Große Eventhalle, die durch die richtigen Hallenheizer, viel Energie sparen könnte.

Hallenheizer – Lösungen für Eventhallen und Ausstellungsräume

Egal ob Konzertfan, Kunstliebhaber oder Partybegeisterter: Auch die Raumtemperatur entscheidet über den Erfolg von Veranstaltungen. Wie Gastgeber mit Hallenheizern in Eventhallen und Ausstellungsräumen für Wohlfühlklima sorgen.

Konzerte, Kunstausstellungen und Firmenevents finden immer häufiger an ausgefallenen Orten statt – etwa in alten Fischwerken, Heizwerken oder in Zelten auf historischen Fabrikgeländen. Das Ambiente: oft eine Mischung aus rustikal und modern. Eine Stimmung, die sich allerdings nur dann entfaltet, wenn die Temperatur stimmt. Denn wer trinkt schon gerne Chardonnay mit kalten Füßen? Oder isst ein Lachshäppchen mit unterkühlter Nase?

Richtig, niemand. Und deswegen sind die meisten Veranstalter um eine angenehme Wohlfühltemperatur bemüht. Dabei experimentieren sie mit verschiedenen Heizlösungen. Etwa mit mobilen Warmluftheizungen, die erhitzte Luft über Warmluftschläuche in Zelte pusten. Oder mit Heizpilzen, in deren Nähe sich Gäste an einer Gasflamme wärmen.

Das Problem: So richtig zufrieden sind viele Gastgeber mit Warmluftsystemen als Hallenheizer nicht

Denn warme Luft hat ihren eigenen Willen. Sie verteilt sich ungleichmäßig in Hallen und Zelten, mischt sich mit kalten Luftschichten, erzeugt einen Luftzug an Beinen, Armen und Nacken der Gäste. „Schatz, wollen wir vielleicht so langsam aufbrechen?“, dieser Satz fällt dann schlimmstenfalls viel zu früh am Abend. Nicht das einzige Manko.

Auch die Stromrechnung ist oft unnötig hoch. Denn warme Luft flieht Richtung Decke – also dorthin, wo sie niemandem etwas bringt und nur Energiekosten verursacht. Verschiedene Temperaturzonen realisieren, etwa eine kühle Zone am Buffet und eine wärmere in den Aufenthaltsbereichen? Mit Luft, die sich ständig vermischt, so gut wie unmöglich. Nicht zuletzt sehen viele Warmluftsysteme als Hallenheizer wenig schick aus, eher wie Relikte aus den 1980er-Jahren. Sie lassen sich oft nicht ohne optischen Bruch in eine moderne Umgebung integrieren. Und sind schlimmstenfalls mit ihrem Gebrumme und Gezische so laut, dass sie das Ambiente stören.

Gezielt und sparsam heizen: Infrarotheizungen mischen die Karten neu

Für Gastgeber, denen Warmluftsysteme nicht genügen, weil sie zu laut und unattraktiv sind, zu viel Energie fressen und viele Gäste dabei noch nicht einmal zufriedenstellen, gibt es eine alternative Lösung: Infrarotheizungen. Die Hallenheizer mischen die Karten beim Heizen von Eventhallen und Ausstellungsräumen neu. Warum?

Weil sich ihr Funktionsprinzip grundsätzlich von Warmluftsystemen unterscheidet. So erhitzen Infrarotsysteme nicht die Luft. Sie erzeugen stattdessen elektromagnetische Wellen, die sich in Wärme umwandeln, sobald sie auf Festkörper treffen – etwa auf Gäste oder Tische, Bänke und Bühnen. Der Vorteil: Gastgeber müssen nicht mehr die gesamte Luft in einer Halle oder einem großen Zelt heizen, um eine angenehme Temperatur zu erzeugen, sondern können sich gezielt auf den Nutzungsbereich konzentrieren. Da dieser in der Regel um ein Vielfaches kleiner ist, sparen Sie massig Energie. Doch damit nicht genug.

Den Genuss angenehmer Sonnenstrahlen in Innenräume bringen

Kennen Sie das? Sie gehen an einem Herbsttag spazieren. Die Luft ist angenehm kühl, doch gleichzeitig spüren Sie die warmen Sonnenstrahlen auf der Haut. Eine Wohlfühlatmosphäre, die Infrarotheizungen auch in Innenräumen erzeugen. Gäste empfinden die Infrarotwärme als besonders angenehm, weil sie dem natürlichen Wärmeprinzip der Sonne entspricht – ohne trockene Heizungsluft, Staubaufwirbelungen und Zugluft.

Auch das Auge kommt nicht zu kurz. Moderne Infrarotstrahler lassen sich dezent in die Umgebung integrieren oder als eigenes Gestaltungselement hervorheben. Zudem arbeiten die Hallenheizer flüsterleise und würden selbst Ludwig von Beethovens 15. Streichquartett nicht stören. Sie eignen sich also perfekt für die Temperierung von großen Zelten, Eventhallen und Ausstellungsräumen.

Hamburger Fischauktionshalle verwöhnt Gäste mit Infrarotwärme

Kennen Sie die Fischauktionshalle auf dem St. Pauli Fischmarkt? Sie ist ein Magnet für Nachtschwärmer und Touristen aus aller Welt. Denn hier kaufen Besucher jeden Sonntag ab Morgengrauen an hunderten Essenständen und Foodtrucks Fischbrötchen und andere Leckereien. Sie genießen das Essen und Trinken in fröhlichem Zusammensein auf Bierbänken in der Fischhalle – bei Livemusik bis zwölf Uhr nachts. Eine einladende Kulisse, die auch Veranstalter von Kinofestivals, Theater- und Lesetagen und des mehrtägigen Lichtfests zu schätzen wissen. Regelmäßig finden Veranstaltungen in der 4.100 m2 großen Halle statt, mit bis zu 4.200 Personen.

Und immer stimmt die Temperatur in der Fischauktionshalle. Denn die Betreiber haben Infrarotheizstrahler der Serie OPTIMA installiert, passend zum Stil der Architektur lackiert und aufgehängt an speziell konstruierten, nicht sichtbaren Drahtseilen. Die Geräte wärmen die 103 Meter lange und 23 Meter breite Halle, die an der Kuppel elf Meter hoch ist, mit einer Gesamtleistung von 700 kW. Dabei konzentriert sich die Wärme der Hallenheizer gezielt auf den Nutzungsbereich, also auf Tische, Bänke, Essensstände und natürlich die Gäste selbst.

Die tausenden Kubikmeter Luft oberhalb dieses Bereichs hingegen sind kühl, ohne dass es jemanden stört. Auch die Ohren der Besucher bleiben von lästigen Störgeräuschen verschont. KÜBLER hat die Heizstrahler in super-silent-Ausführung geliefert und zusätzlich die Abgasventilatoren schallisoliert. Somit ist die Geräuschwirkung von Industriestandard nahezu auf Konzertniveau reduziert.

Fischauktionshalle spart 50.000 Euro Heizkosten pro Jahr

Doch die Betreiber der Fischauktionshalle profitieren nicht nur von einer modernen, unauffälligen Optik und einem leisen Betrieb der Hallenheizer. OPTIMA reduziert auch den Energieaufwand in der Fischauktionshalle – im Vergleich zu klassischen Systemen um bis zu 50 Prozent. Noch mehr Energie lässt sich mit dem digitalen Steuerungssystem R.O.S.S.Y einsparen, da sich Heizungen punktgenau steuern und Vorwärmzeiten entsprechend der Wetterperioden und Jahreszeiten auf ein umweltverträgliches Minimum reduzieren lassen.

Unterm Strich steht eine Heizkostenersparnis von 50.000 Euro pro Jahr. Und auf den Lebenszyklus hochgerechnet eine Einsparung von 19.830 MWh Primärenergie. Genügend Leistung, um rund 700 Durchschnittshaushalte ein Jahr lang zu beheizen.

Zum Einsatz kommen Infrarotheizungen von KÜBLER übrigens auch im Tresor, im stillgelegten Heizkraftwerk im Berliner Ortsteil Mitte. Auf mittlerweile sechs Ebenen, verbunden durch Treppen und Zwischengeschosse mit zahlreichen Räumen und Nischen, finden sich über 20.000 m2 Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche für zeitgenössische Musik, Kunst und Kultur. Fläche, die beheizt werden will. Dafür planten die Betreiber zunächst eine Warmluftbeheizung. Doch schnell war klar: Zuviel Energie würde aufgrund der erwarteten Thermik Richtung Dach verloren gehen.

Die Alternative: 20 schwarz lackierte Infrarotheizungen der Serie OPTIMA. Die Strahler sind allerdings nur ein Teil der Heizlösung. Eine Rolle spielt auch ein Wärmetauscher namens O.P.U.S. X. Er macht es möglich, die Restwärme der Infrarotstrahler im System H.Y.B.R.I.D. zu nutzen, um beispielsweise Wasser zu erwärmen. Bis zu 15 Prozent Energie, die bislang an die Umgebung verloren ging, gewinnt der Betreiber des Tresors auf diese Weise zurück.


Eine Frau mit einem Tablet in der Hand, die für Ihr Lager eine Hallenheizung plant.

So finden Sie die optimale Hallenheizung

Sie wollen das Optimum aus Ihrer neuen Hallenheizung herausholen, Energiekosten sparen und für Umweltgesetze der Zukunft gerüstet sein? Dann ist es ratsam, vor dem Kauf einige Tipps zu berücksichtigen. Welche, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Machen Sie sich zunächst bewusst: Industrie- und Gewerbehallen haben heiztechnisch gesehen andere Anforderungen als Wohnungen oder Büros. Klingt trivial? Ist es aber nicht. Denn tatsächlich begehen viele Planer immer noch den Fehler, eine ähnliche Heizstrategie wie für Geschossbauten anzuwenden. Das Problem: Warme Luft steigt nach oben. Bei niedrigen Deckenhöhen, wie z. B. in Büros oder Wohnungen, ist dies nicht relevant. In Hallen hingegen sammelt sich die warme Luft quasi nutzlos in großer Höhe unter dem Hallendach.

Bis es am Boden angenehm warm ist, müssen Betreiber viel Heizenergie in die Halle leiten und Systeme einsetzen, die Luftströme wieder nach unten lenken. Im Grunde Geldverschwendung, denn Wärme ist in großen Hallen meist nur auf Personenhöhe von rund zwei Metern erforderlich, nicht aber in höheren Lagen. In der Regel reicht es daher aus, 20 Prozent des Raumvolumens zu heizen. Bereits dann haben es Mitarbeiter angenehm warm und können volle Produktivität entfalten.

Finden Sie die geeignete Technologie für Ihre Hallenheizung

Nun stellt sich die Frage, welche Technologie in Frage kommt, um die rund 20 Prozent Ihrer Halle gezielt zu beheizen. Wenn Sie sich auf dem Markt umsehen, fällt auf: Es gibt zentrale und dezentrale Heizsysteme. Zu den zentralen Systemen zählen etwa Industrie-Fußbodenheizungen, zentral versorgte, wasserbasierte Lufterhitzer und Warmwasser-Deckenstrahlplatten. Sie arbeiten mit einem zentralen Energieerzeuger und einem Leitungssystem, das warmes Wasser an den gewünschten Ort transportiert.

Zu den dezentralen Heizsystemen hingegen zählen Infrarotstrahler, die sich unter der Decke montieren lassen. Sie sind gasbetrieben und arbeiten mit elektromagnetischen Wellen. Sobald die Wellen auf einen Festkörper treffen, etwa auf einen Menschen oder die Raumfassung, wandelt sich die Energie in Wärme um. Der Clou: Infrarotstrahler erhitzen nicht die Luft! Somit wird gezielt ausschließlich der Aufenthalts- und Nutzungsbereich beheizt.

Gleichzeitig genießen Hallenbetreiber Flexibilität. Sie unterteilen die Halle mit mehreren Infrarotstrahlern gezielt in verschiedene Heizzonen – und stellen beispielsweise Mitarbeitern in der Kommissionierung mehr Wärme zur Verfügung als Kollegen in der Fertigung, wo Maschinen schon für ausreichende Grundwärme sorgen. Eine Flexibilität, welche die Mitarbeiterzufriedenheit stärkt. Auch bei einer Umnutzung der Halle ist es bei diesen dezentralen Lösungen im Vergleich zum zentralen System leichter, die Anlage anzupassen.

Ein weiterer Vorteil der Infrarottechnologie: Sie ist reaktionsschnell. Betreiber schalten die Heizung ähnlich wie das Licht ein und aus. Da die Energie keinen Umweg über die Luft nimmt, steht Wärme quasi auf Knopfdruck zur Verfügung. Und Sie brauchen im Automationszeitalter das An- und Ausschalten nicht einmal manuell durchzuführen. Diese Aufgabe übernimmt intelligente Steuertechnologie, welche die Heizleistung an die wechselnden Bedingungen anpasst. Anwender reduzieren Energiekosten somit um bis zu 70 Prozent, sodass sich die Investition in das Heizsystem in kurzer Zeit amortisiert.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Anforderungen Ihrer Halle

Damit Hallenheizungen ihr Potenzial optimal entfalten können, sollten sie wie ein Maßanzug an Ihre Halle angepasst sein. Diese Anpassung durch einen externen Dienstleister gelingt allerdings nur dann, wenn Sie im Vorfeld ein klares Bild von Ihrem Hallengebäude, der Hallennutzung und Ihren Wünschen an die Heizung haben. Orientieren Sie sich besonders an den Faktoren, die Einfluss auf die Temperatur haben könnten. Diese Fragen können Ihnen dabei helfen:

  • Welche Abmessungen hat Ihre Halle?
  • Wie ist der Gebäudezustand?
  • Wie wird die Halle genutzt?
  • Gibt es unterschiedliche Nutzungsbereiche und -zeiten?
  • Wie steht es mit den Toröffnungszeiten?
  • Wie wurde bisher geheizt – gibt es Verbrauchsdaten?
  • Welche Ziele und Anforderungen soll die neue Heizung erfüllen?

Die Antworten auf diese Fragen bilden ein Fundament, auf dem Ihr Heizungspartner aufbauen kann.

Durchdenken Sie verschiedene Energieträger für Ihre Hallenheizung

In Zeiten des Klimawandels sind die Ziele der Bundesregierung ehrgeizig: Bis spätestens 2045 soll Deutschland klimaneutral sein. Entsprechend bemüht ist die Wirtschaft, CO2-Emissionen zu senken. Viele Unternehmen verabschieden sich vom Heizöl, das ab 2026 für Neubauten sowieso verboten sein wird, und setzen stattdessen auf regenerative Energien und Technologien wie Solarthermie oder elektrische Wärmepumpen.

Entscheiden Sie sich für diesen Weg, sollte Ihnen allerdings bewusst sein, dass Sie sich auf ein zentrales Heizsystem festlegen. Und dafür benötigen Sie ein hydraulisches Verteilsystem. Zudem ist ein solches System oft mit zwei- bis vierfach höheren Investitionskosten verbunden und vergleichsweise reaktionsträge, sodass sich die Wärmebereitstellung in vielen Fällen nicht schnell genug an die dynamischen Anforderungen anpassen lässt.

Infrarotstrahler arbeiten mit Erdgas. Doch verglichen mit anderen fossilen Energieträgern ist dieses Gas als der CO2-ärmste unter den klassischen Brennstoffen umweltfreundlich, da es von allen den niedrigsten Primärenergiefaktor aufweist. Zudem wird Erdgas durch die kommende Zuspeisung von regenerativ erzeugtem Wasserstoff (Power-to-Gas-Technologie) zunehmend grün und gilt gerade in Verbindung mit dem hervorragend ausgebauten Gasnetz in Deutschland als einer der zukunftsfähigsten Energieträger.

Jetzt fragen Sie sich vielleicht: Das neue Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) schreibt doch vor, dass ich zukünftig nur noch mit regenerativen Energien heizen darf. Ist da ein Infrarotstrahler nicht verboten? Nein! Ab einer Hallenhöhe von über vier Metern sind Sie laut GEG nicht mehr an regenerative Energiequellen gebunden. Während zentrale Heizungssysteme zur Nutzung erneuerbarer Energie verpflichtet sind, um die GEG-Vorgaben zu erfüllen, lassen sich diese mit effizientester Infrarot-Hallenheizungstechnik auch mit Erdgas umsetzen. Sie müssen sich somit um die Compliance keine Sorgen machen.

Nehmen Sie Anbieter von Hallenheizungen genau unter die Lupe

 Um sicherzustellen, dass Sie eine effiziente und zukunftssichere Hallenheizung finden, sollten Sie die Kompetenz von Anbietern im Vorfeld prüfen. Folgende Fragen eignen sich dabei als Orientierung:

  • Welche Referenzen hat der Anbieter?
  • Gibt es einen bundesweiten Service (falls Sie mehrere Standorte haben oder aufbauen möchten)
  • Können Sie darauf vertrauen, auch in 15 Jahren noch Ersatzteile und Service zu erhalten?
  • Verfügt der Anbieter über eine Entwicklungsabteilung, die innovativ ist und Produkte nach modernen Standards entwickelt?
  • Erscheinen die Mitarbeiter kompetent?
  • Ist das System flexibel? Lässt es sich ohne große Umstände an Gesetzesänderungen und Umbauten anpassen?

Empfehlenswert ist es zudem, nicht nur den Preis für die Hallenheizung zu fokussieren, sondern die Total-Cost-of-Ownership (TCO) – also die Betriebskosten über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Erst mit diesem Wert können Sie ausrechnen, ob es sich um eine lohnenswerte Investition handelt.


Große Produktionshalle im Weitwinkel mit Heizsystemen zur Beheizung von Hallen.

Beheizung von Hallen: 6 Heizsysteme im Überblick

Warmluft, Flächenheizung oder doch lieber Infrarot? Zur Beheizung von Hallen stehen die verschiedensten Heizsysteme zur Auswahl. Je nach Anforderung eignet sich das eine mehr, das andere weniger. In diesem Beitrag erhalten Sie einen ersten Überblick über die sechs relevantesten Systeme für Industrie- und Gewerbehallen und deren Funktionsweise.

Zum Einstieg – darin unterscheiden sich zentrale und dezentrale Systeme

Systeme zur Beheizung von Hallen unterscheiden sich in zentrale und dezentrale Systeme. Zentral arbeitende Systeme benötigen einen separaten Heizraum, in dem Wärme erzeugt wird. Diese Wärme wird dann zu den Heizgeräten geleitet, wo sie das darin geführte Heizmedium erhitzt, was wiederum Wärme zum Heizen bereitstellt. Dieser Vorgang wird auch als „indirektes Heizen“ bezeichnet. Durch den Transport geht jedoch bereits ein Teil der Wärme verloren.

Dezentrale Systeme hingegen nutzen die Primärenergie direkt im Nutzraum bzw. dem Heizgerät selbst, welches die Wärme erst dort erzeugt, wo die Mitarbeiter sie brauchen. Sie benötigen keinen separaten Heizraum, sind flexibler und schneller einsetzbar.

Warmluftbeheizung von Hallen: Diese Möglichkeiten haben Sie

Das Grundprinzip hinter Warmluftheizungen ist denkbar einfach und schnell erklärt: Ein Gebläse leitet warme Luft in einen Raum und erwärmt ihn auf diese Weise. Wer bei der Beheizung von Hallen auf Warmluft setzen will, hat dazu zwei Möglichkeiten:

Dezentrale Wärmeversorgung via Warmlufterzeuger

Bei direkt befeuerten Warmlufterzeugern  erzeugt der Brenner die Wärme direkt dezentral. Mittels eines Wärmeübertragers wird auf der Sekundärseite angesaugte Luft dann erwärmt und in die Halle geblasen.

Bei der Beheizung von Hallen mithilfe von Warmlufterzeugern kann auf raumluftabhängige und -unabhängige Betriebsweise zurückgegriffen werden. Das heißt: Das Gerät saugt entweder Frischluft an oder erwärmt die Luft aus der Halle selbst. Letzteres ist besonders praktisch. Denn da warme Luft bekannterweise nach oben steigt, ist die Luft im Arbeits- bzw. Fußbodenbereich tendenziell kälter. Raumluftabhängige Warmlufterzeuger führen genau diese kühle Luft wieder zurück in die Warmlufterzeugung und sorgen so für Nachschub. Raumluftunabhängige Geräte hingegen nutzen oftmals zusätzlich die Wärme der Abgasführung, um die von außen zugeführte Luft zu erwärmen.

Zentrale Beheizung von Hallen mit einem Lufterhitzer

Indirekt beheizte Lufterhitzer, auch Luftheizer genannt, erwärmen die Luft nicht selbst. Vielmehr wird hier ein separater Heizkessel oder eine Zentralheizung angeschlossen, der den Wärmetauscher extern beheizt. Der Lufterhitzer saugt ebenfalls Luft an und leitet sie dann über den Wärmetauscher, der sie erwärmt. Dann kann die Warmluft in die Halle geblasen oder über Luftkanäle verteilt werden. Wenn Sie zur Beheizung von Hallen einen Lufterhitzer einsetzen möchten, sollten Sie auch hier wieder die Konvektion bedenken und entsprechend eine Warmluftrückführung oder Deckenventilatoren einplanen.

Flächenheizungen zur Beheizung von Hallen

Flächenheizungen können Sie grundsätzlich im Fußboden, in der Decke oder in den Wänden einbauen. Am weitesten verbreitet ist wohl die Fußbodenheizung, doch das System dahinter ist im Grunde gleich. Für die Fußbodenheizung werden beim Bau der Halle dünne Rohre flächendeckend und schlangenförmig im Boden verlegt. Auch nachträglich kann die Fußbodenheizung noch in einer zusätzlichen Estrichschicht eingebracht werden.

Zur Beheizung von Hallen wird durch diese Rohre ein extern erhitztes Heizmedium (z. B. Wasser) geleitet. Die somit erzeugte Wärme ist direkt im Boden spürbar und wird erst langsam an den Raum abgegeben, hält sich dort jedoch auch bei kurzzeitigem Ausschalten der Heizung noch eine Weile.

Bitte beachten Sie bei diesem Heizsystem, dass zu tiefe Verankerungen von Regalen oder Maschinen die Heizschläuche beschädigen können.

Nicht zu vergessen: Die Strahlungsheizungen

Bei der Beheizung von Hallen via Strahlungswärme wird zwischen Hell- und Dunkelstrahlern unterschieden. Hinzu kommen die Deckenstrahlplatten.

Deckenstrahlplatten

Auch bekannt als „Warmwasserdeckenstrahlplatte“, werden bei diesem System Rohre auf einer Metallplatte direkt unter der Decke verschweißt. Ähnlich wie bei der Fußbodenheizung fließt durch diese Rohre heißes, über einen externen Wärmeerzeuger erhitztes Wasser, das die Wärme auf die gesamte Konstruktion überträgt. Ein Strahlblech leitet die Wärme dann nach unten in den Raum, wo sie die Oberflächentemperaturen aller Flächen erhöht.

Zwischen Decke und Deckenstrahlplatte sollten Sie eine Dämmschicht anbringen, um den Wärmeverlust nach oben zu verringern. Wer Deckenstrahlplatten zur Beheizung von Hallen einsetzen will, sollte außerdem eine große Heizfläche von ca. 15-20 % der Deckenfläche einplanen.

Dunkelstrahler zur effizienten Beheizung von Hallen

Dunkelstrahler, auch als Schwarzstrahler bekannt, sind eine Variante der Infrarot-Strahlungsheizungen. Die Beheizung von Hallen erfolgt hier dezentral durch einzelne Geräteeinheiten, die durch einen Brenner eine lange Flamme in einem Strahlrohr erzeugen. In der Regel handelt es sich beim Energieträger um Erd- oder Flüssiggas, aber auch Biogas und Wasserstoff haben für die Zukunft Potenzial.

Reflektoren am Strahlungsrohr lenken die entstandene Wärme in Form von Infrarot-Strahlung in die zu beheizenden Bereiche. Dort sorgt diese erst für Wärme, wenn sie auf die Raumfassung und Oberflächen von Objekten oder Personen trifft – ähnlich wie die Sonne. Der entscheidende Vorteil von Strahlungsheizungen dieser Art ist daher, dass keine warme Luft physikalisch bedingt unter die Decke steigt und zurückgeleitet werden muss.

Hellstrahler: Wärmeerzeugung über Keramik

Hellstrahler arbeiten auf ähnliche Weise wie Dunkelstrahler. Ein Gas-Luft-Gemisch wird auf Keramikplatten verbrannt, erzeugt Wärme und emittiert Infrarotstrahlung. Reflektoren leiten die Strahlen auch hier gezielt in den Arbeitsbereich. Der grundsätzliche Unterschied besteht jedoch in der Verbrennung. Die erfolgt bei Hellstrahlern offen – und damit verbleiben die Abgase zunächst im Raum. Eine indirekte Abführung der Abgase ist somit erforderlich. Wer bei der Beheizung von Hallen auf Hellstrahlersysteme setzt, muss deshalb für ausreichende Be- und Entlüftung sorgen.

Was lohnt sich zur Beheizung von Hallen besonders?

Welches Heizsystem nun für Sie die richtige Wahl ist, hängt ganz von Ihrem Nutzungsprofil und Ihren wirtschaftlichen Anforderungen ab. Bei Raumhöhen ab 4 Meter empfehlen sich an dieser Stelle jedoch Infrarot-Dunkelstrahler, da diese besonders gut auf die gebäudephysikalischen Besonderheiten von Hallen ausgelegt sind und sich durch vergleichsweise geringe Investitionskosten bei hoher Effizienz, Flexibilität und Betriebssicherheit auszeichnen. Lassen Sie uns gerne in einem persönlichen Gespräch darüber sprechen – oder finden Sie mit unserem Konfigurator heraus, welches Heizsystem für Ihr Objekt am besten geeignet ist!