallen auf Warmluft setzen will, hat dazu zwei Möglichkeiten:

Dezentrale Wärmeversorgung via Warmlufterzeuger

Bei direkt befeuerten Warmlufterzeugern  erzeugt der Brenner die Wärme direkt dezentral. Mittels eines Wärmeübertragers wird auf der Sekundärseite angesaugte Luft dann erwärmt und in die Halle geblasen.

Bei der Beheizung von Hallen mithilfe von Warmlufterzeugern kann auf raumluftabhängige und -unabhängige Betriebsweise zurückgegriffen werden. Das heißt: Das Gerät saugt entweder Frischluft an oder erwärmt die Luft aus der Halle selbst. Letzteres ist besonders praktisch. Denn da warme Luft bekannterweise nach oben steigt, ist die Luft im Arbeits- bzw. Fußbodenbereich tendenziell kälter. Raumluftabhängige Warmlufterzeuger führen genau diese kühle Luft wieder zurück in die Warmlufterzeugung und sorgen so für Nachschub. Raumluftunabhängige Geräte hingegen nutzen oftmals zusätzlich die Wärme der Abgasführung, um die von außen zugeführte Luft zu erwärmen.

Zentrale Beheizung von Hallen mit einem Lufterhitzer

Indirekt beheizte Lufterhitzer, auch Luftheizer genannt, erwärmen die Luft nicht selbst. Vielmehr wird hier ein separater Heizkessel oder eine Zentralheizung angeschlossen, der den Wärmetauscher extern beheizt. Der Lufterhitzer saugt ebenfalls Luft an und leitet sie dann über den Wärmetauscher, der sie erwärmt. Dann kann die Warmluft in die Halle geblasen oder über Luftkanäle verteilt werden. Wenn Sie zur Beheizung von Hallen einen Lufterhitzer einsetzen möchten, sollten Sie auch hier wieder die Konvektion bedenken und entsprechend eine Warmluftrückführung oder Deckenventilatoren einplanen.

Flächenheizungen zur Beheizung von Hallen

Flächenheizungen können Sie grundsätzlich im Fußboden, in der Decke oder in den Wänden einbauen. Am weitesten verbreitet ist wohl die Fußbodenheizung, doch das System dahinter ist im Grunde gleich. Für die Fußbodenheizung werden beim Bau der Halle dünne Rohre flächendeckend und schlangenförmig im Boden verlegt. Auch nachträglich kann die Fußbodenheizung noch in einer zusätzlichen Estrichschicht eingebracht werden.

Zur Beheizung von Hallen wird durch diese Rohre ein extern erhitztes Heizmedium (z. B. Wasser) geleitet. Die somit erzeugte Wärme ist direkt im Boden spürbar und wird erst langsam an den Raum abgegeben, hält sich dort jedoch auch bei kurzzeitigem Ausschalten der Heizung noch eine Weile.

Bitte beachten Sie bei diesem Heizsystem, dass zu tiefe Verankerungen von Regalen oder Maschinen die Heizschläuche beschädigen können.

Nicht zu vergessen: Die Strahlungsheizungen

Bei der Beheizung von Hallen via Strahlungswärme wird zwischen Hell- und Dunkelstrahlern unterschieden. Hinzu kommen die Deckenstrahlplatten.

Deckenstrahlplatten

Auch bekannt als „Warmwasserdeckenstrahlplatte“, werden bei diesem System Rohre auf einer Metallplatte direkt unter der Decke verschweißt. Ähnlich wie bei der Fußbodenheizung fließt durch diese Rohre heißes, über einen externen Wärmeerzeuger erhitztes Wasser, das die Wärme auf die gesamte Konstruktion überträgt. Ein Strahlblech leitet die Wärme dann nach unten in den Raum, wo sie die Oberflächentemperaturen aller Flächen erhöht.

Zwischen Decke und Deckenstrahlplatte sollten Sie eine Dämmschicht anbringen, um den Wärmeverlust nach oben zu verringern. Wer Deckenstrahlplatten zur Beheizung von Hallen einsetzen will, sollte außerdem eine große Heizfläche von ca. 15-20 % der Deckenfläche einplanen.

Dunkelstrahler zur effizienten Beheizung von Hallen

Dunkelstrahler, auch als Schwarzstrahler bekannt, sind eine Variante der Infrarot-Strahlungsheizungen. Die Beheizung von Hallen erfolgt hier dezentral durch einzelne Geräteeinheiten, die durch einen Brenner eine lange Flamme in einem Strahlrohr erzeugen. In der Regel handelt es sich beim Energieträger um Erd- oder Flüssiggas, aber auch Biogas und Wasserstoff haben für die Zukunft Potenzial.

Reflektoren am Strahlungsrohr lenken die entstandene Wärme in Form von Infrarot-Strahlung in die zu beheizenden Bereiche. Dort sorgt diese erst für Wärme, wenn sie auf die Raumfassung und Oberflächen von Objekten oder Personen trifft – ähnlich wie die Sonne. Der entscheidende Vorteil von Strahlungsheizungen dieser Art ist daher, dass keine warme Luft physikalisch bedingt unter die Decke steigt und zurückgeleitet werden muss.

Hellstrahler: Wärmeerzeugung über Keramik

Hellstrahler arbeiten auf ähnliche Weise wie Dunkelstrahler. Ein Gas-Luft-Gemisch wird auf Keramikplatten verbrannt, erzeugt Wärme und emittiert Infrarotstrahlung. Reflektoren leiten die Strahlen auch hier gezielt in den Arbeitsbereich. Der grundsätzliche Unterschied besteht jedoch in der Verbrennung. Die erfolgt bei Hellstrahlern offen – und damit verbleiben die Abgase zunächst im Raum. Eine indirekte Abführung der Abgase ist somit erforderlich. Wer bei der Beheizung von Hallen auf Hellstrahlersysteme setzt, muss deshalb für ausreichende Be- und Entlüftung sorgen.

Was lohnt sich zur Beheizung von Hallen besonders?

Welches Heizsystem nun für Sie die richtige Wahl ist, hängt ganz von Ihrem Nutzungsprofil und Ihren wirtschaftlichen Anforderungen ab. Bei Raumhöhen ab 4 Meter empfehlen sich an dieser Stelle jedoch Infrarot-Dunkelstrahler, da diese besonders gut auf die gebäudephysikalischen Besonderheiten von Hallen ausgelegt sind und sich durch vergleichsweise geringe Investitionskosten bei hoher Effizienz, Flexibilität und Betriebssicherheit auszeichnen. Lassen Sie uns gerne in einem persönlichen Gespräch darüber sprechen – oder finden Sie mit unserem Konfigurator heraus, welches Heizsystem für Ihr Objekt am besten geeignet ist!


Weitwinkelaufnahme einer Industriehalle von innen, die mit einer Infrarot-Hallenheizung beheizt wird.

Wie Sie mit der Infrarot-Hallenheizung das richtige Raumklima für Ihre Produktion schaffen

Hallengebäude sind eine Welt für sich. Besonders im Winter. Denn die hohen Räume stellen eine echte Herausforderung dar für alle, die dort für ein möglichst angenehmes Arbeitsklima sorgen möchten. Doch es gibt Lösungen – zum Beispiel die Infrarot-Hallenheizung. Aber fangen wir mit der Frage an: Was heißt angenehmes Raumklima überhaupt? Und welche Faktoren sind dafür entscheidend?

Dazu gibt es verschiedene Darstellungen, die im Grunde auf diese vier Faktoren hinauslaufen:

  • Temperatur
  • Luftfeuchtigkeit
  • Luftbewegung
  • Luftqualität

Während die Temperatur in starkem Maß abhängig von der Art der Tätigkeit ist (18 °C Empfindungstemperatur sind bei körperlicher Arbeit ausreichend, im Sitzen sind mindestens 20 °C nötig) ist man sich bei den Faktoren Luftfeuchtigkeit, -bewegung und -qualität einig. 40 – 60 % Luftfeuchtigkeit, eine Luftbewegung von höchstens 0,15 m/s (bei 21 °C) und ein Sauerstoffgehalt von 21 % sind Richtwerte, die von den meisten als angenehmen empfunden werden.

Das richtige Raumklima beeinflusst die Produktivität Ihrer Mitarbeiter

Dass sich ein schlechtes Raumklima negativ auf die Leistungsbereitschaft und -fähigkeit Ihrer Mitarbeiter auswirkt, ist erwiesen. Sie merken es spätestens, wenn Beschwerden eingehen oder der Krankenstand ansteigt. Neben vielen anderen Stellen hat sich die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (baua) damit beschäftigt und schreibt dazu in einem 2016 veröffentlichten Bericht:

„Geringe Abweichungen vom „Klimaoptimum“ führen zunächst zu Befindlichkeitsstörungen, Beschwerden über das Klima (zu warm, zu kalt, es zieht) sind die Folge. Verstärken sich diese Effekte und kommt noch Klimamonotonie oder das Unvermögen, das Klima selbst beeinflussen zu können, hinzu, kann das zu einem hohen Maß an Unzufriedenheit, Stress und psychischen Beanspruchungen führen; Motivation und Zufriedenheit mit der eigenen Arbeit sinken. Letztlich nimmt die Anstrengungsbereitschaft ab, die Beschäftigten fühlen sich weniger leistungsfähig und es können objektiv messbare Produktivitätseinbußen und erhöhte Fehlerraten auftreten.“ 

Problem 1: Hallengebäude sind eine echte Herausforderung für das Arbeitsklima

In Büroräumen ist es noch relativ einfach, das Raumklima positiv zu beeinflussen. Produktionshallen dagegen stellen die Verantwortlichen vor ganz andere Herausforderungen. Denn das Unternehmensziel „Gutes Arbeitsklima“ bekommt hier gleich von verschiedenen Richtungen aus Gegenwind:

  • Große Deckenhöhen von 4, 10 und mehr Metern
  • Lange Toröffnungszeiten
  • Verschiedene Arbeitsbereiche und Hallenzonen
  • Unterschiedliche Gebäudegrundrisse und -aufteilungen
  • Dynamische Temperaturanforderungen
  • Unzureichende Dämmung, insbes. alter Hallen
  • Hoher Druck zur Betriebskostensenkung

Alleine schon den Wohlfühlfaktor Temperatur in einem solchen Gebäude auf angenehmem Niveau zu halten, ist alles andere als trivial. Insbesondere weil eine gute und gleichmäßige Beheizung auch vor dem Hintergrund der Energieeffizienz betrachtet werden muss. Von Luftfeuchtigkeit, Luftbewegung und Luftqualität ganz zu schweigen.

Problem 2: Nicht jede Heizung trägt auch zu einem guten Raumklima bei

Zur Hallenbeheizung werden die unterschiedlichsten Technologien genutzt. Nicht immer mit dem gewünschten Ergebnis was Funktionalität, Wärmekomfort und Wirtschaftlichkeit betrifft. Sie unterscheiden sich nach Art des Energieträgers (Heizöl, Gas, Holz, Strom, Sonne) und nach Art der Bereitstellung: zentral oder dezentral. Dezentral beheizte Systeme sind heute in vielen Anwendungsbereichen die Technologie der Wahl. Dabei nehmen insbesondere gasbetriebene Infrarot-Hallenheizungen des Typs Dunkelstrahler eine herausragende Rolle ein, weil sie speziell für die Beheizung hoher Räume zugeschnitten sind und dort wichtige Vorteile bieten.

Keine heiße Luft: Warum Infrarot-Hallenheizungen so gut für das (Raum-) Klima sind

Infrarot-Hallenheizungen sind Strahlungsheizungen. Diese Heizungssysteme übertragen Wärme, indem sie Infrarotstrahlung emittieren. Sobald die Strahlen auf Körper oder Objekte treffen, werden sie in Wärme umgewandelt. Damit ähnelt die Wirkung von Infrarot-Hallenheizungen dem Wärmeprinzip der Sonne, die nicht die Luft, sondern unmittelbar Menschen, Raumfassung, Maschinen und andere Gegenstände in der Halle erwärmt. Das hat in hohen Räumen einen entscheidenden Vorteil: denn wo keine Luft erwärmt wird, kann auch keine Warmluft hoch unter das Hallendach steigen und dort – außerhalb des Arbeitsbereiches – ungenutzte Warmluftpolster bilden. Infrarot-Hallenheizungen sind speziell dafür gemacht, Wärme gleichmäßig in den Nutzungsbereich zu bringen. Und sonst nirgendwohin. Das ist übrigens auch der entscheidende Grund, warum diese Systeme so energiesparend und damit so wirtschaftlich und umweltfreundlich sind.

Infrarot-Hallenheizungen können mehr als gleichmäßig wärmen

Doch die gleichmäßige gezielte Temperaturführung ist nicht der einzige Grund, warum Infrarot-Hallenheizungen für ein angenehmes Raumklima sorgen. Wichtig ist auch: Weil keine Warmluft entsteht, verursachen diese Systeme keine unangenehmen Zugerscheinungen. Und wo keine Zugluft ist, gibt es keine Staubaufwirbelungen, die die Luftqualität belasten könnten. Staub ist fast überall – daher ist dies ein wichtiger Pluspunkt für das Wohlgefühl und die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter ebenso wie für den Schutz Ihrer Produktionsmaschinen. Ein Vorteil für die Luftqualität ist auch die geschlossene Verbrennung der Infrarot-Hallenheizung in Form eines Dunkelstrahlers – und damit verbunden ihre Eigenschaft, dass Abluft gezielt nach außen abgeführt wird und nicht im Hallengebäude verbleibt. So lässt sich diese Abwärme übrigens – effizienzsteigernd – für weitere thermische Prozesse nutzen, z. B. zur Warmwasseraufbereitung (Stichwort: hybride Systeme).

Wie Sie gutes Raumklima mit einer Infrarot-Hallenheizung ganz gezielt steuern

Infrarot-Hallenheizungen wie die Technologien von KÜBLER sind heute nur noch selten einfache Stand-alone-Lösungen. Sie sind digital in Systeme eingebunden, die eine Vielzahl smarter Funktionen ermöglichen. So lassen sich in den Hallen verschiedene Nutzungsbereiche definieren, gezielt ansteuern und bedarfsgerecht temperieren (Stichwort: Zonenbeheizung). Intelligente Effizienzmodule erkennen z. B. offene Hallentore und schalten die Heizung automatisch ab bis die Tore wieder geschlossen werden. Je nach Länge der Toröffnungszeiten lassen sich so nennenswerte Energieeinsparungen erzielen. Ein- und Abschaltzeiten werden heute digital optimiert und gesamte Heizprozesse im Monitoring überwacht und für Audits z. B. nach DIN EN ISO 50001 analysiert. Ebenso lässt sich auch die Luftfeuchtigkeit regeln – das ist sinnvoll, wenn Sie z. B. korrosionsempfindliche Waren wie Coils lagern.

Mit Infrarot-Hallenheizungen lassen sich die vielfältigen klimatischen Herausforderungen von Hallengebäuden lösen – schließlich sind sie speziell für diesen besonderen Anwendungsfall entwickelt worden. Aber sie sind mehr als die Grundlage für ein gutes und produktives Arbeitsklima. Infrarot-Hallenheizungen sind heute darauf ausgelegt, ein Maximum an Energieeffizienz in Ihre Hallen zu bringen. Sie sind digitale Hochleistungslösungen, die den Energieverbrauch so niedrig halten, dass sie sich ökologisch wie ökonomisch bezahlt machen. Durch geringe CO2-Emissionen, günstige Betriebskosten und niedrige TCO (Total Costs of Ownership). Deshalb zählen sie heute zu den zentralen Bausteinen einer nachhaltigen Finanz- und Unternehmensstrategie.


Eine Lagerhalle, die mit dem Programm Wärme 4.0 von KÜBLER beheizt wird.

Wärme 4.0

Wärme 4.0: Effizienz vernetzt

Selten hatte die Energiefrage mehr Brisanz. Gesetze, Normen, Verordnungen stellen nahezu alle Unternehmen vor Herausforderungen. Mit dem Ziel, Einsparpotenziale zu erschließen, werden Lösungen gesucht. Und Antwort auf die Frage: Wie bleiben die Maßnahmen bezahlbar?

Es gibt etwas, das Sie die energiesparende Hallenbeheizung mit neuen Augen sehen lässt

Auch wir bei KÜBLER haben uns als Experten für energiesparende Großraumbeheizung darüber Gedanken gemacht. Und vielleicht eine der besten Antworten entwickelt. Sie heißt WÄRME 4.0. Dieser Name steht für unsere ganzheitliche Sicht auf die Wärmeversorgung in Hallengebäuden. Ein Programm, das die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters schon bei der Produktentwicklung nutzt. Das Vernetzungen schafft und Heizprozesse digitalisiert. Man könnte es auch so formulieren: WÄRME 4.0 ist ein neuer Meilenstein. Auf dem Weg, den wir mit Ihnen in die heiztechnische Zukunft gehen. Sparsam, bezahlbar und verfügbar. Sehen Sie sich das genauer an.

Es besitzt die Kraft, individuelle Heizkonzepte zu entwickeln und wirtschaftlich zu realisieren

WÄRME 4.0 kann Heizungssysteme mit Fertigungsprozessen verbinden. Energieflüsse in Hallen und Büroräumen verzahnen. Intelligente Dienstleistungen einbinden. Kurz: Synergieeffekte nutzen.

In Ihren Hallengebäuden und Fertigungsprozessen können jede Menge Einsparpotenziale schlummern. Wichtig ist, sie zu nutzen. Wichtig ist jedoch auch: In WÄRME 4.0 steckt die Kraft, individuell für Sie zugeschnittene Heizkonzepte zu entwickeln. Von 20 kW-Kleinstprojekten bis in Leistungsbereiche von mehreren Megawatt. Von einzelnen Hallenbereichen bis zu komplexen Arealen. Gebäude- und standortübergreifend. Warum sich die Umsetzung in jedem Fall für Sie lohnt? Weil WÄRME 4.0 bezahlbar ist. Und überaus wirtschaftlich.

Es macht Heizungsanlagen transparent und ganze Systemabläufe effizienter

Effektives Energiemanagement braucht Informationen. Gut, wer sie vernetzen und steigende Datenfluten interpretieren kann. Einfach und intuitiv.

Digitalisierung verändert die Wärmeversorgung in Industrieunternehmen und Gewerbe. Wo Menschen mit Heizungssystemen und Prozessen kommunizieren wollen, entstehen Daten. Über Energieflüsse, Betriebsstunden, Verbräuche u. v. m. Immer schneller, immer komplexer. Noch nie war es mit unseren Systemen so einfach, diese Datenströme zu erfassen, zu analysieren und nutzbar zu machen. Um Einsparpotenziale frühzeitig zu erkennen. Und Energieeffizienzmaßnahmen im Unternehmen messen, steuern, und nachweisen zu können. Jederzeit. Überall. Auch dies ist WÄRME 4.0.

Wärme 4.0 ist der Weg, Effizienzpotentiale zu vernetzen und Heizprozesse zu digitalisieren

Wollen Sie mal sehen? Die Umsetzung lohnt sich, da Wärme 4.0 wirtschaftlich und überaus interessant ist. Gerne helfen und beraten wir Sie bei der Umsetzung.

 

 


Mann überprüft Heizungstemperatur in der Produktionshalle.

Einschaltzeiten optimieren und Bares sparen

Wenn in der Vorweihnachtszeit die Produktion heißt läuft, hat niemand Zeit für die Heizungsregelung. Hauptsache, es ist schön warm in der Halle. Einmal eingestellt, läuft die Heizung die festgelegten Betriebszeiten.

Im Zweifel lieber ein bisschen länger als unbedingt nötig, denn kalte Arbeitsbedingungen drücken bei der Belegschaft schon mal auf die Stimmung und damit auf die Produktivität. Aber muss wirklich bei 14 °C Außentemperatur die gleiche Heizzeit gefahren werden wie bei -5 °C? Egal was es kostet?

Diese Frage stellen sich nicht nur Industriebetriebe – auch in Sporthallen, Event- und Ausstellungshallen steht man vor dem gleichen Problem. Helfen können intelligente Einsparmodule für die Regelungstechnik. Diese Software-Tools sind in der Lage, permanent klimatische Außenbedingungen zu analysieren und entsprechend Aufheizzeit sowie Betriebsdauer der Heizungsanlage zu optimieren. Bedarfsgerecht abgestimmt auf die aktuellen Wetterverhältnisse und Außentemperaturen.

Über die Heizperiode hinweg lohnt sich die automatische Optimierung des Heizbetriebs. Schließlich steht einem relativ kleinen Kaufpreis für die Einsparmodule eine nennenswerte Kostensenkung gegenüber. Bis zu 5 % Ihres Energieverbrauchs können so kostenwirksam eingespart werden. Von 100 Unternehmen, die heute über moderne Heizungssteuerungen verfügen, nutzen 99 gleichzeitig die smarten Einspartools.

Sie möchten mehr über diese Einsparmodule erfahren? Kein Problem! Unter Kontakt erreichen Sie die Hallenheizungsspezialisten von KÜBLER.

Übrigens: den nächsten Heißen Tipp rund um das Thema ENERGIEEFFIZIENZ & HALLENGEBÄUDE verraten wir Ihnen in einer Woche.


Produktionshalle von außen betrachtet mit Parkbereich davor.

Lange Weihnachtspause? Jetzt Heiztemperatur senken!

Nicht nur die Politik hat die Reißleine gezogen, auch viele Unternehmen planen, die Weihnachtspause zu verlängern und den Betrieb zumindest bis zur 2. Januarwoche runterzufahren. Über Wochen werden Maschinen stillstehen und Tore zu den Hallengebäuden geschlossen bleiben.

Damit zu den hohen Kosten des Stillstands nicht auch noch unnötiges Geld verbrannt wird, sollten Sie den Heizungsbetrieb anpassen. Viele Anlagen sind heute mit moderner Steuerungs-Software ausgestattet, die eine Anpassung der Betriebszeiten einfach ermöglichen. Aber auch die manuelle Umstellung rechnet sich.

Die Empfehlung vom Experten:

  1. Nutzen Sie die Einstellung Urlaubsbetrieb. Sie können die Heizungsanlage während der Weihnachtspause auf 8 °C runter regeln, sofern dies Ihre Rahmenbedingungen zulassen. Diese Temperatur reicht aus, damit der Gebäudekörper nicht vollständig auskühlt und sich die Betriebstemperatur bei Bedarf schnell wieder erreichen lässt.
  2. Schalten Sie am Wochenende vor Arbeitsbeginn zurück auf Normalbetrieb. Die Anlage wird entsprechend Ihrer Einstellungen auf Absenktemperatur fahren und am Montag den Normalbetrieb wiederaufnehmen.

Je nach Größe Ihrer Anlage spart Ihnen die Temperaturabsenkung einige Tausend Euro. Eine Summe, die sich sicherlich im kommenden Geschäftsjahr gut einplanen lässt. Vielleicht sogar, um mit Ihren MitarbeiterInnen gemeinsam auf ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr anzustoßen?

Sie möchten mehr über die Temperaturabsenkung und moderne Heizungsregelung erfahren? Kein Problem! Unter ► Kontakt erreichen Sie die Hallenheizungsspezialisten von KÜBLER.

Übrigens: Der Heiße Tipp rund um das Thema ENERGIEEFFIZIENZ & HALLENGEBÄUDE macht jetzt Pause. Den nächsten erhalten Sie im neuen Jahr. Fröhliche Festtage!


Porträt einer Managerin in einer Fertigungshalle mit Blick auf ein digitales Tablet.

Heizungsprobleme clever lösen – trotz Krise

Wer eines der ca. 360.000 Hallengebäude betreibt, die in Deutschland seit den 1960er Jahren errichtet wurden, hat in diesem Winter bestimmt schon kalte Füße bekommen. Denn mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit sind auch die Heizungsanlagen in diesen Hallen über 20 Jahre alt und dürften regelmäßig für Störungen oder sogar Produktionsausfälle sorgen. Ganz abgesehen von den hohen Heizkosten oder dem Ärger mit Mitarbeitern und Betriebsrat.

Die Frage ist: Was hindert Betreiber von Fertigungs-, Lager- oder anders genutzten Hallengebäuden daran, schleunigst auf zuverlässige und ökonomisch wie ökologisch zeitgemäße Heizungstechnologien umzusteigen?

Die Antwort vieler Unternehmer auf diese Frage: „Der hohe Aufwand für die Heizungssanierung.“ Vor allem fehlt das Budget. Erst recht in so unsicheren wirtschaftlichen Zeiten. Wer will in der Krise investieren?

Was viele übersehen oder nicht wissen, ist der große wirtschaftliche Nutzen einer Heizungsmodernisierung. Denn damit lässt sich richtig Geld verdienen. Die Kosteneinsparungen liegen in den meisten Fällen bei 40 bis 60 Prozent – allein aufgrund der reduzierten Verbrauchskosten. Viel spannender wird die Sanierung zudem, wenn sie als Mietmodell projektiert wird. Denn hier entsteht null Investitionsaufwand.

Bei einem Großunternehmen in Laubach / Hessen hat man sich vor zwei Jahren entschieden, die veraltete Heizungsanlage im Mietkonzept zu sanieren. Dort ist man hoch zufrieden. Der Direktor Produktion:

„Gerade in schwierigen Zeiten ist die Heizungsmiete ein Super-Geschäftsmodell. A hat man keine Investition. Und B ermöglicht dies, trotzdem die Technik umzustellen und Einsparung zu erzielen.“

Auch wirtschaftlich hat sich die Sanierung gelohnt. Das Unternehmen freut sich über 45.000 Euro Kosteneinsparung p. a. – und dies nach Abzug der Miete.

Wenn Sie mehr über die Heizungsmodernisierung und das lukrative Mietmodell erfahren möchten, nehmen Sie doch einfach Kontakt mit uns auf.

Übrigens: den nächsten Heißen Tipp rund um das Thema Hallengebäude & Energieeffizienz verraten wir Ihnen beim nächsten Mal.


Weitwinkelaufnahme einer Industriehalle von oben, mit Blick auf die Infrarot Dunkelstrahler.

Heizen mit Infrarot-Dunkelstrahlern: Diese Fakten sollten Sie kennen!

Ein neues Heizsystem für die Produktion Ihres Unternehmens ist eine Entscheidung, die wohl überlegt sein will. Schließlich geht es hier nicht allein um warme Hallen. Es steckt noch viel mehr dahinter:

  • Heizkosten sinnvoll einsparen
  • Energieeffizienz erhöhen
  • Wärmekomfort am Arbeitsplatz schaffen
  • Flexibilität im Betrieb sichern und
  • Umweltschutz-Vorgaben sowie gesetzliche Auflagen erfüllen

Sie denken darüber nach, ob Infrarot-Dunkelstrahler die richtige Wahl sind? Dann dürften Ihnen diese nachfolgen Fakten die Entscheidung erleichtern!

So funktionieren Infrarot-Dunkelstrahler

Bevor wir uns an die harten Fakten wagen, sollten wir zunächst zwei grundsätzliche Fragen klären und mit verbreiteten Missverständnissen aufräumen. Was sind Strahlungsheizungen und was unterscheidet Infrarot-Dunkelstrahler von Hellstrahlern?

Viele Antworten, die Sie im Internet dazu finden, sind wenig erhellend oder einfach Unsinn. Richtig ist: Sowohl Hell- und Dunkelstrahler sind Strahlungsheizungen, da bei ihnen die Wärmeübertragung nahezu ausschließlich durch Infrarotstrahlung erfolgt. Hierzu werden in der Regel Erd- oder Flüssiggas als Energieträger verwendet. Aber auch Biogas oder Wasserstoff z. B. aus regenerativen Quellen haben für die Zukunft großes Potenzial.

Dunkelstrahler nutzen eine geschlossene Verbrennung in einem Rohrsystem. Hellstrahler arbeiten mit offener Verbrennung. Der wesentliche Unterschied besteht folglich im Umgang mit den Verbrennungsabgasen: Bei Hellstrahlern verbleiben diese zunächst in der Hallenatmosphäre. Deshalb muss bei diesen Systemen für ausreichende Be- und Entlüftung gesorgt werden. Bei Infrarot-Dunkelstrahlern wird die Abluft über ein Abgassystem nach draußen abgeführt – ohne die Hallenatmosphäre zu belasten. Deshalb ist die Nutzung von Dunkelstrahlern heute in den meisten Anwendungen die bevorzugte Wahl.

Die entstehende Wärme wird bei beiden Systemen als Infrarotstahlen in die zu beheizenden Bereiche gelenkt. Ähnlich wie bei Sonnenstrahlen entsteht Wärme, sobald die Infrarotstrahlen auf Körper oder Gegenstände treffen. So werden u. a. der Hallenboden, die Raumfassung und die Menschen im Arbeitsbereich direkt erwärmt.

Das Besondere daran: Dunkelstrahler erhitzen durch ihre Infrarotstrahlung also keine Umgebungsluft, sondern nur unmittelbar das, was wirklich beheizt werden soll. So gibt es auch so gut wie keine warme Luft, die physikalisch bedingt unter das Hallendach steigt, anstatt im Arbeitsbereich zu bleiben. Genau hier liegt der entscheidende Vorteil von Infrarot-Strahlern in puncto Effizienz.

Keine heiße Luft – keine Luftbewegung

Wo gehobelt wird, fallen Späne. Oder es entsteht eben eine Menge Staub. Dieser Staub wird durch in Hallen oft genutzte, konventionelle Warmluftheizungen aufgewirbelt. In vielen Betrieben ist das ein Problem, dem sich jedoch mit Infrarot-Dunkelstrahlern leicht entgegenwirken lässt. Diese erwärmen keine Luft und deswegen kann auch keine Zugluft entstehen oder Staub aufwirbeln. Für Ihre Mitarbeiter und Besucher bedeutet das eine gesunde, staub- und zugfreie Arbeitsatmosphäre.

Infrarot-Dunkelstrahler heizen besonders effizient

Bleiben wir noch kurz bei den Warmluftheizungen, die üblicherweise in Industrie- und Gewerbehallen zum Einsatz kommen. Einfache Physik macht schnell deutlich, dass diese nicht besonders effizient zum Heizen großer Hallen sind: Die erwärmte Luft steigt schließlich geradewegs nach oben. Damit es nicht nur unter dem Dach, sondern auch in der eigentlichen Nutzzone der Halle warm ist, muss kontinuierlich nachgeheizt werden. Wenn dann noch das Hallentor ständig offen steht oder die Halle veraltet und nicht ausreichend gedämmt ist, entsteht enorme Energie- und Geld-Verschwendung.

Infrarot-Dunkelstrahler dagegen erwärmen nur – wie bereits beschrieben – die Objekte und Körper, auf die sie treffen. Und wenn keine warme Luft entsteht, kann auch keine warme Luft entweichen. Darüber hinaus lässt sich der Betrieb von Dunkelstrahlern über eine entsprechend intelligente Steuerung flexibel an die verschiedensten Situationen anpassen, die die Arbeit in Hallen mit sich bringt:

  • Toröffnungszeiten
  • Arbeits- und Schichtzeiten
  • Unterschiedliche Nutzzonen der Halle, in denen auch unterschiedlich viel Wärme benötigt wird

Mit Infrarot-Dunkelstrahlern heizen Sie also besonders effizient. In klaren Zahlen ausgedrückt: Sie verbrauchen bis zu 70 % weniger Energie im Vergleich zu konventionellen Systemen. Moderne Infrarot-Dunkelstrahler sind damit aktuell die wohl effizientesten Heizsysteme für Industrie- und Gewerbehallen. Und dadurch holen Sie nicht nur die Anschaffungskosten schnell wieder rein, sondern tun auch der Umwelt etwas Gutes.

Keine Sorge vor GEG & Co.: Selbst hohe Effizienz-Anforderungen lassen sich durch moderne Infrarot-Dunkelstrahler sicher erfüllen

Apropos Umweltschutz: Wer sich in den vergangenen Jahren nicht um effiziente Heizsysteme und andere Einspar-Maßnahmen in seinen Hallen gekümmert hat, kommt mehr und mehr in Zugzwang. Denn um die Ziele des Klimaschutzplans 2050 zu erreichen, fordert der Gesetzgeber auf verschiedenen Wegen den sparsamen Einsatz von Energien. Wichtig sind hier:

  • das GEG –Gebäudeenergiegesetz (seit 01.11.2020) und
  • die CO2-Steuer (seit 01.01.2021)

Und was Energiemanagement Zertifizierungen angeht: Wer auch nach Mitte 2021 die Audits nach der dann gültigen verschärften DIN EN ISO 50001 (2018) erfüllen will, muss auch hier steigende Effizienzanforderungen erfüllen.

Das GEG, welches die bisherigen komplexen Energieeinspargesetze zusammenfasst, fordert unter anderem die verstärkte Nutzung regenerativer Energiequellen. Dass Infrarot-Dunkelstrahler mit Gas arbeiten, scheint dem zu widersprechen. Oder?

Nein, im Gegenteil. Dieser weitverbreitete Irrtum ist aufgrund missverständlicher Formulierungen in der alten Gesetzgebung entstanden und sorgt immer noch für einige Verunsicherung. Fakt ist jedoch: moderne Infrarot-Dunkelstrahler wurden aufgrund ihrer hohen Energieeffizienz schon immer gesetzeskonform eingesetzt – im Neubau wie in der Sanierung. Im GEG wird diese hohe Effizienz jetzt verstärkt gewürdigt, indem dezentral beheizte Hallen mit Raumhöhen von über vier Metern von der Pflicht zum Einsatz regenerativer Energien entbunden werden. Zudem weist der Energieträger Gas nicht nur einen guten Primärenergiefaktor auf. Gas ist die Technologie der Zukunft mit großen Potenzialen, sobald das Thema Power-to-Gas, also die Herstellung von Wasserstoff, in großindustriellen Prozessen verfügbar sein wird. Gasbetriebene Infrarot-Dunkelstrahler bleiben also auch zukünftig der Goldstandard zur energieeffizienten Beheizung von Hallengebäuden. Und das zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus.

Dunkelstrahler sind eine Investition, die sich auszahlt. Von Anfang an.

Ein Fehler, der bei der Planung von Hallenheizungen besonders häufig gemacht wird, ist die mangelnde Sicht aufs große Ganze. Die neuen Geräte sollen in der Investition möglichst günstig sein – und das rächt sich auf lange Sicht, wenn dabei die Verbrauchskosten außer Acht gelassen werden. Schließlich verbraucht eine Hallenheizung über ihren Lebenszyklus ein x-Faches ihrer Investitionskosten. Wichtig ist es daher, den Fokus auch auf die Lebenszykluskosten zu legen. Das Stichwort ist hier: niedrige TCO – Total Costs of Ownership. Sie können eine Menge Geld am falschen Ende sparen (oder auch ausgeben!), ohne dass es am Ende wirklich effektiv ist.

Welche Heizung lohnt sich nun – auch auf lange Sicht? Die Antwort lautet: die Heizung, die am besten zu Ihrem Nutzungsprofil passt und Ihre wirtschaftlichen Anforderungen erfüllt. Infrarot-Dunkelstrahler zeichnen im Vergleich zu vielen anderen Systemen durch geringe Investitionskosten aus. Dies belegen die Ergebnisse einer Studie, die wir gemeinsam mit der TU Kaiserslautern durchgeführt haben. Investitionskosten für den Einsatz von regenerativen Energien wie z. B. Wärmepumpe in Verbindung mit Fußbodenheizung oder Holzpelletofen gekoppelt mit Deckenstrahlplatten liegen zwischen Faktor 1, 8 bis 4,0 – im Schnitt um Faktor 3,0! – höher als bei einem Dunkelstrahler System mit Restwärmenutzung.

Regenerative Energien sind zwar im Wohnungsbau gut und richtig, in Hallen stehen diese jedoch deutlich hinter den speziell hierfür entwickelten Dunkelstrahlern zurück. Denn regenerative Energien unterscheiden sich funktional in einem wichtigen Punkt von klassischen Energieträgern und das ist das geringe Temperaturniveau. Dieses niedrige Temperaturniveau fesselt erneuerbare Energien immer an hydraulische Lösungen, an deren Ende warme Luft steht. Und warme Luft als Wärmeübertragung in hohen Räumen ist dysfunktional, wie wir ja schon gesehen haben. Wem nützt es, viel regenerative Energie für viel Geld zu generieren, die dann nicht die nötige Wärme am Arbeitsplatz entfaltet? Hallen haben aufgrund der deutlich höheren Räume ganz andere Voraussetzungen.

Zudem punkten Infrarot-Dunkelstrahler – wie schon erwähnt – durch hohe Effizienz und geringen Jahresendenergiebedarf. Schon nach wenigen Jahren amortisieren sich die Investitionskosten. Ein Dunkelstrahler zahlt sich deshalb in den meisten Hallen ganz klar aus.

Erreichen Sie mit Dunkelstrahlern persönliche und energiepolitische Ziele

Egal ob Ihre Halle vier, zehn oder mehr Meter hoch ist: Dunkelstrahler sind eine nachhaltige Investition, mit der Sie nicht nur die Zufriedenheit und Produktivität Ihrer Mitarbeiter stärken, sondern durch die hohe Effizienz auch die Ziele der Energiepolitik einhalten. Informieren Sie sich hier gerne. Falls Sie jetzt bereits über konkrete Pläne sprechen möchten, lassen Sie uns ein Gespräch führen und die unterschiedlichen Anforderungen Ihrer Branche besprechen.